Schon vor dem ersten Fußballspiel war die EM-Fanzone auf dem Schlossplatz mit 25 000 Besucherinnen und Besucher fast voll. Beim Opening-Konzert mit Robin Schulz und Co. stimmte das Wetter – und für die Wirte auch der Umsatz. Was kostet das Bier?

Stadtleben/Stadtkultur: Uwe Bogen (ubo)

Die Vorfreude auf die Fußball-EM ist in Stuttgart groß. Der große Ansturm am Donnerstagabend auf das Opening-Konzert mit Le Shuuk, Leony, Topic und Robin Schulz hat selbst die Veranstalter überrascht. Die Stimmung auf dem Schlossplatz war bestens – auch das Wetter zeigte sich von seiner schönsten Seite. Happy waren zum Auftakt auch die Wirte, die hohe Standgebühren an die Uefa zahlen müssen. In der Gastroszene ist seit Wochen umstritten, ob sich der Einsatz am Ende finanziell lohnt.

 

In der Hamburger Fanzone ist das Bier billiger als in Stuttgart

In der Fanzone darf nur Bier von Bitburger ausgeschenkt werden, von der Brauerei, die das Turnier sponsert. Für einen halben Liter zahlt man im umzäunten Gelände des Schlossplatzes 6,50 Euro. Die Maß kostet zwischen zwölf und 13 Euro. Zum Vergleich: In den Fanzonen von Hamburg und Gelsenkirchen wird für den Becher Bier nur fünf Euro verlangt, in München sind es 6,50 Euro plus drei Euro Pfand.

Wer das Stuttgarter Uefa-Gelände verlässt, bekommt am Königsbau das Bier für 5,50 Euro. Die Wirte, die ihre Tische und Stühle an den Spieltagen aus Sicherheitsgründen nicht aufstellen dürfen, bekamen von der Stadt grünes Licht für Bierstände und Bierwagen und verlangen – mit einer Ausnahme – einen Euro weniger als die Kollegen drinnen im offiziellen Areal. Die Ausnahme ist Martha’s am Königsbau, wo das Bier sechs Euro kostet.

Wer weiter in Richtung Theodor-Heuss-Straße läuft, bekommt am Palast der Republik den halben Liter Bier für 4,80 Euro – das ist der günstigste Preis weit und breit. Im Schlossgarten wiederum kostet das Bier so viel wie in der Uefa-Zone: Sonja Merz verlangt in ihrem Biergarten 6,50 Euro, was sie mit den hohen Kosten für die LED-Leinwand und die Sicherheitskräfte begründet.