Fußball: Fellbach-Nachlese Schmidener Kunstrasen: gehasst und geliebt

Bastian Csintalan (links) setzt sich mit dem TSV Schmiden durch und darf im Juni in die Saisonverlängerung. Foto: Patricia Sigerist
Bastian Csintalan (links) setzt sich mit dem TSV Schmiden durch und darf im Juni in die Saisonverlängerung. Foto: Patricia Sigerist

Das TSV-Team gewinnt auch sein sechstes Heimspiel in der Rückrunde und sichert sich den Relegationsplatz. Der Landesligist TV Oeffingen hat seine Stärke in der gewohnten Umgebung hingegen eingebüßt.

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Fellbach - Die Fußballer des TV Oeffingen sind auf den siebten Platz zurückgefallen – in der Heimtabelle der Landesliga. Sie standen dort schon mal ganz oben, doch zuletzt konnten sie im Sami-Khedira-Stadion einfach nicht mehr gewinnen. Der 2:1-Sieg gegen den TSV Schornbach am 5. März war der letzte Erfolg auf heimischem Platz. Anschließend verlor die Mannschaft um den Trainer Haris Krak viermal nacheinander. Zuletzt am Sonntag mit 0:3 gegen den Tabellenvorletzten FC Viktoria Backnang. Die Körpersprache der Spieler um den Kapitän Manuel Lösch hat dem Coach nach der Pause überhaupt nicht gefallen. Es fehlte vermehrt der unbedingte Wille, das Ergebnis doch noch positiv zu gestalten. Haris Krak vermisst in dieser Saison einen Knipser in seinem Team, einen Offensivmann, der eben auch mal aus einer nicht so klaren Tormöglichkeit einen Treffer erzielt. Auch der Spieler des Tages fehlt in dieser Woche, da sich keiner der Akteure die Auszeichnung verdiente. Nach dem jüngsten Misserfolg stehen die Oeffinger zwar mit 41 Punkten noch immer auf dem achten Rang im Gesamtklassement der Landesliga, der Vorsprung von sieben Zählern auf den Relegationsplatz ist drei Spieltage vor dem Saisonende aber noch keine Garantie auf den Ligaverbleib.

Ein Auftritt, der dem SV Fellbach Mut macht

Ein 2:2-Unentschieden hat der SV Fellbach am Sonntag beim TSV Schwaikheim geholt – auch dank Timo Marx, unserem Spieler des Tages, der in der Innenverteidigung fast fehlerlos agierte und zugleich Impulse für das Spiel nach vorn setzte. In der Situation, in der sich das Team von Marco Fischer befindet, ist ein Remis aber nicht genug. „Uns bringen nur Siege und drei Punkte weiter“, sagt der Trainer. So trennen die Fellbacher vier Punkte vom ersten Nichtabstiegsplatz. Dennoch verweilt der Übungsleiter gedanklich nicht lange bei der Landesliga-Tabelle. „Egal, was die Konkurrenz macht: Ich will aus den verbleibenden drei Spielen neun Punkte, und dann sehen wir weiter.“ So lange es rechnerisch möglich ist, den Klassenverbleib direkt zu schaffen, richtet Marco Fischer seinen Blick nach oben und nach vorne. „Meine Mannschaft hat gegen die Schwaikheimer gut gespielt, das berechtigt zur Hoffnung auf ein gutes Saisonfinale, am liebsten natürlich ohne eine Verlängerung wegen der Relegation.“ Die nächste Möglichkeit, drei Punkte für den Klassenverbleib mitzunehmen, haben die Fellbacher am Sonntag, 15 Uhr, im Gastspiel bei den noch stärker abstiegsbedrohten Aramäern Heilbronn.

Bastian Csintalan trifft kurz vor Schluss

Als Spieler hat Matthias Paluszek den Schmidener Kunstrasenplatz gehasst. Als Trainer kann er dem dauergrünen Untergrund deutlich mehr positive Aspekte abgewinnen. Zum Beispiel, dass seine Mannschaft darauf regelmäßig gewinnt – sehr regelmäßig sogar. In der Rückrunde dieser Saison in der Kreisliga A haben die Fußballer des TSV Schmiden alle sechs Heimspiele für sich entschieden. „Der Kunstrasen ist von der alten Sorte, fast wie früher ein Hartplatz, nur ein bisschen weicher. Da wir das gewohnt sind, ist es ein großer Vorteil für uns“, sagte Matthias Paluszek. Am Sonntag gegen den KTSV Hößlinswart mussten die Gastgeber allerdings ziemlich lange auf ein Erfolgserlebnis warten, ehe Florian Jäger im Strafraum gefoult wurde und Bastian Csintalan den anschließenden Elfmeter in der 90. Spielminute ins linke untere Eck verwandelte. „Die Jungs waren sehr nervös“, sagte Matthias Paluszek. Mit dem Treffer schlug die Nervosität dann aber in große Freude um, denn bereits zwei Spieltage vor Schluss können die Schmidener nicht mehr vom zweiten Tabellenplatz verdrängt werden. So dürfen sie sich Mitte Juni am Aufstieg in die Bezirksliga versuchen. Da die Entscheidungsspiele jedoch an einem neutralen Ort ausgetragen werden, müssen sie dann auf ihren gewohnten Untergrund verzichten.

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