Fußball: Fellbach-Nachlese Spätestens Simon Hieber stoppt die Fellbacher Versuche

Kein Vorbeikommen: Der Torwart Simon Hieber (rechts) vereitelt zahlreiche Chancen von Philipp Röseke (Zweiter von rechts) und dessen  Fellbacher Teamgefährten. Foto: Patricia Sigerist
Kein Vorbeikommen: Der Torwart Simon Hieber (rechts) vereitelt zahlreiche Chancen von Philipp Röseke (Zweiter von rechts) und dessen Fellbacher Teamgefährten. Foto: Patricia Sigerist

Den Landesliga-Akteuren des SV Fellbach gelingt es nicht, den Schwaikheimer Schlussmann zu überwinden. Beim TSV Schmiden hingegen erzielt ein Rückkehrer das Tor des Tages. In Rommelshausen herrscht Platznot.

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Fellbach - Fast unmittelbar nach Spielschluss hat Antonio Guaggenti am Sonntag eine Stärkung nötig gehabt. Am Wurststand füllte der Trainer des TSV Schwaikheim seinen Energievorrat auf, nachdem er zuvor engagiert Anweisungen an der Seitenlinie gegeben hatte. Er gestikulierte, diskutierte und bat um Verständnis. Kurz vor der Pause etwa blickte der Übungsleiter, früher auch schon beim TV Oeffingen, beinahe flehend zum Schiedsrichter Marco Zauner und deutete auf seine Uhr – obwohl die Gastgeber im Angriff waren. Allerdings wollte er den Fußballern des SV Fellbach eine weitere Möglichkeit verwehren, schnell nach vorn zu kommen. Zu viele dieser Chancen hatte das Heimteam Philipp Röseke oder Oguz Dogan bereits zugestanden, zu häufig hatte sich Simon Hieber, der Schwaikheimer Schlussmann aus Fellbach, auszeichnen müssen. „Fußball ist grausam“, gestand Antonio Guaggenti später, da sich Simon Hieber auch in der zweiten Hälfte stets behauptete und seiner unterlegenen Mannschaft zum 1:0-Sieg verhalf. Zuverlässig durchgesetzt hat sich trotz Niederlage auch der SVF-Kapitän Thomas Doser. Gewohnt souverän als Innenverteidiger machte er sich in der Schlussphase vermehrt auf den Weg nach vorn. Mit dem Ball am Fuß ebenso wie bei Standardsituationen. Zählbares gelang ihm zwar ebenso wenig wie seinen Mitspielern, dennoch ist er unser Spieler des Tages.

Der Ludwigsburger Trainer gibt die Schuld für die Niederlage dem Schiedsrichter

Toni Carneiro, der Trainer der SpVgg 07 Ludwigsburg, gibt Schiedsrichter Benjamin Schmidt die alleinige Schuld, dass seine Mannschaft das Landesliga-Heimspiel am Samstag gegen den TV Oeffingen mit 0:1 verloren hat. „Normalerweise geht die Partie Unentschieden aus, wenn da nicht diese klare Fehlentscheidung gewesen wäre“, sagte der Ludwigsburger Coach, der sich noch immer über die seiner Meinung nach „unglückliche Niederlage“ der Seinen ärgert. Nach dem heftigen Zusammenprall der beiden 07-Verteidiger Thomas Ivan und Fisnet Rama, der ohne gegnerische Einwirkung zustande gekommen war, blieben beide benommen liegen. Während fast alle Beteiligten auf einen Pfiff warteten, nutzte Oeffingens Marcel Willberg die Gelegenheit und erzielte das Tor des Tages (74.). Er ist unser Spieler des Tages beim TVOe .

Angesichts des Zustandekommens des Siegtreffers geriet ein familieninternes Duell am Samstagnachmittag in den Hintergrund. Dabei trug Michael Schick, der jüngere Bruder des Oeffinger Verteidigers Daniel Schick, zum vorerst letzten Mal das schwarz-gelbe Trikot der SpVgg 07 Ludwigsburg. Der ehemalige Fußballprofi, mittlerweile 29 Jahre alt, der für den TSV 1860 München und den FC Augsburg insgesamt zehnmal in der zweiten Bundesliga im Einsatz war, hat sich studienbedingt für ein halbes Jahr nach Berlin verabschiedet.

David Kammermeier trifft für den TSV Schmiden

Eigentlich will sich David Kammermeier neuerdings vermehrt bei den Senioren des TSV Schmiden einbringen. Am Sonntag jedoch hat Matthias Paluszek, der die erste Mannschaft in der Kreisliga A anleitet, Unterstützung nötig gehabt. Zehn aus diversen Gründen verhinderte Fußballer hatten dem Trainer die Vorbereitung auf das Gastspiel beim TSV Leutenbach erschwert. So zählte David Kammermeier als Aushilfskraft bereits im zweiten Spiel dieser Saison wieder zum Kader – ebenso wie Bastian Csintalan, der sich ebenfalls vornehmlich mit älteren Konkurrenten messen möchte. Während letzterer erst in der zweiten Hälfte eingewechselt wurde, musste sich ersterer schon von der fünften Spielminute an beweisen, nachdem sich Patrick Nebel eine Oberschenkelverletzung zugezogen hatte. Die fehlenden Trainingseinheiten ließ sich der Rückkehrer zunächst nicht anmerken, setzte sich in der 59. Spielminute entscheidend durch und erzielte den einzigen Treffer der Partie. „In der letzten Viertelstunde ist uns dann die Kraft ausgegangen, aber wir haben trotzdem gut dagegengehalten“, sagte Uli Ebert aus dem Schmidener Spielausschuss nach dem zweiten Erfolg im zweiten Auftritt dieser Runde.

Zwei Spiele zur gleichen Zeit auf einem Platz geplant

Für gewöhnlich stehen sich auf einem Fußballfeld zwei Mannschaften mit je elf Spielern gegenüber. Am Sonntag jedoch waren auf dem Kunstrasenplatz in Rommelshausen 44 Akteure vorgesehen. Denn sowohl die Partie zwischen der Spvgg Rommelshausen und ASGI Schorndorf in der Kreisliga B, Staffel 1, als auch das Duell des FC Kosova Kernen mit dem SV Allmersbach II in der Kreisliga B, Staffel 3, sollten dort um 15 Uhr beginnen. Dieses planerische Missgeschick bemerkten die Beteiligten allerdings erst am Sonntagnachmittag, als sie sich überraschend am Sportgelände trafen. Da der Rasenplatz derzeit intensiv gepflegt wird und deshalb nicht betreten werden darf, fehlte ausreichender Spielraum für vier Teams. Zudem konnten die Anstoßzeiten aufgrund beruflicher Verpflichtungen nicht entscheidend variiert werden. So beschlossen die Verantwortlichen aller Vereine um den Spvgg-Abteilungsleiter Frank Auer der Begegnung des FC Kosova Kernen mit dem SV Allmersbach II Platz zu gewähren. Herolind Mehmeti und Dashmir Kurtishaj trafen für die Gastgeber, die sich jedoch mit 2:6 (0:4) geschlagen geben mussten. Ob und, wenn ja, wann, sich die beiden anderen Teams erneut treffen, ist noch offen.

Unsere Empfehlung für Sie