Fußball in Ditzingen TSV Heimerdingen hat noch nicht fertig

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Im zweiten Relegationsspiel setzt sich das Team von Trainer Holger Ludwig gegen den VfB Friedrichshafen mit 2:1 durch.

Pascal Coelho (Mitte) steuert den ersten Treffer beim Heimerdinger 2:1-Erfolg gegen Friedrichshafen  bei. Foto:  
Pascal Coelho (Mitte) steuert den ersten Treffer beim Heimerdinger 2:1-Erfolg gegen Friedrichshafen bei. Foto:  

Ditzingen - Die Reise des TSV Heimerdingen geht weiter. Von Leinfelden-Echterdingen – dort gewann das Team gegen den SV Bonlanden (2. Landesligastaffel 2) mit 3:0 – über Baindt, wo der VfB Friedrichshafen (2. Landesligastaffel 4) mit 2:1 bezwungen wurde, geht es nach Bondorf. Das ist die letzte Station im Aufstiegsmarathon. Dort wartet am kommenden Sonntag (15 Uhr) mit dem VfL Nagold (12. Platz Verbands­liga) der vermutlich dickste Brocken auf dem Weg in die höchste württembergische Spielklasse.

Gegen den SV Bonlanden sah es fast schon spielerisch leicht aus, was der TSV Heimerdingen da veranstaltete. Auf dem Sportplatz des SV Baindt gestaltete sich das Ringen vor rund 1000 Zuschauern gegen den VfB Friedrichshafen schon etwas zäher. „Da sind sich zwei Teams auf Augenhöhe be­gegnet“, resümierte der Heimerdinger Trainer Holger Ludwig.

Frühes Führungstor

Der TSV, in unveränderter Anfangs­formation, startete zwar genauso schwungvoll. Die Folge war zunächst eine gute Möglichkeit für Michele Ancona und dann nach 13 Minuten das Führungstor von Pascal Coelho, nachdem Salvatore Pelle­grino über links gut vorbereitet hatte.

Als ein Ballverlust im Spielaufbau Harun Toprak regelrecht dazu einlud, aus 28 Metern einfach mal abzuziehen und die Kugel im Dreieck landete (23.), war es plötzlich vorbei mit der Heimerdinger Leichtigkeit. Die Mannschaft verlor ihre Souveränität auf dem Platz. Der Tabellenzweite der Staffel 4, der im ersten Spiel die SV Böblingen mit 4:2 nach Verlängerung bezwungen hatte, übernahm die Kon­trolle. Es dauerte bis zur 40. Minute, ehe sich die Mannschaft aus dem Strohgäu so langsam wieder fing.

Mit Schwung aus der Kabine

Die Pause kam gelegen. „Wir wollten wieder mehr Fußball spielen und kombinieren“, sagte Holger Ludwig. Und das klappte vorzüglich. Heimerdingen kam erneut mit Schwung aus der Kabine. Ein Lupfer von Michele Ancona aus 17 Metern brachte schnell die erneute Führung (52.). Eine Minute später lag der Ball schon wieder im Friedrichshafener Tor, doch der Schiedsrichter Markus Seidl, der vor der Partie verabschiedet wurde, gab den Treffer von Murat Öztürk wegen einer Abseitsstellung nicht.

Der VfB Friedrichshafen stemmte sich mit Macht gegen die drohende Niederlage. Beim TSV Heimerdingen schwanden langsam die Kräfte. Dennoch ließen die Schützlinge von Holger Ludwig nur wenig zu. Das Team vom Bodensee kam nur einmal zu einer echten Möglichkeit. Ein Schlenzer von halblinks verfehlte aber sein Ziel (88.).

TSV Heimerdingen: Emmrich, Pellegrino (82. Todten), Schlichting, Riffert, Wid­maier, R. Ancona (47. Frey), Di Matteo, Pribyl, Coelho, M. Ancona (90. Husein), M. Öztürk (71. Stampete).