Fußball-Kreisliga A 2 Stuttgart: Prognosen Aber mit Kusshand – der Favorit nimmt die Favoritenrolle an

Cedric Hornung am Ball. Die Konkurrenz traut ihm und dem TSV Jahn Büsnau die Meisterschaft zu. Foto: Günter Bergmann

Letzter Teil unserer Vorschau der Kreisliga A, Staffel 2 – heute: Stimmungsbarometer vor dem Start – Wem traut die Konkurrenz den Titel zu, wie verhält es sich mit dem Abstieg?

Am morgigen Sonntag, 3. September, ist die lästige Vorbereitungszeit vorbei. Es geht auch in der A2 wieder um Punkte. Die Runde wird eine besondere werden. 2024 folgt die Struktur- und Gebietsreform, das hat Auswirkungen: In der Spielzeit 2023/24 wird die Relegation ausgesetzt. Bedeutet: Nur der Meister steigt auf, eine Rettung über den Hoffnungslauf gibt es nicht. Zudem wird es in der darauffolgenden Runde wieder eine dritte A-Staffel geben, die aber mit Mannschaften aus dem Kreis Böblingen bestückt sein wird. In unserem letzten Teil der Vorschau-Serie blicken wir unter anderem auf mögliche Titelkandidaten und die Regelung in Sachen Abstieg.

 

Dreimal Bezirksreserve

Der SV Sillenbuch ist in der vergangenen Saison seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat sich nach einem nur einjährigen Aufenthalt in der A2 sofort wieder in souveräner Manier zurück in die Bezirksliga manövriert. Damit stellt sich zu Beginn der neuen Runde die Frage, wer der Thronfolger der Grün-Weißen aus dem Spitalwald wird und in einem guten Dreivierteljahr als neuer Meister zum Sprung nach oben ansetzt? Theoretisch könnte der Meister erneut SV Sillenbuch heißen, schließlich ist die zweite Mannschaft des Vereins als Kreisliga B-Vizemeister über eine erfolgreiche Relegation der Ersten gefolgt und ist nun ihrerseits Teil des 15 Teams umfassenden Felds. Allerdings ist SVS II als Nachfolger von SVS I keine allzu wahrscheinliche Variante, denn zum einen haben sich die Schützlinge von Trainer Necmi Keskin in der neuen Klasse ganz realistisch den Klassenverbleib zum Ziel gesetzt. Und zum zweiten dürfte die Sillenbucher Reserve zwar jederzeit Meister werden, den Gang in die Bezirksliga dürfte sie aber nur dann antreten, wenn die vereinseigenen Kollegen dort den Weg mit einem Aufstieg in die Landesliga frei machen würden, was weder sonderlich realistisch, noch das Ziel des Vereins ist.

Vorjahresdritter hat die Nase vorn

Das gleiche Szenario würde im übrigen auch für die Zweitvertretungen des TSV Plattenhardt und des TSV Rohr gelten, aber auch die wären schon mit einem Verbleib in der Kreisliga A vollauf zufrieden. Wer will und darf denn nun also problemlos nah oben? Sechs verschieden Kandidaten wird das von den Verantwortlichen der Konkurrenz zugetraut: Ganz oben steht dabei mit acht Nennungen der Tabellendritte der abgelaufenen Saison, der TSV Jahn Büsnau. Am Adolf-Engster-Weg wird die Favoritenrolle gerne angenommen, dort wollen Mannschaft, Trainerteam und die Führung von Abteilung und Verein sehr gerne in die höchste Klasse im Bezirk aufsteigen. Gefolgt werden die Büsnauer vom FSV Waldebene Ost, der sechs Meistertipps erhalten hat, was neben der starken Hinrunde der vergangenen Saison auch auf den „Ballermann vom Dienst“, Leon Renner (34 Saisontore) und auf die Trainerverpflichtung von Christopher Eisenhardt zurückzuführen ist, der schon den TSV Bernhausen von der Bezirks- in die Landesliga geführt hat. Weitere Stimmen von der Konkurrenz haben der TV Echterdingen II und der in der Relegation gescheiterte Vizemeister HNK Slaven Stuttgart (jeweils zwei) sowie der Bezirksliga-Absteiger GFV Ermis Metasnastis Stuttgart erhalten.

Den direkten Durchmarsch trauen derweil die Verantwortlichen des SV Özvatan dem Mitaufsteiger TSV Heumaden zu. Keine Meistertipps gab es aus Plieningen und von Makedonija Stuttgart. Ebenso spannend wie die Frage nach dem Meister bleibt jene, wer am Ende die drei Abstiegsplätze belegen wird. Als heißer Kandidat für den bitteren Gang in die „Sicherheitsliga“ sieht sich keines der Teams. Auch die Aufsteiger streben einen sicheren Mittelfeldplatz an und geben sich gute Aussichten dafür. Nach dem Abpfiff der Saison erwischt es aber drei Mannschaften. Einen Enttäuschten mehr kann es noch geben. Das hängt davon ab, was in der Bezirksliga passiert.

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