Fußball-Kreisliga A Auf das Vorrunden-Hoch folgte der Rückrunden-Absturz
Die Fußballer des TV Stetten waren sich ihrer Sache wohl zu sicher und sind doch noch aus der Kreisliga A abgestiegen.
Die Fußballer des TV Stetten waren sich ihrer Sache wohl zu sicher und sind doch noch aus der Kreisliga A abgestiegen.
Wer sich nach 15 Spieltagen beziehungsweise zur Winterpause die Tabelle in der Kreisliga A, Staffel 1, angeschaut und dann erst wieder einen Blick auf die Abschlusstabelle geworfen hat, der traut seinen Augen nicht – zumindest wenn er den TV Stetten im Visier hat. Dieser ging mit 25 Punkten und als Tabellensechster in die Winterpause. Doch dann holte das Team nur noch drei Zähler aus 13 Spielen und stieg als 14. und Vorletzter ab.
„Zum Jammern gibt es bei uns wirklich keinen Grund“, sagte der Stettener Coach Michael Kienzle gegenüber unserer Zeitung noch zur Winterpause. Auf das 2:2 zum Jahresauftakt gegen den SV Plüderhausen folgte es aber, das große Jammern – auch für Coach Kienzle, der erst im vergangenen Sommer bereits zum zweiten Mal das Traineramt in Stetten übernommen hat. Aus den folgenden acht Spielen holte die Mannschaft lediglich einen Zähler, woraufhin sich der Verein „schweren Herzens“, sagt Michael Lang, Abteilungsleiter Organisation, von Kienzle getrennt hat. Der zweite Mannschaftscoach Simon Becker übernahm zusammen mit Patrick Beck, jahrelanger Coach der A-Junioren. Aber auch das Duo konnte den Abstieg nicht vermeiden.
Doch wie lässt sich der freie Fall nach der Winterpause erklären? Achselzucken bei Michael Lang, den Grund schlechthin würde es nicht geben. Vielmehr könne er nur spekulieren. „Möglicherweise haben wir uns von der guten Vorrunde blenden lassen und gedacht, die paar Pünktchen für den Klassenverbleib werden wir schon holen.“ Dementsprechend hätte es das Team vielleicht etwas schleifen lassen, dann sei der Druck gewachsen und man habe die Kurve nicht mehr bekommen. Aber auch Verletzungen wie die von Stammtorhüter Thomas Wilhelm seien mitverantwortlich gewesen. Wegen einer Schulterverletzung musste er in diesem Kalenderjahr komplett passen.
Derweil sieht Lang in der Talfahrt auch etwas Positives. Der Zusammenhalt zwischen erster und zweiter Mannschaft sei gegen Ende der Saison noch besser geworden. Das lasse für die kommende Runde hoffen, sagt er. Die zwei Belegschaften, die nun in der gleichen Liga unterwegs sind, sollen nicht getrennt werden und ein Team „den Sprung zurück in die Kreisliga A“ schaffen. Angeleitet werden die Teams nun weiterhin von Simon Becker und Christopher Alhaus, zuletzt Trainer beim B-ligisten TSV Strümpfelbach. Das Trainergespann hat nahezu den identischen Kader der Abstiegssaison zur Verfügung – einzig Leon Kienzle, Sohn des Ex-Trainers, verlässt den Club. Aus der A-Jugend stoßen in Levin Haarer und Colin Raab „zwei vielsprechende Akteure“ dazu, so Lang. Außerdem sei man noch mit einigen Spielern in Verhandlung.
Immerhin, unmittelbar nach der Runde hatte der Absteiger wenigstens ein wenig Grund zum Feiern. Bei der 49. Auflage des Stetten-Turniers (Teilnehmer sind acht Ortschaften aus dem Süddeutschen Raum mit dem Namen Stetten) belegten die Remstäler den zweiten Platz.