Fußball – Kreisliga A Die Entscheidung fällt erst in der zweiten Hälfte
Der TSV Denkendorf, derzeit Tabellenzweiter der Kreisliga A, wird seiner Favoritenrolle im Filderderby gerecht und erkämpft sich beim TV Nellingen ein 3:2.
Der TSV Denkendorf, derzeit Tabellenzweiter der Kreisliga A, wird seiner Favoritenrolle im Filderderby gerecht und erkämpft sich beim TV Nellingen ein 3:2.
„Derbysieger, Derbysieger“, jubelten die Fußballer des TSV Denkendorf, nachdem Schiedsrichter Alexander Panarin das Filderderbys abgepfiffen hatte. Die Freude war groß bei den Denkendorfern, denn erstens hatten sie im Kreisliga-A-Derby gegen den TV Nellingen mit 3:2 (1:1) gewonnen und zweitens nach vier sieglosen Spielen endlich wieder drei Punkte am Stück geholt. Damit haben sie ihre Situation im Rennen um den Relegationsplatz verbessert. Mit hängenden Köpfen hingegen verließen die Nellinger den Platz.
„Das Spiel ist eine bittere Niederlage, das wir im Prinzip in der zweiten Hälfte im eigenen Strafraum verloren haben“, war deshalb auch die erste Reaktion von Nellingens Trainer Thomas Gentner. Und tatsächlich fiel die Entscheidung in dieser Begegnung erst in der zweiten Hälfte.
In den ersten 15 Minuten waren die Denkendorfer die überlegene Mannschaft mit deutlich mehr Spielanteilen. Sie spielen druckvoll nach vorne, münzten die Überlegenheit jedoch nicht in Tore um. Hin und wieder gelang es dem Nellinger Team aber trotz der Denkendorfer Dominanz, vor das Denkendorfer Tor zu stürmen. Ein solche Gelegenheit nutze Nellingens Amer Valjevac in der 17. Minute und versenkte nach einem sehenswerten Flanke von links, völlig unerwartet für das Team aus Denkendorf, den Ball zum 1:0 im Denkendorfer Kasten. Diese Führung gab den Nellingern Auftrieb und sie kamen immer besser ins Spiel. Die Begegnung wurde nun richtig spannend, denn die Denkendorfer versuchten mit viel Druck nach vorne, den Ausgleich zu erzielen. Auf der anderen Seite schafften es die Nellinger aus diesem Angriffsspiel der Denkendorfer, gefährliche Konterchancen zu erarbeiten.
Beide Mannschaften scheiterten in dieser Phase aber am Torabschluss. In der 28. Minute ein Foul im Nellinger Strafraum: Den fälligen Elfmeter verwandelte Denkendorfs Nico Riccio souverän und unhaltbar zum 1:1. Wie schon vor diesem Strafstoß war der Rest der ersten Hälfte ein eher ausgeglichenes Spiel ohne Torerfolge auf beiden Seiten.
Auch nach der Pause schenkten sich beide Mannschaften zunächst nichts und versuchten, zu einem weiteren Torerfolg zu kommen. Erst in der 71. Minute war es so weit: Ein Fehler in der Defensive des TVN ermöglichte es dem Sturm der Denkendorfer, mit einer sehenswerten Kombination frei vors Nellinger Tor zu gelangen und durch einen Schuss von Nico Deuschle mit 2:1 in Führung zu gehen. Die Nellinger ließen sich davon nicht beirren und spielten weiter druckvoll nach vorne. Es gab einige gute Spielzüge, aber Denkendorfs Abwehr stand gut und verhinderte den Ausgleich. Auf der Seite der Nellinger war die Abwehr jedoch nicht so konsequent. In der 84. Minute gelang es erneut dem Denkendorfer Nico Deuschle, die TVN-Defensive zu knacken und den Ball zum 3:1 im Nellinger Tor unterzubringen. Nellingen warf nun alles nach vorne und kam in der 90. Minute durch ein Tor von Felix Gentner doch noch zum Anschlusstreffer.
„Wir sind das Derby sehr kontrolliert angegangen und haben über weite Strecken auch dominiert. Wir wussten natürlich, dass Nellingen gerade in dieser Derbysituation auf dem heimischen Platz ein starker Gegner sein würde.“, sagte Denkendorfs Coach Hendrik Lars Gil. „Am Ende meine ich aber, ist es ein verdienter Sieg für uns“.
Etwas enttäuschter war hingegen Gentner: „Mit der Leistung des Teams bin ich grundsätzlich schon zufrieden. Die Defensive war aber zu nachlässig. Insofern geht es dann auch in Ordnung, dass wir das Spiel leider verloren haben“.
TV Nellingen: Köper, Peitz (53. Aktan ), Gschwind, Daniel Prekaj, Tobias Bühler, Denis Prekaj (75. Rusinovic), Valjevac, Dominik Bühler (69. Turgut), Wezel (75. Gentner), Santiago Moreira (86 Elezaj), Gentner.
TSV Denkendorf: Schwarz, Riccio (79. Ipek), Piskureck (85. Löw), Gashi, Zahner, Olivr Kurz, Tobias Kurz (72. Di Fabio), Bublitz (59. Deuschle), Zhegrova (79. Ramser), Natsis, Wörthmann.
Schiedsrichter: Alexander Panarin (Ludwigsburg).
Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Valjevac (17.), 1:1 Nicc Riccio (29.), 1:2 Deuschle (71.), 1:3 Deuschle (84.), 2:3 Gentner (90.).
Beste Spieler: Valjavec, Gentner / Riccio, Deuschle.