Michel Forzano hört bei den Filderstädtern im Sommer auf. Für die Nachfolge gibt es bereits einen Wunschkandidaten. Der trägt einen großen Namen.

Lokalsport : Franz Stettmer (frs)

Sportlich ist es ihre beste Saison seit dem Bezirksliga-Abstieg vor drei Jahren. Tabellenplatz vier – damit sind die Fußballer des TSV Harthausen in der Kreisliga A Neckar/Fils zumindest noch im Rennen um die Relegationsteilnahme dabei. Dennoch muss der Verein aus dem kleinsten Filderstädter Stadtteil nun auf die Suche nach einem neuen Trainer gehen. Wie inzwischen feststeht, hört der Amtsinhaber Michel Forzano im Sommer auf.

 

„Bedauerlich, wir hätten gern mit ihm verlängert. Aber Michel hat uns mitgeteilt, dass er mal eine Pause braucht“, sagt Andreas Mack als Vertreter der Harthausener Fußballabteilung. Im Amt ist Forzano seit Oktober 2023. Seinerzeit war er zusammen mit seinem damaligen Teamkollegen Srdjan Savic zum Spielertrainer aufgestiegen. Als Doppeljobber, Coach und Kicker, fungiert er auch heute noch. In zehn der bisherigen 20 Saisonbegegnungen stand der 37-jährige ehemalige Kirchheimer Oberliga-Akteur selbst auf dem Platz.

Bei der Nachfolgersuche gibt es laut Mack bereits „eine Wunschlösung“, und zwar aus den eigenen Reihen. Diese lautet: Daniel Didavi. Geht es nach den Harthausener Verantwortlichen, wird der ehemalige Bundesliga-Profi des VfB Stuttgart von Juli an vom Co- zum Cheftrainer. Der 36-Jährige ist im Brandfeld seit dem Spieljahr 2024/205 als Forzano-Assistent tätig. Gespräche zu seiner Beförderung laufen derzeit.

Didavi hat für den VfB, den 1. FC Nürnberg und den VfL Wolfsburg insgesamt 183 Erstliga-Spiele bestritten, ehe er vor vier Jahren seine Profikarriere beendete. In Harthausen landete der gebürtige Nürtinger über persönliche Kontakte.

In der laufenden Saison ist sein aktueller Club am Sonntag mit einer 0:3-Niederlage in Grafenberg vom zweiten auf den vierten Tabellenrang gerutscht. Der Abstand zum neuen Zweiten AC Catania Kirchheim beträgt nun zwei Punkte. Weit enteilt ist allein der Spitzenreiter VfB Neuffen (mit dem Ex--Bonlandener Felix Hummel als Spielertrainer). Ihm dürfte bei 14 Zählern Vorsprung der Meistertitel nicht mehr zu nehmen sein.