Wenn im Sport – ganz gleich in welcher Sportart und in welcher Liga- eine Mannschaft als Meister den Sprung in die nächst höhere Liga schafft, dann gibt es bei der Konkurrenz meist einen bekannten Reflex: Der gescheiterte „Vize“ wird in der Regel direkt zum Kronprinzen und damit zum Aufstiegskandidaten für die Folgesaison erklärt. Das ist auch im Fall des FSV Waldebene Ost nicht anders: Die Schützlinge von Trainer Christopher Eisenhardt lagen in der kompletten Hinrunde der vergangenen Saison auf Augenhöhe mit dem späteren Meister TV Echterdingen II und scheinen nun ihrerseits selbst „dran“ zu sein.
So ist zumindest die Meinung der Rivalen, von denen vor dem Start in die Spielzeit 2024/25 an diesem Sonntag gleich deren sieben das Team aus dem Stuttgarter Osten ganz oben auf dem Tippzettel haben. Bei Christopher Eisenhardt kommen diese Vorschusslorbeeren durchaus an, allerdings nimmt er selbst den Druck vom eigenen Team, indem er sagt, man wolle die Mannschaft und jeden einzelnen Spieler ganz einfach nur „weiterentwickeln“. Sollte diese Saat beim Vizemeister aufgehen, dann werden sich logischerweise die entsprechenden Ergebnisse und die dazu gehörige Platzierung von ganz alleine einstellen.
„Das wird ein Hauen und Stechen, ich sehe sogar sieben oder acht Mannschaften, die ins Titelrennen eingreifen können“, sagt der erfahrene Plieninger Coach David Gzim und ist mit seiner Meinung nicht alleine. Weitere offizielle Stimmen auf Titelanwärter entfallen auf den Bezirksliga-Absteiger SV Sillenbuch (fünf), auf den TSV Jahn Büsnau (vier) und auf Slaven Stuttgart (zwei). Ohne offizielle Stimme, aber hinter vorgehaltener Hand, ein halbes dutzend Mal als aussichtsreicher Kandidat genannt, wird der Beinahe-Absteiger GFV Ermis Metanastis, der allerdings eine grandiose Rückrunde gespielt hat und sich personell noch einmal verstärkt hat. Anders als in der vergangenen Saison wird in der neuen A2, der auch der Staffelwechsler Sportfreunde Stuttgart, der Aufsteiger TV 89 Zuffenhausen II (erste Mannschaft in der Parallelstaffel) und im TSV Dagersheim II ein neues Gesicht aus dem Kreis Böblingen dabei sind, wieder der Vizemeister die Chance erhalten, über die Relegation den Aufstieg zu schaffen. Vermutlich wird es drei Direktabsteiger in die Kreisliga B geben, wobei sich diese Zahl bei optimalem Verlauf in den übergeordneten Ligen auf nur zwei verringern kann.