Der dieses Mal spielfreie TSV Dagersheim hat den SV Nufringen vergangene Woche nicht nur besiegt, sondern auch vom Thron der Fußball-Kreisliga A, Staffel III, Stuttgart/Böblingen gestoßen. Der ehemalige Spitzenreiter wird nun für Gastgeber TV Gültstein ein harter Brocken. „Wir müssen drei gesperrte und einen verletzten Stammspieler ersetzen“, sagt dessen Abteilungsleiter Steffen Reutter. „Aber wir werden versuchen, eine konkurrenzfähige Mannschaft aufzustellen und dagegenzuhalten.“ Der Vorteil sei, dass der Druck weg ist. „Deshalb ist das alles nicht so schlimm.“
Der FSV Deufringen musste einige Rückschläge hinnehmen. „Wir hatten viel Pech“, hadert Trainer Heiko Schmidt. „Aber wir haben einen klaren Kopf und sind weiter dabei.“ Vorige Woche konnte sich seine Elf mit einem 3:0-Erfolg in Kuppingen endlich belohnen. Jetzt geht es gegen den TV Nebringen, der auf dem Relegationsplatz mit dem Rücken zur Wand steht. „Bei denen geht es auch um alles, die sind in der Bringschuld und müssen ebenfalls auf jeden Fall gewinnen.“
Der TSV Waldenbuch steht als Tabellenvierter zwar top da, doch die Mannschaft habe laut Coach Alexander Ott immer noch Motivationsprobleme. „Gegen den VfL Sindelfingen II müssen wir ein anderes Gesicht zeigen“, sagt er. Der Kontrahent könne sei nämlich deutlich besser, als es das 0:7 gegen Aidlingen vermuten lässt. „Mit der Einstellung der vergangenen Spiele geht das nicht gut für uns aus.“
Für den SV Deckenpfronn II ist das Thema Klassenerhalt bei lediglich drei Pünktchen auf dem Konto schon lange durch. Man könnte meinen, dass die Stimmung dadurch ebenfalls in den Keller gerutscht ist, doch keineswegs: „Bei uns macht es einfach Spaß, sowohl auf als auch neben dem Platz“, meint Trainer Patrick Wolf. Auch zum GSV Maichingen II fahre das sieglose Schlusslicht optimistisch. „Wir sind einfach eine echt zusammengeschweißte Truppe, alles gute Freunde.“ Trotz der schlechten Saison sei auch die Trainingsbeteiligung immer hoch. „Da geht echt ein großes Lob von mir an jeden Einzelnen“, sagt Wolf. „Voriges Jahr sind wir gemeinsam aufgestiegen, jetzt steigen wir halt gemeinsam ab.“
In der Hinrunde hatte der TSV Kuppingen gegenüber dem TSV Schönaich klar die Nase vorn. Dass auswärts auch wieder ein 5:2-Erfolg herausspringt, ist deshalb allerdings nicht gesagt. Die Mannen von der Elsenhalde liefern nämlich eine deutlich bessere Rückrunde ab als ihre nächsten Gäste.
Die SV Böblingen II ist endlich in einer Situation, in der nichts mehr passieren kann. „Die Qualität unserer Einzelspieler ist höher“, erklärt Trainer Johnson Ariaratnam die deutliche Verbesserung seiner Mannschaft gegenüber der Hinrunde. „Das war auf jeden Fall ein Schlüssel, dass wir unsere eigenen Stärken jetzt viel besser nutzen können.“ In den letzten vier Begegnungen sollen jetzt noch zwölf Punkte her, die ersten drei davon beim FC Gärtringen. „Vielleicht schaffen wir es dann noch auf den vierten Platz“, spekuliert Ariaratnam. „Das wäre überragend.“
Bei der SpVgg Aidlingen geht es im Titelrennen um jeden Punkt. Abstiegskandidat SF Kayh mag zwar auf dem Papier schwächer sein, doch sicher ist auch hier nichts. „In der Hinrunde haben wir uns gegen die schwergetan“, erinnert sich Coach Tobias Lindner an einen Last-Minute-4:3-Erfolg. „Da brauchen wir einen klaren Kopf und die richtige Einstellung.“ Da dies zudem das letzte Heimspiel ist, liegt der Fokus klar auf Sieg.