Hält dem VfL Sindelfingen II die Treue: Antonios Anastasakis geht 26/27 bereits in seine neunte Saison auf der Kommandobrücke. Foto: Eibner/Carsten Schwering
Trainer Antonios Anastasakis befindet sich bereits in seiner achten Saison beim VfL Sindelfingen II aus der Fußball-Kreisliga A, Staffel III. Jetzt steht fest: Eine neunte wird folgen.
Jenny Schwartz
17.02.2026 - 09:31 Uhr
Antonios Anastasakis und Eduard Schnell haben ihre Zusammenarbeit mit dem VfL Sindelfingen II aus der Fußball-Kreisliga A, Staffel III, Stuttgart/Böblingen um ein weiteres Jahr verlängert. „Wir haben ehrgeizige Ziele und wollen perspektivisch auch ganz oben angreifen“, betonen die beiden Coaches.
Eigentlich war sich Antonios Anastasakis zu Beginn der Winterpause nicht so sicher, ob es für ihn bei der VfL-Zweiten weitergeht. Nach Gesprächen mit der sportlichen Leitung haben er und sein Co-Trainer Eduard Schnell nun aber doch entschieden zu bleiben.
Antonios Anastasakis hat herausfordernden Job beim VfL Sindelfingen II
Der Verein zeigt sich überzeugt von der Arbeit des Duos. „Toni hat über all die Jahre bewiesen, dass er auch unter den besonderen Bedingungen bei einer zweiten Mannschaft sehr erfolgreich arbeiten kann“, erklären die sportlichen Leiter Thomas Dietsche und Bastian Bothner.
„Dabei gilt es stets, zwei Faktoren in Einklang zu bringen: den sportlichen Erfolg der Mannschaft und gleichzeitig die individuelle Entwicklung der Spieler.“ Dieser Balanceakt gelinge dem Trainerteam in bemerkenswerter Weise, betonen die beiden.
Anastasakis schätzt Dietsche und Bothner ebenfalls. „Die haben sich sehr um uns bemüht“, erzählt er. Auch mit Schnell funktioniert die Zusammenarbeit bestens. „Edi ist ein überragender Torwart und hat eine gute Sicht auf den Fußball“, sagt sein Kollege. „Er kann sehr gute Entscheidungen treffen und sagt mir oft die Meinung, auch wenn ich sie nicht hören möchte.“ Das sei auch gut so, denn: „Ich brauche keinen Ja-Sager sondern jemanden, der den Fußball sieht.“
All diese Faktoren haben dazu geführt, dass Anastasakis dem VfL II weiterhin die Treue hält. Damit die Zusammenarbeit auch in Zukunft klappt, gibt es allerdings ein paar Punkte, die sich laut Anastasakis ändern sollen. „Die Kommunikation zwischen der Ersten, Zweiten und A-Jugend muss sich verbessern“, findet der Übungsleiter. „Vor allem die Jugendarbeit würde ich gern mehr fördern.“
Von der Zweiten rauf in die Erste gezogen: Arbes Bytyci (li.) hat den Sprung beim VfL Sindelfingen geschafft. Foto: Eibner/Carsten Schwering
Bisher sei es oft so gewesen, dass Junioren mit Potenzial zu anderen Vereinen wechseln. „Das ist schade, weil sie bei mir vielleicht bessere Chancen bekommen hätten.“ Viele Akteure, die unter Anastasakis‘ Leitung in Team zwei spielen, würden irgendwann in die erste Mannschaft aufrücken, sagt er. Jüngstes Beispiel dafür ist Arbes Bytyci. Dieser Punkt müsse in Zukunft besser kommuniziert werden. „Mir ist wichtig, dass wir da enger zusammenrücken.“
Was das Team angeht, so sei auf jeden Fall Potenzial da. „Spielerisch haben wir mit Leuten wie Dorlir Morina, Christian Fiscella, Alban Muji, Enzo Milazzo oder Hüseyin Kuyumcu eine extrem hohe Qualität“, findet Antonios Anastasakis. Doch obwohl er seine Mannschaft als die stärkste der Liga sieht, liegt sie aktuell nur auf Platz fünf. „Wir bestimmen meistens das Spiel, aber scheitern an der Chancenverwertung“, sagt der Trainer. „Das ist der einzige Grund, warum wir nicht ganz oben mithalten können.“