Die SpVgg Aidlingen ist noch nicht raus aus dem Rennen um den Aufstieg aus der Fußball-Kreisliga A, Staffel III, Stuttgart/Böblingen. „Beim VfL Sindelfingen II müssen wir dafür aber gewinnen. Das sind immer enge Dinger“, weiß Coach Tobias Lindner. Doch vom Kontrahenten kommt eine Kampfansage: „Wir haben bisher gegen die Big Four immer verloren“, erklärt Co-Trainer Eduard Schnell. „Und jetzt würden wir natürlich gern den ersten großen Sieg feiern.“ Mit einer Leistung wie in der vergangenen Woche beim 3:1-Erfolg Gültstein könnte das klappen, ist er überzeugt. „Ansonsten wird’s schwer, denn der nächste Gegner ist halt abgezockt.“
Der TSV Dagersheim ist nach einem 6:1-Erfolg Ende voriger Woche wieder an die Spitze geklettert, denn der bisherige Primus SV Nufringen war spielfrei. Schon am Freitagabend steht nun im Gäu der große Showdown der beiden Titelkonkurrenten bevor. „Den Sieg gegen Kayh haben wir genossen“, sagt TSV-Coach Tim Lehle. „Aber danach mussten wir uns gleich entsprechend auf den SVN vorbereiten.“ Denn die Truppe von Spielertrainer Dustin Kappus hat nicht weniger als achtmal in Folge gewonnen.
Der TSV Waldenbuch befindet sich zum ersten Mal seit langem in der Situation, dass der Abstieg kein Thema ist. Eigentlich eine prima Sache. „Nur, dass es jetzt schwierig wird, die Jungs zu motivieren“, meint Übungsleiter Alexander Ott. „Es geht ja um nichts mehr.“ Vor allem die Begegnung bei Schlusslicht SV Deckenpfronn II werde dahingehend eine Herausforderung. „Das ist der Kampf um die goldene Ananas.“ Wenn das Trainerteam die Mannschaft heiß gemacht kriegt, sei das Duell kein Problem. „Aber die Gefahr ist groß, dass man den Tabellenletzten als Selbstläufer ansieht.“
Beim FSV Deufringen läuft es derzeit nicht rund. Der Abstiegsrelegationsplatz ist nur einen Punkt entfernt und damit beängstigend nah. „Ärgerlich, aber wir machen weiter und geben nicht auf“, betont Coach Heiko Schmidt. „Wir geben Vollgas, damit wir die Klasse halten.“ Das ist auch dem nächsten Gastgeber TSV Kuppingen bewusst. „Bei denen geht es um alles“, weiß Trainer Besnik Gllogjani. „Die werden alles reinwerfen, um sich abzusetzen, und um jeden Meter fighten – darauf werden wir uns einstellen.“
Da die direkte Konkurrenz des TSV Schönaich vergangene Woche nicht gepunktet hat, sieht es tabellenmäßig ganz gut aus. Fünf Zähler beträgt der Vorsprung auf die gefährliche Zone. Ganz aus dem Schneider sind die Schönaicher damit noch nicht. „Bei der SV Böblingen II müssen wir nochmal eine starke Leistung zeigen, um das Ding ganz sicher zu machen“, nickt Coach Patrick Stierle.
Beim TV Nebringen ist die Lage deutlich brenzliger, denn der liegt momentan auf dem unteren Relegationsplatz, nur drei Punkte entfernt vom direkten Abstieg. Jedes Match ist jetzt entscheidend. Doch gegen den GSV Maichingen II, der jenseits von Gut und Böse Vierter ist, wird ein Sieg nicht leicht. Beim 4:0 im Hinspiel zeigte sich die Zweite aus dem Allmend gegenüber dem TVN klar überlegen.
Bei den SF Kayh läuft die Rückrunde zwar deutlich besser als die Hinserie, doch aus dem Keller haben sie es trotzdem bisher nicht heraus geschafft. Allmählich gehen ihnen nun die Partien aus. Gegen den TV Gültstein haben sie zumindest den Heimvorteil im Rücken.
Mit letztem Aufgebot verkauft sich TSV Dagersheim II in Staffel II trotz 0:7 teuer
Hoffnung gibt es beim TSV Dagersheim II in Staffel II schon lange nicht mehr. In dieser Hinsicht ist auch die 0:7-Pleite beim GFV Ermis Metanastis Stuttgart kein Beinbruch. „Ich war selten stolzer auf die Mannschaft“, klingt das Fazit von Trainer Florian Hatzl zunächst seltsam. Er spielt damit auf die Personalsituation an, denn er hatte gerade mal elf Mann zur Verfügung, einer davon Gesualdo Russo, der vor einer halben Ewigkeit sein letztes Pflichtspiel absolvierte. „Dennoch haben wir uns teuer verkauft und mit Wille und Kampf, aber auch spielerisch dagegengehalten“, gab es dafür ebenso Lob von Gegner und Schiri.