Fußball-Kreisliga A, Staffel III SV Böblingen II steigert sich defensiv, ist aber im Vorwärtsgang zu unpräzise

Der eine Punkt beim 1:1 gegen die SpVgg Aidlingen (in Schwarz) hat die SV Böblingen II (in Blau) nicht wirklich weitergebracht. Foto: Stefanie Schlecht

Die SV Böblingen II hat die Abstiegsränge der Fußball-Kreisliga A, Staffel III, Stuttgart/Böblingen wieder verlassen, ist aber noch nah dran an der gefährlichen Zone. Das hat Gründe.

Beim sieglosen TSV Kuppingen wird die Lage in der Fußball-Kreisliga A, Staffel III, Stuttgart/Böblingen langsam prekär. Bisher hat das Schlusslicht in acht Partien nur vier Punkte geholt. „Wir brauchen endlich ein Erfolgserlebnis, damit wir eine Serie starten können“, hofft Trainer Besnik Gllogjani. „Aber wir dürfen uns nicht mehr ewig Zeit lassen.“ Personalprobleme machen die Sache nicht leichter. „Eric Sic ist seit Wochen erkältet, Chris Brunner hat zuletzt in der Abwehr gefehlt, Sebastian Kramer ist auch verletzt“, zählt Gllogjani auf. „Das sind Säulen, die man nicht so leicht ersetzen kann.“ Diese fehlende Konstanz bei der Aufstellung macht sich in den Resultaten bemerkbar. „Wir kriegen nie die gleiche Elf auf den Platz.“ Doch Gllogjanis Zuversicht bleibt ungetrübt. „Wenn ich nicht an die Mannschaft glauben würde, würde ich nicht weitermachen“, sagt er deutlich. In den Einheiten würden seine Jungs Gas geben. „Wir müssen das Ganze nur mal ins Spiel transportieren.“ Gegen den TV Nebringen dürfe es auf jeden Fall keine weitere Niederlage geben. „Da muss ein Dreier her.“

 

Der TV Gültstein sieht nach der 1:3-Pleite in Schönaich den Tatsachen ins Auge. „Dadurch sind wir jetzt endgültig im Abstiegskampf angekommen“, weiß Abteilungsleiter Steffen Reutter. Teilweise sei spürbar gewesen, dass die Truppe durch ihren Negativlauf verunsichert ist. „Gegen den VfL Sindelfingen II wird es sicherlich schwer werden“, befürchtet Reutter. „Zumal die wahrscheinlich Verstärkung aus der Ersten kriegen, weil die schon am Freitag kickt.“ Der Kontrahent kann auch erst zehn Zähler aus acht Begegnungen vorweisen, möchte nicht in eine ähnliche Situation kommen und wird daher kein Gast sein, der die Zähler leichtfertig im Gäu lässt. „Aber vielleicht ist das Glück ja auch mal auf unserer Seite“, spekuliert Reutter.

SpVgg Holzgerlingen II fährt zum Kellerduell beim SV Magstadt

Auf die SpVgg Holzgerlingen II kommt das Kellerduell beim SV Magstadt zu. „Das wird nicht einfach“, befürchtet Coach Dennis Gallinat. „Auf so einem tiefen Rasenplatz tun wir uns immer schwer.“ Nichtsdestotrotz ist die Marschroute klar: Der erste Erfolg muss her, und nichts anderes. „So langsam müssen wir wirklich dringend in den Tritt kommen.“

Bei der SV Böblingen II geht es laut Übungsleiter Marc Stefani langsam wieder aufwärts. „Wir werden von Mal zu Mal besser“, findet er. „Die Jungs lernen sich kennen, harmonieren auf dem Platz, verstehen die Philosophie.“ Defensiv habe sich bereits einiges verbessert. Die größten Baustellen gibt es aktuell noch in der Offensive. „Da agieren wir im letzten Drittel noch zu ungenau.“ Beim FSV Deufringen wird sich zeigen, ob das harte Training weiter Früchte trägt.

Für den TSV Schönaich geht der Blick nach zwei Dreiern in Folge wieder nach oben. „Wir haben uns vom unteren Tabellenteil distanziert“, freut sich Trainer Andreas Quindt. „Jetzt wollen wir mit einem Sieg beim GSV Maichingen II dranbleiben und die nächsten Punkte einholen.“

Der starke Tabellendritte TSV Waldenbuch, der bislang erst einmal verloren hat, bekommt es beim Türk SV Herrenberg mit dem Spitzenreiter zu tun. „Wir sind gespannt, aus welchem Holz die geschnitzt sind“, erklärt Co-Trainer Filippo Berretta. Angst habe seine Elf vor dem Primus nicht. „Wir freuen uns vor allem drauf, das wird sicher ein Topspiel.“ Trotz Krankheitsfällen und Verletzten können die Schokostädter nach wie vor auf einen breiten, leistungsstarken Kader zurückgreifen. „Wir haben jede Woche die Qual der Wahl“, zeigt bei Berretta der Daumen nach oben. „Da entscheiden Nuancen darüber, wen wir auf den Platz stellen.“

Beim SV Oberjesingen ist nach wie vor der Wurm drin. Viermal infolge hat der ambitionierte Bezirksliga-Absteiger verloren. Gastgeber SpVgg Aidlingen wird ihn trotzdem nicht unterschätzen. Denn obwohl die Mannen vom Vogelherdle bisher eine solide Saison hinlegen, zeigt sich häufiger, dass Trainer Tobias Lindner mit seinen Schützlingen immer noch mitten im Umbruch steckt.

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