Getümmel vor dem Deufringer Tor: Am Ende hatte der FSV das Nachsehen. Foto: Eibner/Wasserbauer
Wer darf in die Aufstiegsrelegation in der Fußball-Kreisliga A, Staffel III? Während der FSV Deufringen einen Rückschlag erlitt, musste die SpVgg Aidlingen gar nicht antreten.
Harald Rommel
11.05.2026 - 14:32 Uhr
Spielt die SV Böblingen II womöglich das Zünglein an der Waage? Zum zweiten Mal in kürzester Zeit brachte der Tabellenzehnte keine Mannschaft zusammen, musste die Partie in Aidlingen kurzfristig absagen. Sollte die „kleine“ SVB im Saisonfinale noch einmal nicht antreten können, würden all ihre Spiele aus der Wertung genommen und sie wären dann der erste Absteiger. Der Tabellendritte SV Oberjesingen war diesmal spielfrei.
FSV Deufringen – VfL Sindelfingen II 2:3 (2:1): Der vor drei Jahren erst in die A-Liga zurückgekehrte FSV bleibt zwar Zweiter, muss aber einen herben Rückschlag im Kampf um den Relegationsplatz einstecken. Als „einen kleinen Nackenschlag“ bezeichnete FSV-Trainer Heiko Schmidt die erste Niederlage in diesem Jahr. Florentin Nagayawou (13.) brachte die Gäste in Front, ehe Timo Kschischek (15.) und Oliver Ries (42.) die Platzherren jubeln ließen. „Da hatten wir noch weitere gute Chancen“, ärgerte sich Schmidt, „zudem gingen allen Gegentoren individuelle Fehler voraus.“ Dorlir Morina (54.) und Ahmet Ünal (61.) nutzten diese zum 3:2-Auswärtssieg der Sindelfinger.
Rassiger Zweikampf in Deufringen Foto: Eibner-Pressefoto/Wasserbauer
SpVgg Aidlingen – SV Böblingen II abgesagt: Recht kurzfristig, zweieinhalb Stunden vor dem eigentlichen Spielbeginn, musste die Böblinger „Zweite“ die Partie auf dem Aidlinger Vogelherdle wegen Spielermangels absagen. Wie schon Ende April, als die Kreisstädter die Begegnung in Oberjesingen nicht bestreiten konnten, verlieren sie aller Voraussicht nach erneut mit 0:3 am grünen Tisch.
TV Altdorf ist aus dem Aufstiegsrennen raus
SV Magstadt – TV Altdorf 3:1 (1:1): Der SVM hat Boden gut gemacht, die Abstiegsränge aber nicht verlassen können, der TVA muss die Aufstiegsambitionen wohl endgültig abschreiben. „Dieser Sieg ist brutal wichtig für uns“, schnaufte SVM-Trainer Andy Damm tief durch, „das gibt uns Auftrieb für das Saisonfinale.“ Zunächst konnten die Gastgeber einen Rückstand durch Luca Zipperer (19.) postwendend durch David Juric (21.) egalisieren. „Sie wollten mehr“, war Damm begeistert, als Kaan Sahin (66.) und Stefen Flaig (74.) den sechsten Saisonsieg unter Dach und Fach brachten.
TSV Kuppingen – SpVgg Holzgerlingen II 3:0 (0:0): „Er weiß einfach, wo das Tor steht“ sagte Kuppingens Coach Besnik Gllogiani unmittelbar nach Spielende über Routinier Andy Poser. Der 39-Jährige traf nur 120 Sekunden nach seiner Einwechslung in der 63. Minute zum wichtigen 1:0. Gllogiani musste lange warten, ehe Jan-Henry Bartel (89.) den Deckel drauf machte und Poser in der Nachspielzeit zum 3:0-Endstand traf. „Wir mussten unbedingt gewinnen“, so der erleichterte Übungsleiter, „und haben alles weiter selbst in der Hand.“
TV Gültstein – TSV Schönaich 1:3 (1:0): Durch einen von Tobias Lutz (29.) verwandelten Foulelfmeter ging das Kellerkind zunächst in Führung. „Gleich nach der Halbzeit konnten wir das Ding drehen“, freute sich TSV-Coach Andreas Qunidt, als Thomas Quindt (49.) und Niklas Mayer (52.) nacheinander erfolgreich waren. Die Mannen von der Elsenhalde verwalteten das Ergebnis nicht nur, sondern sorgten durch Nico Klamerek (67.) auch für die Vorentscheidung. „Auch wenn es für uns um nichts mehr geht, wollen wir weiter erfolgreich sein“, freute sich Quindt über den Dreier.
Nullnummer in Waldenbuch
TSV Waldenbuch – GSV Maichingen II 0:0: Auch wenn das Pendel sowohl in die eine als auch in die andere Richtung hätte ausschlagen können, hatte diese Partie keinen Sieger verdient. „Wir hatten zwar deutlich mehr Spielanteile, fand TSV-Trainer Filippo Berretta, „aber hüben wie drüben war wenig Zwingendes dabei.“ Er ordnete die Begegnung letztendlich in die Kategorie „schnell abhaken“ ein.
Türk SV Herrenberg – TV Nebringen 3:0 (1:0): Auch im zwölften Spiel in Folge blieb der künftige Bezirksligist unbesiegt. Routinier Can Miftar (21./59.) brachte mit seinen Saisontoren 19 und 20 die Gäustädter gegen den Wackelkandidaten aus Nebringen auf die Siegerstraße. Ibrahim Bayrak (64.) sorgte für glasklare Verhältnisse. „Der Gegner hat viel investiert und gekämpft“, zollte Aufstiegstrainer Harun Güney den Gästen Respekt, doch letztlich habe sich die Qualität durchgesetzt.