Wie ein Hühnerhaufen: Defensiv bekleckerte sich der TV Altdorf (in Grün) zuletzt nicht gerade mit Ruhm – bei Samet Öztürk (in Blau) und dem FSV Deufringen setzte es eine 1:5-Schlappe. Foto: Michael Schwartz
Fängt sich der TV Altdorf? Bleibt der FSV Deufringen so stark? Setzt der SV Magstadt den Trend fort? Antworten könnte der nächste Spieltag der Fußball-Kreisliga A, Staffel III, geben.
Jenny Schwartz
05.03.2026 - 18:14 Uhr
Erst das 1:3 gegen Nebringen, dann das 1:5 in Deufringen – der TV Altdorf ist mit zwei Niederlage in Folge nicht gut aus der Winterpause der Fußball-Kreisliga A, Staffel III, Stuttgart/Böblingen gekommen. Nun hofft der Tabellendritte, dass gegen den TSV Waldenbuch der Knoten platzt.
„Die Niederlagen waren nicht das Problem“, sagt TVA-Trainer Timo Gmoser. „Eher die Art und Weise, wie wir gespielt haben.“ Nun arbeiten die Altdorfer daran, defensiv wieder sauber zu stehen. „An unserer Ausgangssituation hat sich zum Glück wenig geändert“, gibt Gmoser zu bedenken. „Wir sind immer noch auf dem dritten Platz.“ Jetzt müsse man punktetechnisch in die Spur kommen, um auf der sicheren Seite zu bleiben.
SV Magstadt möchte von Gegner SV Böblingen II ernst genommen werden
Der SV Magstadt kämpft darum, sich aus dem Tabellenkeller zu befreien. „Wir sind nur ein kleiner Ort und haben nicht die Mittel von anderen Vereinen“, betont Trainer Andy Damm immer wieder. Der 3:2-Sieg in Schönaich und das 2:2 bei Sindelfingen II sind aller Ehren wert.
Damm ist stolz auf den guten Rückrundenstart seiner Elf. „Wir wissen, dass wir eine junge Truppe haben und an manchen Punkten noch nicht so weit sind wie andere“, sagt er. „Wir kommen stark über Kampf und Willen, müssen aber viel an uns arbeiten, um spielerisch mitzuhalten.“ Das gilt auch für die nächste Partie gegen die SV Böblingen II. „Ganz ehrlich: Wir wissen, dass uns der Landkreis nicht ernst nimmt“, sagt Damm. „Aber vielleicht tun es die Gegner so langsam, wenn wir weiter punkten.“
Im Hinspiel gingen Bilal Mehida (re.) und der SV Magstadt mit 0:7 bei der SV Böblingen II unter. Foto: Stefanie Schlecht
SpVgg Aidlingen will auch gegen GSV Maichingen II geschlossen auftreten
Bei der SpVgg Aidlingen ist das Mittel zum Erfolg laut Trainer Tobias Lindner die mannschaftliche Geschlossenheit. „Spielerisch haben wir noch Luft nach oben, aber der Einsatz stimmt“, erklärt er. „Die Jungs strahlen einem in der Kabine entgegen und haben Spaß, das ist das Wichtigste.“ Den 3:0-Sieg in Gültstein habe man gern mitgenommen, beim GSV Maichingen II steht nun aber keine leichte Aufgabe hervor.
Dass der FSV Deufringen erfolgreich in die Rückrunde starten würde, zeichnete sich laut Coach Heiko Schmidt schon in der Vorbereitung ab. „Da waren immer über 20 Spieler da, die richtig gut durchgezogen haben“, lobt er. „Harte Arbeit wird halt irgendwann belohnt.“ Auf das 5:1 gegen Altdorf ist er stolz. Doch eine Schützlinge haben sich noch mehr vorgenommen. „Wir sind mit der Hinrunde zwar zufrieden, aber noch nicht satt“, nickt Schmidt. „Wir wollen mehr.“ Gastgeber TV Gültstein darf sich also auf einiges gefasst machen, denn schon in der Hinrunde gab es eine 1:7-Packung.
TSV Kuppingen wird gegen SV Oberjesingen viel laufen müssen
Der TSV Kuppingen hatte eigentlich das Ziel, drei Punkte von Böblingen II mitzunehmen, letztendlich wurde es beim 2:2 nur einer. „Aber wir haben nicht verloren“, bleibt Trainer Besnik Gllogjani optimistisch. „Und die Geschlossenheit und läuferische Leistung zeigen, dass wir in der Vorbereitung vieles richtig gemacht haben.“ Darauf lasse sich für die Begegnung mit dem SV Oberjesingen aufbauen.
Der TSV Schönaich hatte es mit Magstadt (2:3) und Holzgerlingen II (3:0) zuletzt immer mit Kellerkindern zu tun. Beim TV Nebringen erwartet ihn nun wieder ein Gegner, der recht weit unten steht. „Wir werden den Abstiegskampf auch hier wieder annehmen und dagegenhalten“, sagt Übungsleiter Andreas Quindt. „Wir möchten durch unsere kämpferische Einstellung den Abstand nach unten immer weiter vergrößern.“
VfL Sindelfingen II will gegen SpVgg Holzgerlingen II effizienter auftreten
Trainer Antonios Anastasakis vom VfL Sindelfingen II ärgerte sich vergangene Woche über das 2:2 gegen Magstadt. Der Ausgleich des Gegners fiel nämlich erst in letzter Minute. Die Punkteteilung wäre vermeidbar gewesen, wenn seine Schützlinge ihre Kisten gemacht hätte. „Es ist ja nicht so, dass wir keine Chancen hätten“, winkt er ab. „Aber so ist irgendein Traumtor gegen uns am Ende immer drin.“ Ob es gelingt, bei der SpVgg Holzgerlingen II den Sack endlich mal frühzeitig zuzumachen?