Erstmals hat es die zweite Mannschaft des TV 89 Zuffenhausen in die Kreisliga A geschafft. Nun stehen die ersten drei Punkte auf dem Konto – eingefahren bei einem hochgehandelten Team. Kurios: Nur zwei Partien des aktuellen Spieltags wurden mit 22 Spielern auf dem Feld beendet. Der Blick auf die Begegnungen in der Staffel 2.
Spvgg Möhringen – Spvgg Stetten 3:4
Drei Tore, darunter ein selbst herausgeholter Elfmeter, dazu eine Vorlage – ohne Frage, Robin Hock war der Spieler des Spiels. Doch ein kleiner Makel bleibt: Es hätten weitaus mehr Tore sein können für den nun mit acht Saisontreffern drittbesten Angreifer der Liga. Zweimal traf der Stettener das Aluminium, ein weiteres Tor wurde ihm wegen einer vermeintlichen Abseitsposition schon früh in der Partie aberkannt. „Bei zwei Schüssen direkt vor dem Torhüter hatte er Pech. An einem Sahnetag hätten es auch fünf bis sechs Treffer sein können“, sagt Hocks Trainer Erdinc Cakir, der ansonsten hochzufrieden mit dem Auftreten seines Spielers und der gesamten Mannschaft war. „Es war ein wichtiger und hochverdienter Sieg für uns“, sagt er.
Nicht nur rund um die Person Robin Hock bot die Partie so gut wie alles, was ein Fußballspiel bieten kann: nicht gegebene Elfmeter, eine rote Karte wegen groben Foulspiels für Möhringens Abwehrchef Edi Mrzljak und einen verschossenen Handelfmeter in der Schlussphase. Der, das gibt auch Möhringens Trainer Tobias Fuchs zu, war unberechtigt. Ausgleichende Gerechtigkeit: Etienne Freidrich drosch den Strafstoß weit über das Tor. „Hätten sie den Elfmeter zum Stand von 3:3 verwandelt, wäre es sehr schwierig für uns geworden, drei Punkte zu holen“, sagt der Stettener Trainer Cakir. So aber vollendete Robin Hock mit seinem dritten Treffer seinen nicht ganz perfekten Tag und bescherte Möhringen nach drei Siegen in Serie mal wieder eine Niederlage.
Tore: 0:1 Robin Hock (21.), 0:2 Schlegel (32.), 1:2 Ottilie (34.), 2:2 Munz (47.), 2:3 Robin Hock (67.), 2:4 Robin Hock (90. +1, Foulelfmeter), 3:4 Braun (90. +3).
Besonderes: rote Karte für Mrzljak (Möhringen, 40./grobes Foulspiel); Friedrich (Möhringen) schießt Foulelfmeter über das Tor (78.).
FV Germania Degerloch – SV Sillenbuch 0:0
Die beste Offensive der Liga hatte am Sonntag auf dem Ausweichplatz des FV Germania Degerloch Ladehemmung. 23 Treffer hatten Julien Boll und Co. in den ersten sechs Spielen erzielt. Auf dem Kunstrasenplatz der Bezirkssportanlage gelang den Sillenbuchern diesmal nichts. „Hinten war es gut, vorne war es aber einfach zu wenig“, sagt der Co-Trainer Nico Hering. Trotz nun sechs ungeschlagenen Spielen in Folge musste der Bezirksliga-Absteiger seinen zweiten Tabellenplatz an den KV Plieningen (siehe unten) abgeben.
In Degerloch hält der spielerische Aufwärtstrend weiter an. „Wir waren phasenweise auf Augenhöhe mit dem Tabellenzweiten. Dann ist man unterm Strich zufrieden mit dem Unentschieden“, sagt der Co-Trainer Claudio Marques. Erkennbar ist die Entwicklung auch in den Ergebnissen. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt erspielte sich das Germania-Team neben einem Sieg zuletzt drei Unentschieden in Serie. „Wir hoffen, dass wir den jetzt fälligen Sieg am kommenden Wochenende holen“, sagt Marques. Dann sind er und die Seinen beim Aufsteiger SV Hoffeld zu Gast.
Tore: –
Besonderes: –
MK Makedonija Stuttgart – SV Hoffeld 3:4
Die Nerven von Makedonija-Abteilungsleiter Jan Dimitrovski müssen weiter einiges aushalten: „Wer Makedonija anschaut, der bekommt viele Tore zu sehen.“ Im Gegensatz zu den vergangenen zwei Spielen diesmal nicht zugunsten der Gastgeber. Das in Vaihingen beheimatete Team gab nämlich eine 2:0-Halbzeitführung noch aus der Hand. „Ich habe gedacht, ich bin im falschen Film“, sagt Dimitrovski. Direkt nach der Pause kombinierten sich die Hoffelder bis in den gegnerischen Strafraum und verkürzten auf 1:2. Mehr noch: Mit einem Doppelschlag innerhalb von nur vier Minuten durch Daniel Ade und Tobias Spahr drehten die Gäste dann das Spiel. „Das Momentum war auf unserer Seite. Jeder Schuss war brandgefährlich“, berichtet der Hoffelder Trainer Grigorios Dimoulatos. Entsprechend die Seinen durch Tim Kanzler auf 2:4.
Entschieden war dadurch jedoch noch nichts. Nach zwei Platzverweisen für Hoffeld keimte im Makedonija-Lager noch einmal Hoffnung auf. „Wir sind mit zwei Mann mehr angerannt, aber der Ball wollte nicht rein“, sagt Dimitrovski. Erst in der achten Minute der Nachspielzeit erzwang Danilo Mihajlovic das Anschlusstor. Ein darauffolgender Freistoß für Makedonija in den letzten Sekunden ließ bei allen Beteiligten den Atem stocken. „Wir waren froh, als der Schiedsrichter endlich abgepfiffen hat“, sagt Hoffelds Trainer Dimoulatos.
Tore: 1:0 Mihajlovic (6., Foulelfmeter), 2:0 Jeremic (47.), 2:1 Güth (48.), 2:2 Ade (60.), 2:3 Spahr (63.), 2:4 Kanzler (75.), 3:4 Mihajlovic (90. +8)
Besonderes: Gelb-Rot für Useini (Hoffeld, 83.) und Ibrocy (Hoffeld, 86.)
FSV Waldebene Stuttgart-Ost – TV 89 Zuffenhausen II 2:3
Historischer Sieg für den TV 89 Zuffenhausen II, nämlich der erste in der Kreisliga A. „Es fühlt sich sehr gut an“, sagt der Trainer Marc Bäuerle. „Es ist ein besonderer Moment für den Verein und für die Mannschaft, die sich den Sieg über ihre Auftritte in den vergangenen Spielen verdient hat.“ Trotz guter spielerischer Leistungen war in den bisherigen Spielen nach mehreren individuellen Fehlern immer die Null in der Punkteliste gestanden. „Wir haben wie immer unser eigenes Spiel durchgezogen. Die Mannschaft hat alles reingelegt und die eigenen Fehler minimiert“, sagt Bäuerle.
Vor allem ein Mann konnte sich am Ende feiern lassen: Alessandro Fortuna. Erst köpfte der Verteidiger den 2:2-Ausgleich, dann rettete er kurz vor Abpfiff mit einer Grätsche auf der Linie für den bereits geschlagenen Keeper Angelo Ngrantsanlis den Auswärtserfolg.
Auf der anderen Seite herrscht beim als Titelkandidat gehandelten Waldebene-Team nach der zweiten 2:3-Niederlage in Folge Ernüchterung. „Es hat an der Bereitschaft, an der Lust und an der Spielfreude gefehlt“, sagt der enttäuschte Trainer Christopher Eisenhardt. „Ich kann mich nur im Namen der Mannschaft bei den Zuschauern für das Auftreten entschuldigen.“ Am Toreschießen liegt es nicht. Zweimal gingen die Gastgeber in Führung. Defensiv würden die Spieler jedoch im Kollektiv zu wenig dagegen halten. „Wir müssen in den kommenden Spielen mehr Dreck fressen“, fordert Eisenhardt. Auf den diesmal spielfreien Spitzenreiter Büsnau hat seine Mannschaft bereits neun Punkte Rückstand.
Tore: 1:0 Barbato (20.), 1:1 Iatan (26.), 2:1 Gagstätter (45.), 2:2 Fortuna (61.), 2:3 Manta (85.)
Besonderes: –
SV HNK Slaven Stuttgart – GFV Ermis Metanastis Stuttgart 5:3
Eine Ansage an die Liga sei der Sieg gegen den GFV Ermis Metanastis Stutttgart, meint Igor Kantar. „Jetzt ist die Mannschaft in der Saison angekommen. Ab sofort ärgern wir die Teams über uns“, sagt der Trainer des SV HNK Slaven Stuttgart.
Ein verdienter Sieg für den in Möhringen beheimateten Club. Doch kurzzeitig sah es erneut so aus, dass die überlegene Mannschaft das Spiel aus der Hand gibt. Kurz vor dem Pausenpfiff drehte Panagiotis Karastergios die Partie zugunsten der Gäste. „Dann denkst du dir: Nicht schon wieder“, sagt Kantar. Seine Spieler seien dennoch hoch motiviert aus der Kabine gekommen. Angeführt von den laut Kantar auf „Champions-League-Niveau“ agierenden Brüdern Zakaria und Moussa Hussein sowie deren Neffe Sami und Nikola Perikic drehte Slaven auf. Die Folge: drei Tore in Hälfte zwei und ein achtbarer Sieg. „Ich bin der Meinung, dass der Knoten geplatzt ist. Es ging ein Ruck durch die Mannschaft“, sagt Kantar, der zuletzt mit der Chancenverwertung seines Teams gehadert hatte.
Ärgern möchte man sich beim GFV Ermis Metansastis Stuttgart über die erste Niederlage in dieser Saison nicht allzu sehr. „Ich versuche es positiv zu sehen. Die Niederlage wird die Spieler alarmieren, dass es nicht von alleine funktioniert. Es wird uns gut tun, auch mal zu verlieren“, sagt der Vorstandsvorsitzende Panagiotis Moutas. In der vergangenen Saison spielte die Mannschaft noch gegen den Abstieg, aktuell ist sie oben dabei. „So gesehen ist alles gut. Es ist zwar schade, dass wir nicht mehr ungeschlagen sind, aber es sieht in der Tabelle weiter gut aus“, sagt Moutas. Dort ist sein Team nun Vierter, drei Punkte hinter dem Ersten Büsnau.
Tore: 1:0 Moussa Hussein (13.), 1:1 Kakoulidis (25.), 2:1 Mujkanovic (36., Handelfmeter), 2:2 Patitsis (41.), 2:3 Karastergios (45.), 3:3 Juric (66.), 4:3 Zakaria Hussein (76.), 5:3 Sami Hussein (89.)
Besonderes: Gelb-Rot für Ibrahimbegovic (Slaven, 90. +6)
KV Plieningen – TSV Dagersheim II 4:1
Der KV Plieningen kann glücklich und entspannt in seine spielfreie Woche gehen. Die Pflichtaufgabe gegen den Tabellenletzten Dagersheim hat das Team von Trainer David Gzim souverän gelöst. „Die Mannschaft ist ruhig geblieben und hat das 4:1 souverän nach Hause gebracht“, sagt Gzim. Dabei seien der Druck und die Sorge, ausgerechnet gegen das Schlusslicht zu stolpern, groß gewesen. Tief saß die bittere 2:4-Niederlage in Überzahl gegen Möhringen vom vergangenen Donnerstag. „Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen, um mit einem positiven Gefühl in die Pause zu gehen“, sagt Gzim.
Geschafft! Unter anderem weil sich der Routinier Ioannis Karas in den Dienst der Mannschaft stellte und trotz einer Wadenverletzung auflief. Der 32-Jährige biss auf die Zähne und trug mit drei Treffern maßgeblich zum Sieg dabei. Nun kann der Angreifer wie alle anderen angeschlagenen Spieler seine Verletzung zwei Wochen lang auskurieren. Erst am 20. Oktober spielt der nun Tabellenzweite wieder, dann gegen Stetten.
Tore: 1:0 Karas (53.), 1:1 Karayel (60.), 2:1 Karas (67.), 3:1 Karas (71.), 4:1 Gawecki (82.)
Besonderes: Dagersheim schießt Foulelfmeter an den Pfosten (84.); Gelb-Rot für Wald (Plieningen, 84.)
TSV Heumaden – Sportfreunde Stuttgart
Verlegt auf Dienstag, 26. November, 20 Uhr.