Die Comeback-Geschichte von Ermis startete vor knapp einem Jahr im Tabellenkeller der vergangenen Spielzeit. Nach einer regelrecht furiosen zweiten Saisonhälfte (3. Platz in der Rückrundentabelle) wurde der vorläufige Höhepunkt am Mittwoch erreicht. Mit einem souveränen 3:1-Erfolg im Nachholspiel gegen den TSV Heumaden zog man am SV Sillenbuch und TSV Jahn Büsnau vorbei und sicherte sich den langersehnten Platz an der Sonne.
Von Euphorie ist beim Club aber nichts zu spüren: „Der erste Platz ist gut für die Moral, das kann sich aber sehr schnell wieder ändern“, so Panagiotis Moutas, Vorstandsvorsitzender bei Ermis. Ob da noch Erinnerungen an die Zeit am anderen Ende der Tabelle mitschwingen? Jedenfalls blieb Moutas auch in Bezug auf die Partie gegen Heumaden nüchtern: „Es war ein ordentliches Spiel und ein verdienter Sieg, ich persönlich hätte aber gerne noch mehr Tore gesehen.“ Das 3:1 (60.) durch Panagiotis Karastergios sei früh gefallen, danach habe man eher den Ball gehalten und das Spiel kontrolliert – ganz im Stile eines (frischgebackenen) Spitzenreiters.
Auch der gestrige Gegner zollte Respekt, sprach von einem verdienten, ersten Tabellenplatz. „Für mich ist das die beste Mannschaft der Liga“, sagte Heumaden-Coach Akim Linke, „es ist Wahnsinn, was die für einen Fußball spielen“. Wohl auch deswegen zeigte er sich mit seiner Mannschaft zufrieden, trotz neun fehlender Spieler habe die Leistung und die Einstellung gestimmt: „Wir haben kämpferisch und leidenschaftlich gespielt, hatten auch Torchancen.“ Hätte man diese besser genutzt, wäre vielleicht ein Unentschieden drin gewesen, am Ende „war der Sieg (von Ermis) aber natürlich verdient.“
Tore: 1:0 Koutsiofytis (35.), 2:0 Söylemezgiller (43.), 2:1 Kryezin (50.), 3:1 Karastergios (60.)
Besonderes : –