Turbulenzen in Warmbronn Schiri greift durch: Platzverweise für Zuschauer, Co-Trainer und Spieler
Bei der Spvgg Warmbronn verliert der SV Gebersheim mit 2:3. Dabei scheint auch der Schiedsrichter eine Rolle gespielt zu haben.
Bei der Spvgg Warmbronn verliert der SV Gebersheim mit 2:3. Dabei scheint auch der Schiedsrichter eine Rolle gespielt zu haben.
Zuletzt hatte der SV Gebersheim fünf Spiele in Serie nicht verloren und sich nach dem Relegationsplatz am vierten Spieltag kontinuierlich auf den sechsten Tabellenplatz vorgearbeitet.
Auch die Spvgg Warmbronn hat die zwischenzeitliche Talfahrt überwunden und sich im Mittelfeld stabilisiert. Im Duell der beiden Mannschaften gab es einen eindeutigen Sieger.
Nach fünf Minuten gaben die Gäste den ersten Warnschuss an die Latte ab, das erste Tor gehört jedoch dem Heimteam. Einen Eckball von der linken Seite spielte Christian Ahlborn flach ins Zentrum, wo der einlaufende Philipp Kindler per Direktabnahme ins linke untere Eck traf (11.).
In der 24. Minute legten die Warmbronner nach einem Gebersheimer Freistoß nach, fuhren einen schnellen Konter mit drei Stationen über die linke Seite, im Zentrum verpasste Petrus Glöditzsch die Flanke, aber Ahlborn kam frei auf der Gegenseite an den Ball und konnte in Ruhe zum 2:0 abschließen. So gingen die Kontrahenten auch in die Kabinen.
Sieben Minuten nach Wiederanpfiff setzte der Gastgeber den Schlusspunkt auf die Partie. Die hoch aufgerückten, auf den Anschlusstreffer spielen den Gebersheimer verloren auf der rechten Angriffsseite den Ball, der mit mehreren schnellen, direkt gespielten Steil-Klatsch-Kombinationen bei Mauritz Röckle im Mittelfeld landete. Dieser steckte schließlich auf Torjäger Glöditzsch durch, der sich entgegen den Reklamationen von SV-Keeper Felix Pohle nicht in der verbotenen Zone befand und im Stile eines Knipsers flach einnetzte. Im späteren Spielverlauf trat dann aber ein anderer Akteur auf den Plan.
„Die Gebersheimer haben sich ziemlich viel mit dem Schiri beschäfigt“, fand Warmbronns Spielertrainer Felix Raith. Schiedsrichter Berat Seremi verwies nicht nur einen Zuschauer des Geländes, sondern zeigte in der 63. Minute sowohl SV-Spieler Niklas Stapf als auch Co-Trainer Meron David Tsehaye die gelb-rote Karte. Die harte Linie des Schiedsrichters habe den Gegner nervös gemacht, meinte Raith.
„Wir wussten von Beginn an, was seine Linie ist und dass er es nicht gern hat, wenn man sich beschwert oder überhaupt mit ihm redet. Er hat vor dem Spiel klar gemacht, dass er die Kapitänsregel eindeutig auslegt. Dementsprechend habe ich dann die Mannschaft eingestimmt, dass auf dem Platz Ruhe ist und wenn etwas ist, redet der Kapitän. Das haben die Geberstein nicht gemacht und dementsprechend hat er dann die Karten verteilt,“ erklärte der Spvgg-Coach.
Doch nicht nur mental sah Raith sein Team besser aufgestellt, auch spielerisch sei man dem Gast überlegen gewesen, befand er. Die Chancenverwertung und das gute Umschaltspiel, aus dem zwei der drei Tore entstanden, hätten gut funktioniert. Aus dem Spiel heraus habe sein Team den Gegner nicht zu nennenswerten Möglichkeiten kommen lassen. Nachdem der SV Gebersheim seiner Spvgg in den vergangenen Wochen tabellarisch immer nähergekommen war, ordnete Raith den Erfolg als sehr wichtig ein.
„Nach dem Spiel gegen Drita sind wir auf einem guten Kurs“, meint Raith nach dem dritten ungeschlagenen Spiel in Folge. Seine Mannschaft werde aktuell von Ausfällen durch Krankheiten weitestgehend verschont, das Team kann sich einspielen, was guttut, wie Raith betont. „Jetzt hoffen wir, dass wir die letzten zwei Spiele vor der Pause noch positiv gestalten, und dann stehen wir, glaube ich, ganz gut da“, sagte er im Hinblick auf die kommenden Aufgaben für die Spvgg Warmbronn.