Fußball Kreisliga B Das Aufstiegs-Rezept des TSV Malmsheim: Positiv denken

Zurück in der Kreisliga A: Jubel bei den Fußballern des TSV Malmsheim nacht der Wimpelübergabe. Foto: TSV Malmsheim

Der TSV Malmsheim schafft nach dem Abstieg aus der Kreisliga A als souveräner Meister eine Klasse tiefer die sofortige Rückkehr. Trainer Tobias Böhnisch verrät seine Erfolgsformel.

Am dritten Spieltag übernahm der TSV Malmsheim in der Staffel 4 der Kreisliga B die Tabellenführung und gab sie mehr her. „Der Wiederaufstieg war das Ziel, das haben wir mit einer souveränen Saisonleistung von 17 Siegen in 20 Spielen erreicht“, sagt Trainer Tobias Böhnisch zufrieden. Dem Coach, der den TSV vor der Saison übernommen hatte, schaffte es, der Mannschaft auch bei kleinen Rückschlägen immer wieder einen positiven Aspekt aufzuzeigen.

 

Als das Team beim Start gegen die Spvgg Weil der Stadt II kurz vor Ende das 2:2 kassierte, zog das Team eine Lehre. „Wir haben gemerkt, dass es nicht reicht, wenn man ein Spiel nicht bis zum Ende durchzieht“, erklärt Böhnisch. In den restlichen neun Vorrundenspielen folgten neun Siege, dabei ein 4:2 über den härtesten Konkurrenten SV Friolzheim. Die Partie stand auf Messers Schneide, in den letzten sieben Minute fielen drei Tore.

Der Start in die Rückrunde war holprig: Im Derby bei der SpVgg Renningen II verlor der TSV nach einem 3:1 durch zwei Gegentore in den letzten Minuten einen Zähler. Auch diesem Nackenschlag konnte Tobias Böhnisch etwas Positives abgewinnen: „Ich habe gesagt, wir sollen es als gutes Omen sehen , dass die Rückrunde so erfolgreich läuft wie die Hinrunde“, erinnert er sich. Nach drei Siegen gab es mit 1:2 beim TSV Merklingen II die erste Niederlage – auf einmal hatte der SV Friolzheim nur einen Zähler Rückstand.

Und Böhnisch? Sein Erfolgsrezept: Positiv bleiben! „Ich habe gesagt, dass es besser ist, in Merklingen zu verlieren als in Friolzheim“, sagt der Trainer. Prompt gelang eine Woche später im Spitzenspiel beim Verfolger ein 2:1-Erfolg. Das Siegtor durch Robin Kapp acht Minuten vor Schluss fiel nach einem Freistoß. „Standards waren eine Stärke von uns“, freute sich Böhnisch. Im Team gibt es fünf groß gewachsene Spieler, die bei Standards in der Box stets für Gefahr sorgten.

Goalgetter ist schon 41 Jahre alt

Der zweite Sieg im direkten Duell war die Fahrkarte zum Aufstieg: An Pfingsten gab Friolzheim einen Zähler gegen den TSV Merklingen II ab, der TSV Malmsheim bekam nach einem 4:1 bei der Spvgg Warmbronn II drei Spieltage vor Schluss den Meisterwimpel überreicht. Und das verdientermaßen: Die 70 erzielten Treffer sind ebenso Bestwert in der Liga wie die 22 Gegentore.

Verlassen konnten sich die Malmsheimer in der Offensive auf Evangelos Kachrimanidis, der vor der Saison von Enosis Leonberg gekommen war, nachdem die Mannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet worden war. Der Stürmer erzielte 15 Treffer und ist die Nummer drei in der Torjägerliste. „Trotz seiner 41 Jahre hat er immer noch einen guten Torriecher und ist unglaublich ehrgeizig“, lobt Coach Böhnisch seinen Goalgetter.

Tomas Kamenca reist aus Prag an

Keeper Emre Fidan schreibt der Trainer einen großen Anteil am Aufstieg zu: „Er ist kein gelernter Torhüter, er stellte sich in den Dienst der Mannschaft und hat sich stetig verbessert.“ Besonderes Engagement zeigte auch Tomas Kamenca: Der Tscheche musste zuletzt berufsbedingt nach Prag, ließ es sich jedoch nicht nehmen, bei den entscheidenden Spielen da zu sein. Böhnisch hofft, dass in der neuen Saison der Klassenverbleib klappt. Zu diesem Zweck wird der 16er-Kader, der im Wesentlichen zusammenbleibt, mit fünf bis sieben Neuzugänge verstärkt.

Weitere Themen

Weitere Artikel zu Kreisliga Aufstieg Malmsheim Leonberg