Lenny Medic (in Blau) und die SG Gäufelden haben die Meisterschaft noch nicht aufgegeben: Der Verfolger will den Hinspielerfolg gegen den TSV Dagersheim II (in Weiß) wiederholen. Foto: Eibner/Andreas Ulmer
Weder in Staffel VI, noch in Staffel VII der Fußball-Kreisliga B kann man eine klare Prognose über den Meister abgeben. An der Spitze geht es jeweils sehr eng zu, die Spannung ist groß.
Jenny Schwartz
18.04.2026 - 09:13 Uhr
In der Fußball-Kreisliga B, Staffel VI, Stuttgart/Böblingen haben die SF Kayh der SG Gäufelden seit fünf Spieltagen den Rang als Tabellenführer abgelaufen. Doch der Verfolger gibt sich angesichts von nur drei Punkten Rückstand nicht auf und will gegen den TSV Dagersheim II ein neues Zeichen setzen.
Staffel VI: Der SG Gäufelden liegt die 2:4-Niederlage gegen Affstätt im März noch immer im Magen. Zwar konnte sie in Bondorf und in Steinenbronn wieder klare Siege einfahren. Doch den Platz an der Sonne hat in der Zwischenzeit Kayh erobert. „Gegen den TSV Dagersheim II müssen wir mit derselben Energie auftreten wie zuletzt“, fordert Trainer Pascal Buyer. Personell ist die Spielgemeinschaft aktuell gut besetzt. „Selbst wenn jemand noch kurzfristig ausfällt, haben wir die Breite im Kader, um das zu kompensieren“, erklärt Buyer. „Wir wissen, dass wir jeden Gegner vor eine schwere Aufgabe stellen können.“
TSV Grafenau kann mit voller Kapelle gegen den TSV Steinenbronn antreten
Der TSV Grafenau genießt das Privileg, momentan komplett verletzungsbefreit zu sein. „Wir haben keine Engpässe wie andere Vereine“, freut sich Coach Denis Buntic. Gegen den TSV Steinenbronn könnte daher wieder ein klarer Sieg drin sein. „Das ist kein Team, gegen das man kein Land sieht“, weiß Buntic. „Und wir sind aktuell gut drauf.“
Staffel VII: Der SV Rohrau II hat in dieser Saison durch Verletzungen immer wieder Probleme, eine schlagkräftige Mannschaft zu stellen. „Vor jedem Spiel gibt es irgendwelche Wechsel“, klagt Trainer Andreas Hess. „So bekommen wir kein Team hin, das eingespielt und gut trainiert ist.“ Trotzdem seien die Niederlagen gegen Spitzenteams wie KSC Sindelfingen oder SpVgg Weil im Schönbuch nie so eindeutig gewesen, wie man es angesichts des Tabellenunterschieds vermuten könnte. „Beim SV Mötzingen sollten aber wirklich mal wieder Punkte her“, meint Hess. „Allein, um die Moral zu stärken.“
Der TSV Ehningen II (in Neonblau) befindet sich derzeit in Topform: Zuletzt gab es vier Siege in Serie. Foto: Michael Schwartz
Kann der TSV Ehningen II auch den KSC Sindelfingen ärgern?
Der TSV Ehningen II, der vier Siege in Folge eingefahren hat, freut sich auf die Begegnung mit dem KSC Sindelfingen. „Wenn wir gegen die gewinnen, können wir vielleicht noch ein bisschen klettern“, hofft Spielertrainer Ishak Bayrak. „Das wird ein Geduldsspiel“, prophezeit er. „Der Gegner muss gewinnen, um vorne dranzubleiben – wir müssen nicht.“ Dementsprechend könne seine Elf deutlich befreiter aufspielen.
Allerdings muss die Zweite von der Schalkwiese auf Alessio Weber und Amer Suleiman verzichten, die beide angeschlagen sind. „Amer wird uns fehlen, der hat in den vergangenen Wochen hinten alles abgeräumt“, bedauert Bayrak. Auch hinter dem kickenden Coach selbst steht noch ein Fragezeichen. „Ich habe mich im Training am Knie verletzt und muss abwarten, ob ich spielen kann.“