Fußball-Kreisliga Stuttgart/Böblingen, Staffel 1 Kellerkind stürzt den Spitzenreiter – Botnang kampflos Erster
Der TV Zazenhausen macht gegen Türkspor das Unmöglich möglich, während der „ewige Zweite“ auf dem Sofa zum Tabellenführer wird.
Der TV Zazenhausen macht gegen Türkspor das Unmöglich möglich, während der „ewige Zweite“ auf dem Sofa zum Tabellenführer wird.
Der jetzt Tabellen-13. der Fußball-Kreisliga A Stuttgart/Böblingen, Staffel 1, besiegt das zuvor ungeschlagene Türkspor – und die ganze Liga reibt sich die Augen. Im Fernduell muss der ASV Botnang wegen der Spielabsage des SV Sillenbuch II nicht antreten. Der Blick auf die Begegnungen des 23. Spieltages.
Dem TV Zazenhausen gelingt die Sensation! Ausgerechnet das Kellerkind bricht den Nimbus der Unbesiegbaren, verpasst Türkspor die erste Liga-Pleite. Dabei waren die Vorzeichen denkbar schlecht. Als „letztes Aufgebot“ bezeichnet Coach Andreas Kulow den angetretenen Kader, obendrein fehlte er selbst aufgrund des 60. Geburtstags seines Bruders. Die Nachricht der faustdicken Überraschung hat den Trainer, der erst seit wenigen Wochen im Amt ist, aber freilich erreicht: „Kaum bin ich mal nicht da und schon läuft es“, scherzt er. Mit den eigenen Augen Zeuge dieses Spektakels wurde indes Zazenhausens Abteilungsleiter Markus Wältl. „Die Jungs hatten Bock, aber wir haben vorher mit dem Schlimmsten gerechnet“, erzählt er. Statt eines Schützenfestes in Türkspor-Manier jetzt also der unverhoffte Punktgewinn. Völlig aus dem Nichts kam dieser für Wältl aber nicht: „Wir wussten, dass wir eine Chance haben, wenn wir nah am Mann sind und ihnen keinen Platz lassen“, erläutert er, „dadurch konnten sie ihr Kurzpassspiel nicht so aufziehen wie sonst.“
Nico Friedlein brachte die Zazenhausener auf die Siegerstraße, ehe Sören Frank per Elferdoppelpack die Türkspor-Pleite besiegelte. Zuvor hatte bei den Gästen Abdullah Coskun die Rote Karte wegen einer Notbremse gesehen. Zudem flog Onur Colaklar mit der Ampelkarte vom Platz. Wältl stellt aber klar: „Es wurde nicht hitzig, es war alles im Rahmen.“ Und die Roten aus Bad Cannstatt? Müssen erstmals in dieser Saison den Platz an der Sonne abgeben. Der ASV Botnang zieht kampflos an Türkspor vorbei, hat jetzt drei Punkte mehr auf dem Konto (siehe unten). Freilich, der gestürzte Ligadominator hat noch ein Nachholspiel in der Hinterhand; doch der ohnehin schon spannende Zweikampf um den Direktaufstieg ist neu angeheizt.
So groß die Überraschung auch sein mag – der aufmerksame Beobachter dürfte in Anbetracht der jüngsten Türkspor-Leistungen eine Vorahnung gehabt haben. Coach Memik Erdogan bestätigt: „Seit dem Spiel gegen den SSV Zuffenhausen läuft es nicht mehr so richtig.“ Seine Mannschaft – eigentlich bekannt für ein hervorragend eingestelltes Offensivvisier – lasse zu viele Chancen liegen. Geradezu „kläglich“ sei das Team gegen Zazenhausen vor dem Tor gescheitert. Zudem sah er die Seinen durch „unverhältnismäßig viele Abseitspfiffe“ ausgebremst. Der Coach hielt dem Gegner aber auch zu Gute: „Sie haben richtig gekämpft, echt geackert und sich in jeden Ball geworfen.“ Mit Blick auf das Meisterrennen lautet die gute Nachricht aus Türkspor-Sicht: „Wir haben es immer noch in der eigenen Hand.“
Tore: 1:0 Friedlein (28.), 2:0 Frank (37., Handelfmeter), 3:0 Frank (72., Foulelfmeter), 3:1 Skarlatidis (78.).
Besonderes: rote Karte für Coskun wegen einer Notbremse (62./Türkspor), gelb-rot für Colaklar (89./Türkspor).
Aufgrund akuten Personalmangels wurde die Partie zwischen dem neuen Spitzenreiter und dem Schlusslicht am grünen Tisch entschieden. „Wir haben nur neun Mann zusammenbekommen“, sagt ein konsternierter Necmi Keskin, Trainer der Sillenbucher. „Das ist wirklich bitter und peinlich gegenüber Botnang.“ Zu den krankheits- und verletzungsbedingten Ausfällen gesellen sich aktuell mehrere Urlaubsfahrer. Betroffen ist auch die kommende Partie gegen OFK Beograd, die von Donnerstag auf Mittwoch vorverlegt wurde (20 Uhr), um so auf Spieler der ersten Mannschaft, die am Donnerstag antritt, zurückgreifen zu können.
Und auf der anderen Seite? Ist der „ewige Zweite“ aus Botnang plötzlich kampflos Tabellenführer – aber Coach Alexander Schweizer weiß auch: „Wenn Türkspor das Nachholspiel gewinnt, hat sich nichts geändert. Pro Forma sind wir immer noch der Jäger.“
Den spielfreien Sonntag verbrachte er zunächst bei der zweiten Mannschaft, die ihren Sieg im Kreisliga B-Spiel über Reka Stuttgart feierte (1:0). Als ihn per Liveticker die Nachricht von der Zazenhausener Führung gegen Türkspor ereilte, stattete er der Partie kurzerhand einen Besuch ab. „Ich kam gerade zur ersten roten Karte für Türkspor. In Unterzahl waren sie trotzdem die deutlich überlegene Mannschaft. Aber man hat mal wieder gesehen, dass sie Probleme in der Rückwärtsbewegung haben“, sagt Schweizer über den großen Rivalen im neu entfachten Titelkampf. Da dieser enger ist denn je, könnte auch das Torverhältnis am Ende eine entscheidende Rolle spielen. Hierbei hat Türkspor mit 13 Treffern aktuell die Nase vorn – und im Gegensatz zu Botnang noch die Gelegenheit, dieses beim Schlusslicht aus eigenen Kräften aufzuhübschen. Das weiß auch Schweizer, bei allem Respekt vor dem Gegner: „Ich hoffe nicht, dass Türkspor hier 16 Tore oder so schießt.“
Angesichts der Tabellensituation dürfte es bei den Zuffenhausener Verantwortlichen gar nicht so einfach sein, die Spannung im Team hochzuhalten. Gegen die SG West zeigte der Tabellendritte – punktetechnisch gut gepolstert in beide Richtungen des Klassements – aber eine überlegene Leistung. „Wir haben das Spiel von Anfang an dominiert“, sagt der spielende Co-Trainer Nevzat Dursun. Zur Wahrheit gehört aber auch: „West ist normalerweise stärker. Wahrscheinlich lag es an ihren vielen Ausfällen.“ Ein Extra-Lob hatte er für Schiedsrichter Mario Reinhold übrig, der die Partie sehr gut geleitet habe und zudem drei besonders wichtige Entscheidungen treffen musste. Zwei Elfmeter pfiff er für die Zuffenhausener, zudem einen für die SG West.
Für deren Trainer Benedikt Goos setzte es als „Welcome-Back“-Geschenk die erste Niederlage seit fünf Spielen. Der Coach, der unter der Woche aus dem China-Urlaub zurückgekehrt war („Ich hab’ noch ein wenig Jetlag und muss mich wieder an das Essen gewöhnen“), wurde prompt Zeuge einer „verdienten Niederlage.“ Sein Team war mit einem regelrechten Rumpfkader angereist: Wegen der zahlreichen Verletzten und Urlaubsfahrer, war die Bank lediglich mit zwei Spielern besetzt. Jonas Hirsch und Fabian Lorenco gehören eigentlich zur zweiten Garde, waren mit eben jener Minuten zuvor noch beim Kreisliga-B-Spiel angetreten. Der Gegner? Ein gewisser SSV Zuffenhausen II. Das Ergebnis? 1:5. Ein doppelter Nackenschlag für den Verein aus dem Stuttgarter Westen also. Für die kommenden Spiele gilt: „Wir müssen von dem Abstiegstrubel, der sich hinter uns ereignet, wegbleiben“, sagt Goos.
Tore: 1:0 Surasi Hamld (40., Foulelfmeter), 2:0 Yilmaz (41.), 2:1 Krasniqi (45., Foulelfmeter), 3:1 Lauser (65., Foulelfmeter), 4:1 Hachenbruch (66.).
Besonderes: –
Im Abstiegskampf hat der TB Untertürkheim aktuell das Momentum auf seiner Seite. Die Mannschaft ist das viertstärkste Team der Formtabelle und machte auch vor dem Liganachbarn aus Cannstatt keinen Halt. Das kongeniale Sturmduo, bestehend aus Luis Puppa und Yannick Riess-Morales, besorgte ein amtliches Ergebnis gegen den PSV. Zweiterer erzielte einen Dreierpack, während Puppa neben seinem Treffer zum 1:1 drei weitere Tore vorbereitete. „Am Anfang waren es turbulente Minuten, aber am Ende hätte unser Sieg sogar noch höher ausfallen können“, konstatiert Untertürkheims Trainer Ivo Ilijasevic. Besonders in Hälfte zwei sah er eine deutlich überlegene, eigene Mannschaft, die damit den dritten Sieg in den vergangenen fünf Spielen feierte.
Beim PSV fühlt sich Trainer Avdo Smajic derweil an die düstere Hinrunde erinnert: „Wir fallen gerade in den alten Trott zurück“, sagt er über die neuerliche Niederlage. Dabei war die Stimmungslage in der ersten Hälfte noch eine ganz andere. „Es sah überhaupt nicht danach aus, als würde Untertürkheim hier als Sieger vom Platz gehen“, erzählt der Coach. „Aber irgendwie haben wir es danach wieder schleifen lassen, und am Ende hat der Gegner den Abstiegskampf einfach mehr angenommen als wir.“ Durch die Niederlage rutscht der PSV auf den nunmehr elften Tabellenplatz ab. Einen Punkt Vorsprung haben die „Polizisten“ vor den TSV Uhlbach, dee den Relegationsplatz belegt, allerdings noch ein Nachholspiel in der Hinterhand hat.
Tore: 1:0 Kwiatkowski (8.), 1:1 Puppa (12.), 2:1 Mulalic (15.), 2:2 Riess-Morales (35.), 2:3 Kärcher (50.), 2:4 Riess-Morales (60.), 2:5 Riess-Morales (85.).
Besonderes: –
Nach dem Lebenszeichen im vorigen Spiel gegen die SG Weilimdorf (2:1) setzt es für die Kräherwald-Elf gegen die Prager eine neuerliche Pleite – und taumelt der Vorletzte der Staffel weiter dem Abstieg entgegen. Neun Punkte trennen die zweite MTV-Garde vom erwähnten Relegationsplatz. Und umso bitterer dürfte die Niederlage gegen den favorisierten SV Prag durch deren Zustandekommen sein. „Es ist schwierig anzunehmen, wie das Spiel gelaufen ist“, hadert Co-Trainer David Forderer, und führt aus: „Wir machen vor den Toren auf beiden Seiten zu einfache Fehler.“ In der Defensive habe sein Team die Gegentreffer „hergeschenkt“, in den eigenen Offensivbemühungen agierten seine Spieler „zu verkopft.“ In der zweiten Halbzeit, mit einem 0:3-Rückstand vor der Brust, war klar: Es braucht einen Mann, „der nicht lange fackelt und die Dinger reinmacht“ – namentlich Jannik Wachtmeister. Zwar angeschlagen, wurde der Angreifer eingewechselt und sorgte mit einem Doppelpack noch einmal für Hoffnung beim MTV II. Letztlich war die Aufholjagd aber nicht von Erfolg gekrönt. Gute Nachrichten gibt es derweil in Sachen Kaderplanung: Stürmer Tyrese Brayton-Brown hat für die kommende Saison zugesagt.
Tore: 0:1 Raiser (11.), 0:2 Stojcic (20.), 0:3 Kress (45.), 1:3 Wachtmeister (67.), 2:3 Wachtmeister (81.).
Besonderes: –
Geradezu ein Spiegelbild der Partie MTV II – SV Prag lieferten Uhlbach und Beograd ab. Auch hier stellten die Gäste auf 3:0, die Begegnung schien in trockenen Tüchern. Dann aber drehte die Heimelf – in diesem Fall Uhlbach – auf, konnte sich letztlich aber nicht für den eigenen Kampfgeist belohnen. Ob die Kicker vom Götzenberg am Ende noch an Punkte geglaubt haben? „Wenn man selbst fünf Tore schießt, kann man das erwarten“, sagt deren Trainer Tim Wagner lakonisch. „Die drei Gegentore haben wir dem Gegner quasi vorgelegt“, führt er aus. Unterm Strich hätte sich seine Mannschaft zumindest den Punkt verdient gehabt, auch weil er die gegnerische Offensive weitestgehend abgeschaltet sah. Mit Blick auf die Kaderzusammensetzung in der kommenden Saison sagt Wagner: „Es gibt eigentlich keinen, der keine Lust hat. Uhlbach ist ein Sauhaufen, hier kennt jeder jeden. Und was macht mehr Spaß, als mit den Kumpels Fußball zu spielen?“
Auf der Gegenseite macht Trainer Bojan Nikolic den Leistungsabfall seiner Beograder an deren Fitnesslevel fest: „Wir hatten nur ein Training vor dem Spiel und viele Spieler waren über die Osterferien weg.“ In Hälfte zwei ging den Seinen dann die Luft aus. Bei gleichem Kraftlevel habe das Team aber die eigene Überlegenheit ausgespielt: „Uhlbach ist kein schlechtes Team, aber in der ersten Halbzeit waren wir deutlich besser.“ Neben den drei Punkte weitere positive Nachrichten: Stand jetzt kann auch der Tabellenvierte mit der gesamten aktuellen Belegschaft für die nächste Spielzeit planen.
Tore: 0:1 Lakovic (26.), 0:2 Sijakovic (40.), 0:3 Lakovic (54.), 1:3 Rathfelder (58.), 2:3 Thöne (67., Foulelfmeter).
Besonderes: rote Karte für Schlotterbeck wegen einer Notbremse (81./Uhlbach).
Es war eine Nullnummer der spannenderen Sorte, mit dem die Gäste in Anbetracht der Tabellensituation deutlich besser leben konnte. Während es für Zuffenhausen sportlich um nur noch wenig geht, befinden sich die Untertürkheimer mitten im Abstiegskampf – und das ließen sie den Gegner spüren: „Die Jungs waren hoch motiviert, wir waren richtig bissig in den Zweikämpfen“, sagt SGU-Coach Christos Kolokotronis. „Der Gegner dagegen wollte einfach nur entspannt Fußball spielen.“ Auch sein Gegenüber, Yavuz Tepegöz, musste anerkennen: „Sie wollten es mehr. Wir waren von Anfang an nicht richtig da.“ Auch die Ampelkarte für Kerem Yener tat der Untertrürkheimer Moral keinen Abbruch. „Man hat gar nicht gemerkt, dass wir einer mehr waren“, hadert der Zuffenhausener Coach, „das Beste an dem Spiel ist der eine Punkt“. Zwar seien die Chancen zum Sieg da gewesen, am Ende konnte sich der Tabellenfünfte aber auch wegen des in letzter Minute verschossenen Elfmeters glücklich schätzen. Untertürkheims Robin Wittmann war es, der an Antonio Tsiouralis im Tor der Gäste scheiterte.
Eben jene fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor kritisierte auch Kolokotronis: „Die Chancenverwertung ist der Genickbrecher in diesem Jahr.“ Seine Mannschaft habe sich wie schon im vorigen Spiel gegen Türkspor nicht belohnt. „Wir waren die bessere Mannschaft, die Jungs wissen, dass wir hier zwei Punkte liegen lassen haben.“ Sechs Zähler liegt der Tabellenvierzehnte aktuell hinter dem rettenden elften Platz, bis zum Relegationsrang zwölf sind es deren fünf. „Niemand hat bei uns das Handtuch geworfen, Wir müssen in den Topf greifen und so viele Punkte rausholen, wie es geht“, gibt sich Kolokotronis kämpferisch.
Tore: –
Besonderes: gelb-rot für Yener (58./Untertürkheim), Wittmann scheitert per Foulelfmeter am Torhüter (90.+3/Untertürkheim).
Der TSV Mühlhausen stürzt die Weilimdorfer tiefer in die Krise! Ein Last-Minute-Knockout besiegelte deren fünfte Niederlage in Folge. Laut Armend Mehmeti, Trainer der triumphierenden Mühlhausener, ließ der Gegner besonders in Hälfte eins sein Potenzial aufblitzen: „Man sieht die Handschrift des Trainers und sie stehen in der Tabelle zu Unrecht da, wo sie stehen.“ Früh schossen die Gäste eine 2:0-Führung heraus, bis sich kurz vor der Halbzeit laut beiden Trainern eine spielentscheidende Szene ereignete: Ein Weilimdorfer Offensivmann marschierte im 1-gegen-1 auf den schlecht positionierten gegnerischen Torwart zu, müsste den Ball nur links oder rechts in den Kasten legen. Stattdessen versuchte er es anspruchsvoll per Lupfer, der Ball traf die Oberkante der Latte, statt ins Tor. „Wir sterben in Schönheit. Das war irgendwie sinnbildlich“, hadert Philip Baltsios, Trainer bei Weilimdorf. „Wenn wir da das 3:0 machen, ist das Spiel durch.“
Dann kam es, wie es augenscheinlich kommen musste: Nach der Halbzeitpause blies Mühlhausen zum Angriff. „Wir hatten nichts mehr zu verlieren“, sagt Mehmeti, der die eigene Formation offensiv umstellte – Dreier- statt Fünferkette in der Abwehr und die Außenverteidiger nach vorne verschoben – und auf den Kampfgeist seiner Mannschaft zählen konnte. Spätestens nach dem Ausgleich durch Marcel Fidler zum 2:2 war klar: „Die Jungs wollten die drei Punkte, ich musste gar nichts sagen.“ In der 94. Minute traf schließlich Ahmed Nasser zum Sieg – das Spiel war gedreht. „Es war ein verdienter Sieg gegen einen starken Gegner“, konstatiert Mehmeti, der gleich die nächste frohe Kunde bekannt gab: Er wird Mühlhausen auch in der kommenden Saison als Trainer erhalten bleiben.
Sein Gegenüber an der Seitenlinie versuchte sich nach dem Spiel indes im Rudi-Völler-O-Ton: „Es ist ein noch tieferer Tiefpunkt“, sagt Baltsios in Gedenken an Tante Käthes legendären Wutausbruch im ARD-Studio gegenüber Waldemar Hartmann. Erklärungen für den Leistungsabfall nach einer starken ersten Halbzeit hat er keine, spürt aber: „Der Negativstrudel ist in den Köpfen drin.“ Am Ende steht die Erkenntnis: „Der Gegner hat uns in der zweiten Hälfte komplett dominiert und verdient gewonnen.“
Tore: 0:1 Kugiumtzidis (16.), 0:2 Janik (22.), 1:2 Fidler (52.), 2:2 Fidler (78.), 3:2 Nasser (90.+4).
Besonderes: –