Fußball-Kreisliga Stuttgart/Böblingen, Staffel 2 Talente-Casting und Spitzenspiel wird wiederholt

Der TV 89 Zuffenhausen II steigt aus der Fußball-Kreisliga A, Staffel 2, ab. Foto: Günter Bergmann

Nach dem sicheren Abstieg steht jetzt die Nachwuchsförderung beim TV 89 Zuffenhausen II im Mittelpunkt. Der junge Torhüter war jedoch nicht schuld an der 0:5-Niederlage im Nachholspiel gegen den FSV Waldebene Ost. Zudem wird das abgebrochene Spitzenspiel neu angesetzt.

Sport: Marius Gschwendtner (mgs)

Für den TV 89 Zuffenhausen II gibt es keine Rettung mehr, deshalb blickt der Verein schon jetzt in die Zukunft und setzt im Nachholspiel der Staffel 2 der Fußball-Kreisliga A Stuttgart/Böblingen auf Nachwuchskräfte. Derweil hat das Sportgericht ein Urteil im abgebrochenen Spitzenspiel gefällt.

 

TV 89 Zuffenhausen II – FSV Waldebene Stuttgart-Ost 0:5

Der Abstieg in die Kreisliga B des TV 89 Zuffenhausen II ist mit der 0:5-Niederlage gegen den FSV Waldebene Stuttgart-Ost besiegelt. Im Saisonendspurt setzen die Zuffenhausener jetzt auf Jugend forscht: Gegen die Waldebene kamen mit Torhüter Patrick D‘ Ambrosio und Mittelfeldspieler Noah Akintokunbo zwei U-19-Spieler zum Einsatz. Weil Stammkeeper Angelo Ngrantsanlis beruflich verhindert war, stand D‘ Ambrosio die vollen 90 Minuten zwischen den Pfosten. „Es war tadellos, er wurde bei den Gegentoren schlicht im Stich gelassen“, sagt der Trainer Marc Bäuerle über den 18-Jährigen. Mittelfeldspieler Akintokunbo, der wie sein Mitspieler D‘ Ambrosio noch eine weitere Saison in der A-Jugend spielen kann, wurde in der 64. Minute eingewechselt. „Wir wollen in den kommenden Spielen mit Blick auf die Zukunft vermehrt die jungen Spieler einsetzen, vor allem auch die, die im Sommer dann aus der Jugend zu den Herren kommen“, sagt Bäuerle. In der kommenden Saison wird er dann wieder in der Kreisliga B, die zweite Mannschaft des TV 89 Zuffenhausen II betreuen.

Gegen den FSV Waldebene Ost zeigten sich die Zuffenhausener wie so oft in dieser Saison in der Defensive zu anfällig. „Es hatte aber auch wirklich Hand und Fuß, was sie offensiv gezeigt haben“, sagt Bäuerle anerkennend. Spielertrainer Yavuz-Selim Demir traf nach 18 Minuten zur Führung. Arno Stahl mit zwei Treffern und Leon Renner erhöhten noch vor der Halbzeitpause auf 4:0. Stahl erzielte damit innerhalb von drei Tagen in zwei Spielen insgesamt vier Tore. In der zweiten Hälfte waren die Gastgeber zwar besser im Spiel, Christian Stürner erhöhte jedoch auf 5:0.

Tore: 0:1 Yavuz-Selim Demir (18.), 0:2 Stahl (21.), 0:3 Leon Renner (29.), 0:4 Stahl (35.), 0:5 Stürner (64.).

Besonderes:

Abgebrochenes Spiel zwischen Sillenbuch und Büsnau wird wiederholt

Es war der Aufreger des vergangenen Sonntags: Das mit Spannung herbeigesehnte Spitzenspiel zwischen dem Tabellenführer TSV Jahn Büsnau und dem Bezirksliga-Absteiger SV Sillenbuch wurde beim Stand von 1:1 in der Nachspielzeit abgebrochen. Der Grund dafür waren Unstimmigkeiten zwischen dem Schiedsrichter und beiden Teams über die Länge der Nachspielzeit. Nach einer langen Verletzungsunterbrechung wollte der Schiedsrichter nach bereits gespielten 90 Minuten weitere 30 nachspielen lassen. Nach Diskussionen mit beiden Mannschaften brach der Schiedsrichter die Partie ab. Nach Auffassung des Bezirkssportgerichts war dies jedoch nicht gerechtfertigt. „Aus unserer Sicht hat er nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft, den Spielabbruch zu verhindern“, sagt Marc Hetzel, Vorsitzender des Bezirkssportgerichts. Weder das sogenannte Stopp-Konzept noch persönliche Strafen, wie gelbe oder rote Karten, wurden ausgesprochen. Die Begegnung wird deshalb für den Donnerstag, 15. Mai, um 19.30 Uhr, neu angesetzt. „Wir haben in Württemberg nicht die Möglichkeit, das letzte Ergebnis vor dem Abbruch stehenzulassen oder nur noch die letzten Minuten spielen zu lassen, deshalb muss die Partie komplett neu gespielt werden“, erklärt Hetzel. Die einzig weitere Möglichkeit wäre eine Spielwertung zugunsten beziehungsweise gegen eine Mannschaft. Weil sich aber keine der beiden Mannschaften etwas Gravierendes wie Beleidigung oder einen persönlichen Angriff,zu Schulde kommen lassen hat, fiel diese Option ebenfalls weg.

Entschieden wurde zudem auch, dass Spielertrainer Dominik Lenhardt und sein Co-Trainer Yannik Breuninger auch in der Saison 2025/2026 die Verantwortung beim TSV Jahn Büsnau tragen – und zwar Liga unabhängig. Zuletzt hatte Lenhardt seine Zukunft offen gelassen, jedoch seinen Verbleib bei einem Aufstieg in die Bezirksliga angekündigt.

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