Nach vier Niederlagen zum Rückrundenauftakt feiert der Landesligist gegen Sindelfingen den dritten Sieg in Folge und springt auf Rang zwei. Kapitän Matanovic entscheidet Schlagabtausch.

Sport: Marius Gschwendtner (mgs)

Vor wenigen Wochen befand sich der TSV Bernhausen noch im Tal der Tränen. Der Fußball-Landesligist hatte den Rückrundenauftakt mit vier Niederlagen in Folge verpatzt. Mit dem jüngsten 5:3-Sieg am Samstagnachmittag beim VfL Sindelfingen feierte das Fleinsbach-Team den dritten Sieg in Serie und kletterte damit mindestens zeitweise auf Rang zwei. „Absolut verrückt, was in der Liga passiert“, sagt der Spielleiter Thomas Otto. Verdrängen könnte das Fleinsbach-Team noch der TSGV Waldstetten, der am Sonntagnachmittag beim SV Böblingen antritt. „Die Mannschaft hat den Turnaround geschafft und ist deutlich fitter als noch zum Rückrundenstart“, sagt Otto.

 

Gegen Sindelfingen startete der TSV Bernhausen druckvoll in die Partie. Bereits in der ersten Minute erzielte Filip Jordacevic nach einem Abwehrfehler das 1:0. Fünf Minuten später gelang Aaron Biedma-Andrades jedoch der schnelle Ausgleich. In der Folge entwickelte sich ein Schlagabtausch auf Augenhöhe, bei dem die Bernhauser Gäste die abgezocktere Mannschaft waren. Kapitän Ivan Matanovic erzwang zunächst im Gestochere ein Eigentor von Tobias Kubitzsch (38.).

Nach der Pause erhöhte Lukas Walz mit einer Direktabnahme auf 3:1 (50.). Nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer von Tahir Bahadir (56.) traf Matanovic mit einem Freistoß zur erneuten Zwei-Tore-Führung (73.). Der vor dem Abschied stehende Bernhauser Spielführer sorgte mit seinem Foulelfmeter fünf Minuten vor Schluss für die Entscheidung. Zuvor hatte Arbes Bytyci mit einem Lupfer über den schlecht positionierten Torhüter Livancic das Spiel noch einmal spannend gemacht (83.).

Bernhausens „Spieler des Spiels“:

Ivan Matanovic (Nominierungen: 5). Der Spielführer, der mit dem TV Echterdingen in Verbindung gebracht wird, erzielte zwei Tore selbst und hatte beim Eigentor von Kubitzsch seine Füße im Spiel. Seine beiden Treffer sorgten für Ruhe und letztlich für die Entscheidung.

Sindelfingen: Bachmann – Biedma-Andrades (66. Schuckenböhmer), Edelmann, Dittrich, Kilinc (80. Bytyci) – Bakacs, Molitor (60. Gashi) – Simao (87. Maraslioglu), Ademi (46. Gamuzza) – Kubitzsch, Bahadir.

Bernhausen: Livancic – Kranz (81. Vlasic), Lujic, Sterian, Henneh – Milos – Tomic (73. Galla), Jordacevic (80. Gümüssu), Demir, Walz – Matanovic.