Fußball-Landesliga Der Meister-Trainer will keine „Kaffeefahrten“

Trotz der gewonnenen Meisterschaft will der Weilimdorfer Trainer Manuel Fischer mit seinem Team nicht nachlassen. Foto: Archiv/Günter Bergmann

Trotz des erreichten Ziels Aufstieg nimmt Manuel Fischer seine Kicker des TSV Weilimdorf weiter in die Pflicht. Derweil muss der MTV Stuttgart erneut ohne seinen Coach auskommen.

Sport: Marius Gschwendtner (mgs)

Beim TSV Weilimdorf würde wohl zumindest für dieses Wochenende manch einer gerne mit dem TSV Bernhausen tauschen. Denn während der Tabellendritte spielfrei hat, muss der frisch gebackene Meister und Aufsteiger nach seiner rauschenden Feier nun wieder ran. In der Fußball-Landesliga steht der vorletzte Spieltag der Saison auf dem Programm, auch für den MTV Stuttgart.

 

SG Bettringen – TSV Weilimdorf (Samstag, 15.30 Uhr)

Bei all der Freude über das erreichte Ziel bleibt der Trainer Manuel Fischer klar und fokussiert. Und dass er jedes Spiel gewinnen will, unabhängig von Tabellensituation und Gegner, das lebt der Ex-Profi eh durchgängig vor. Dasselbe fordert er von seinen Spielern vor der Partie im größten Stadtteil von Schwäbisch Gmünd ein. „Wir fahren nicht fast eineinhalb Stunden dorthin, um eine Kaffeefahrt zu machen“, sagt Fischer. Deshalb wird er auch weitgehend seine Top-Elf ins Rennen schicken. „Es wird keine großen Veränderungen geben“, kündigt er an. Darüber hinaus sollen jene Spieler eine Chance bekommen, die sich für die nächste Saison noch beweisen müssen. Sprich: die noch um einen Kaderplatz im künftigen Verbandsliga-Team spielen.

„Ich werde im Abschlusstraining schauen, wer den besten Eindruck macht, und die 18 Spieler nehme ich auch mit“, sagt Fischer. Ein lockeres Austrudeln der Saison mit der Meisterschaft im Rücken kommt für ihn nicht in Frage. Wenngleich er sagt: „Wir schauen nicht mehr so sehr auf den Gegner, sondern hauptsächlich nach uns.“ Der aktuelle Gegner wartet in der gesamten Rückrunde noch auf einen Sieg und wird voraussichtlich in der Relegation um den Klassenverbleib kämpfen müssen. An seinem 13. Tabellenplatz wird sich definitiv nichts mehr ändern.

Derweil steht in Weilimdorf nach der berichteten Rolle rückwärts von Fischer als Cheftrainer mittlerweile auch fest, dass dessen Co-Trainer Oliver Stierle mit an Bord bleibt. Der ehemalige Spieler des FC Bayern München II und der Stuttgarter Kickers hat seinen Vertrag ebenfalls verlängert. Fischer hatte in der Winterpause ursprünglich seinen Abschied zum Saisonende angekündigt, im April verlängerte er seinen Vertrag dann überraschend doch bis sogar 2027.

SV Böblingen – MTV Stuttgart (Samstag, 15.30 Uhr)

Ein kleines Ziel ist dem MTV Stuttgart noch geblieben: Tabellenplatz vier sichern. Mit einem Sieg bei der SV Böblingen würde in der Hinsicht auch nichts anbrennen. „Über den vierten Platz würden wir uns sehr freuen, das wäre ein toller Erfolg für uns“, sagt der Spielleiter Luca Luchetta.

Ansonsten geht es beim MTV Stuttgart seit einigen Wochen hauptsächlich darum, den Kader voll zu bekommen. Einige Spieler sind angeschlagen oder krank. Immerhin: Daniel Mägerle, Joel-Noah Graham und Dominik Hug, die die vergangene Partie gegen den TSV Ehningen wegen ihres Trips zum DFB-Pokalfinale verpasst hatten, stehen wieder zur Verfügung. Fehlen wird erneut der Trainer Björn Lorer, der privat verhindert ist. Die Verantwortung übernehmen seine Assistenten Haralampos Cechagias und Carl-Anders Zimmermann, wobei Letzterer wie gehabt zwischen den Pfosten stehen wird.

Lorer rechnet mit einer technisch starken Mannschaft. „Es wird aber ähnlich sein wie in den vergangenen Wochen. Für die geht es um so gut wie nichts mehr – für uns auch. Der, der sich am ehesten aufrappeln kann, wird gewinnen“, sagt der Coach.

Für die kommende Saison stehen hinter Din Redzic und Philipp Weippert noch Fragezeichen. Ihr Verbleib beim MTV Stuttgart ist unsicher.

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