Fußball-Landesliga Der Titel-Matchball liegt bereit

Weilimdorfer Kollektiv-Jubel über den entscheidenden Treffer zum 3:1 von Daniel Baierle in der Schlussminute. Foto: Kevin Schuon

Der TSV Weilimdorf nutzt den Patzer des SV Waldhausen aus und siegt gegen den SV Böblingen mit 3:1. Selbst der Coach spricht nun von Meisterschaft.

Es geht auf die Zielgerade zu und der Blickwinkel ändert sich – auch bei Manuel Fischer. Versucht der Coach des Landesliga-Tabellenführers TSV Weilimdorf für gewöhnlich ein Spiel inhaltlich zu analysieren, war ihm die Art und Weise der Spielführung der Seinen am Sonntag im Heimspiel gegen den SV Böblingen „schnurz egal“, wie er sagt. Einzig und allein interessierte ihn das Resultat. Und das fiel mit 3:1 erhofft positiv aus.

 

Mehr noch. Nach dem 2:3-Patzer des Tabellenzweiten SV Waldhausen am Samstag im Heimspiel gegen den SC Geislingen beträgt der Vorsprung der Nord-Stuttgarter drei Spieltage vor dem Ende neun Punkte und 20 Tore. Bedeutet: Bereits am kommenden Sonntag können die Kicker von der Giebelstraße beim TSGV Waldstetten erstmals den Aufstieg in die Verbandsliga perfekt machen. „Wir haben die Vorlage genutzt und sind nur noch einen kleinen Schritt davon entfernt, von dem, was wir uns vorgenommen haben“, konstatiert Fischer und schiebt nach: „Nun müssten wir alles falsch machen, um den Vorsprung noch zu verspielen.“

Auch wenn der kurz zuvor eingewechselte Daniel Baierle erst in der 90. Minute für die endgültige Entscheidung zugunsten der Weilimdorfer sorgte, sei der Sieg hochverdient gewesen, habe man doch einige vielversprechende Umschaltmomente leichtfertig vergeben. Die Gäste aus Böblingen leisteten aber vor allem in Abschnitt eins ordentlich Gegenwehr, und hielten zur Pause durch den eigenen Treffer von Sascha Raich aus der 19. Minute sogar ein Remis. Dann stellte Samir Genc unmittelbar nach Wiederanpfiff die Weichen für die Hausherren auf Sieg (46.).

Derweil sorgte Kapitän Bastian Joas einmal mehr für die Hausherren-Führung nach acht Minuten. Für den besten Schützen der Liga war es Saisontreffer Nummer 24. Der Stürmer hat aber ebenso noch nicht für die kommende Saison zugesagt, wie auch Torhüter Zacharis Velvelidis. „Wir arbeiten daran, wollen sie natürlich behalten“, sagt Fischer.

Gleiches gilt auch für den technisch versierten Enis Küley, der auf einer für ihn eigentlich fremden Position im defensiven Mittelfeld aufblüht. Ganz zur Begeisterung von Fischer: „Er hat großen Anteil sowohl am Sieg gegen Böblingen als auch an unserer starken Rückrunde.“ Dabei hätten sich im Winter beinahe die Wege getrennt. Der Weilimdorfer Übungsleiter machte eine klare Ansage an Küley, was er von ihm erwarte: „Entweder du akzeptierst das oder du gehst“, erzählt der Ex-Profi vom damaligen Gespräch und ist begeistert, „welche Reaktion er gezeigt hat. So ist er verdammt wichtig für die Mannschaft“.

Weilimdorfs „Spieler des Spiels“

Enis Külay. Der zweikampfstarke Sechser war einmal mehr unheimlich wichtig für den Spielaufbau. Eroberte viele Bälle und leitete mehrere Offensivaktionen ein. (Nominierungen: 3)

TSV Weilimdorf: Velvelidis – Raheem, Bozuglu, Krasniqi (87. Sadikovic), Milenkovic, – Küley, Schieber (90. + 1 Yilmaz) – Genc (64. Boukari), Offei (88. Baierle), Scarcelli (78. Fara) – Joas.

SV Böblingen: Becker – Torres, Hamann, Häßler , Dodoli – Schragner (77. Hesmer), Widmann – Cilhüseyin, Raich (34. Müller/84. Hlebec)), Carvalho – Emirzeoglu (55. Lendl).

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