Vor dem 13. Spieltag der Fußball-Landesliga wächst beim MTV Stuttgart die Hoffnung, die Niederlagenserie von zuletzt sechs Pleiten endlich zu stoppen. Derweil sieht der TSV Plattenhardt vergleichsweise entspannt den beiden wohl schwerstmöglichen Aufgaben entgegen.
SV Böblingen – MTV Stuttgart (Sonntag, 14.30 Uhr)
Sechs Niederlagen in Folge, 6:26 Tore, vorletzter Platz: Die Zahlen der vergangenen Wochen des MTV Stuttgart lesen sich verheerend. Doch drei Punkte machen dem Trainer Björn Lorer Hoffnung, dass an diesem Wochenende beim Tabellenzehnten Böblingen die Wende gelingt.
Erstens: das Spiel in der vergangenen Woche gegen den TSGV Waldstetten. „Wir gehen am Ende zwar mit 0:3 als Verlierer vom Platz, wir waren in Summe aber nicht die schlechtere Mannschaft“, sagt der Coach. Eine lediglich gut viertelstündige Schwächephase habe zur Niederlage geführt. „Wir waren nah dran“, ist Lorer überzeugt.
Zweitens: Die Personalsituation entspannt sich wieder. Götz Gaiser hat gegen Waldstetten seine ersten Spielminuten in dieser Saison absolviert. Nun ist der Verteidiger nach seinem Muskelbündelriss im Oberschenkel voll einsatzfähig. Michel-Angelo Triantafillou hat seinen Muskelfaserriss ebenfalls auskuriert und sollte in den Kader zurückkehren. Denzel Debrah ist wieder genesen. Und auch der Keeper Kalil Lalo stellt eine Option dar, nachdem ihn zuletzt ein grippaler Infekt außer Gefecht gesetzt hatte. Weil er jedoch in dieser Woche im Spätdienst arbeitet, konnte er nicht trainieren. Die Alternative heißt Fabian Rottmann. Der Torhüter der zweiten Mannschaft könnte erneut einspringen.
Und drittens: der Gegner Böblingen. „Sie sind eine sehr spielstarke Mannschaft. Solche Teams liegen uns eher als die körperlich robuste Gangart“, sagt Lorer. Ob dies wirklich der Fall ist und endlich die Wende nach sieben Spielen ohne Sieg gelingt, wird der Sonntag zeigen.
TSV Köngen – TSV Plattenhardt (Sonntag, 14.30 Uhr)
Kontrastprogramm für den TSV Plattenhardt: Nach dem 2:0-Pflichtsieg gegen den punktlosen Tabellenletzten FV Sontheim/Brenz muss der Filderclub nun innerhalb von sechs Tagen erst beim Tabellenführer TSV Köngen und dann beim Zweiten TSV Bernhausen (nächster Freitag, 19.30 Uhr) ran. Die aktuelle Partie im Stadion Fuchsgrube ist das Duell zweier Aufsteiger, in dem die Filderstädter aber klarer Außenseiter sind. „Wir gehen ohne Druck und ohne Angst in das Spiel“, sagt der Trainer Slobodan Markovic. Sein Auftrag an die Mannschaft: Die Spieler sollen von Anfang an mutig auftreten und sich so Selbstvertrauen holen. „Wir haben nichts zu verlieren“, sagt der Coach. Aufpassen müsse man vor allem auf die individuelle Qualität des Gastgebers und dessen Offensivstärke. „Wir müssen in den Umschaltsituationen richtig arbeiten und dürfen ihnen keinen Platz lassen“, sagt Markovic.
Der Trainer kann nahezu auf alle seine Spieler zurückgreifen. Nur sein Bruder, der Abwehrchef Nemanja Markovic, fehlt nach seiner Roten Karte ein weiteres Spiel gesperrt. Im Derby in Bernhausen wird er dann erstmals wieder einsatzberechtigt sein.