Fußball Landesliga Ein 0:8 für den TSV Heimerdingen bei 08
Erste Testspiele der Fußball-Landesligisten: Für den TSV Heimerdingen setzt es eine 0:8-Klatsche in Bissingen. Die SKV Rutesheim siegt 4:1, der SV Leonberg/Eltingen gewinnt 3:1.
Erste Testspiele der Fußball-Landesligisten: Für den TSV Heimerdingen setzt es eine 0:8-Klatsche in Bissingen. Die SKV Rutesheim siegt 4:1, der SV Leonberg/Eltingen gewinnt 3:1.
Die drei Landesligisten aus dem Altkreis sind vergangene Woche in die Vorbereitung zum Saisonauftakt am 16. August gestartet – nun gab es die ersten Testspiele. Absteiger TSV Heimerdingen kassierte eine 0:8-Klatsche bei Oberligist FSV 08 Bietigheim-Bissingen, die SKV Rutesheim schlug im Trainingslager den FC Tiengen 4:1, Aufsteiger SV Leonberg/Eltingen besiegte den FSV 08 Bissingen II aus der Bezirksliga 3:1.
Markus Koch, der neue Coach des TSV Heimerdingen, hatte irgendwie schon vor dem Anpfiff in Bissingen am Samstag ein mulmiges Gefühl. Nach nur eineinhalb Trainingseinheiten traf der Verbandsliga-Absteiger auf die zwei Klassen höher spielenden Bissinger, die bereits seit zweieinhalb Wochen im Trainingsbetrieb stehen – diese beide Unterschiede machten sich in den 90 Minuten auf dem Platz am Bruchwald radikal bemerkbar. Der FSV 08 schenkte dem TSV acht Treffer ein, und Markus Koch sah sich in seinen latenten Befürchtungen bestätigt: „Die Fitness spielte eine große Rolle.“
Beim neu formierten TSV gab es noch einige Abstimmungsprobleme, die der hohe Druck, den die Bissinger entwickelten, noch verschärfte. Auch körperlich war der TSV kaum in der Lage richtig gegenzuhalten. Trotz der Klatsche nahm Koch ein paar Erkenntnisse aus der Partie mit. „Wir müssen auf dem Feld mehr miteinander kommunizieren“, sagte er, „da sind mir zu wenig Kommandos gekommen. Aber es kristallisiert sich bereits heraus, wer zu den Führungsspielern gehören wird.“
Bei der SKV Rutesheim herrschte nach dem 4:1-Erfolg über des südbadischen Landesligisten FC Tiengen eine breite Grundzufriedenheit. „Hut ab vor den Jungs, dass sie nach so harten Einheiten so eine Partie abgeliefert haben“, sagte Trainer Christopher Baake im Trainingslager in Höchenschwand im Schwarzwald, „einige Akteure sind wirklich bis ans Limit gegangen.“
Laurin Stütz mit einem Freistoß aus 20 Metern (9.), Hannes Obert mit zwei sehenswerten Kopfballtoren (35., 43.) und Flavio Heiler (70.) erzielten die Treffer für Rutesheim, das 1:4 fiel Sekunden vor dem Schlusspfiff durch einen Freistoß in den Torwinkel durch den Tiengener Yannik Stauch.
Baake hatte zur Pause seine Elf nahezu komplett ausgetauscht, lediglich drei Akteure spielten durch. Im Tor stand eine Halbzeit lang der in der vergangenen Runde lange verletzte Jan Göbel, der sich mit Silas Wöhr abwechselte. Die Neuzugänge integrierten sich gut. Marvin Boateng und Ioannis Savvoulidis, die bislang in der Bezirksliga aktiv waren, müssen sich aber noch in der Grundformation der SKV zurecht finden. Über Rückkehrer Gianluca Crepaldi, der einst schon für die SKV stürmte und als spielender Co-Trainer agieren wird, meinte Baake, dass „er sowieso lange weiß, wie der Hase läuft“. Am Sonntag brach der Rutesheimer Tross nach dem Frühstück gen Heimat auf und erhielt vom Coach aufgrund des guten Engagements am Montag trainingsfrei.
Aufsteiger SV Leonberg/Eltingen empfing die Reserve des FSV 08 Bissingen, die in der vergangenen Runde noch Liga-Konkurrent war. Nach 90 Minuten stand ein 3:1 der Mannschaft von Robert Gitschier. „Es war ein ordentlicher Test und ein verdienter Sieg“, sagte der Trainer, „es fehlt uns noch etwas die Ruhe am Ball, aber für den aktuellen Stand nach dieser kurzen Vorbereitungsphase bin ich zufrieden.“
In der ersten Hälfte passierte wenig, jedes Team hatte eine Torchance, die aber verpuffte. Zur Pause wechselte Gitschier nahezu die gesamte Mannschaft. Die Gäste gingen 1:0 durch Timm Spahr in Führung (50.), „uns fehlte der Zugriff“, monierte Gitschier. Die Gelb-Schwarzen gaben die richtige Antwort. Ennio Ohmes gelang nach feinem Pressing nur fünf Minuten später der Ausgleich, in Minute 77 schoss der Stürmer den SV mit 2:1 in Front. Neuzugang Alain Tchuidjou stellte nach 86 Minuten nach einem Eckball den Endstand her. „Auf dieser Leistung können wir aufbauen“, sagte Gitschier.