Fußball Landesliga Joker Markus Wellert rettet der SKV Rutesheim einen Punkt
Nur vier Minuten nach seiner Einwechslung trifft der Stürmer der SKV Rutesheim zum 1:1 im Landesliga-Duell gegen SU Neckarsulm – Tabellenführer FV Löchgau enteilt der SKV.
Nur vier Minuten nach seiner Einwechslung trifft der Stürmer der SKV Rutesheim zum 1:1 im Landesliga-Duell gegen SU Neckarsulm – Tabellenführer FV Löchgau enteilt der SKV.
Etwas an Boden im Kampf um die Tabellenspitze hat die SKV Rutesheim in der Landesliga verloren. Während der Tabellenführer FV Löchgau sein Heimspiel gegen die TSG Öhringen mit 4:0 gewann, kam Verfolger SKV Rutesheim bei SU Neckarsulm nur zu einem 1:1.
Damit vergrößerte sich der Rückstand der Rutesheimer auf den Platz an der Sonne, den die SKV vor zwei Wochen noch selbst innegehabt hatte, auf drei Zähler. „Wir hätten den Sieg verdient gehabt, weil wir deutlich mehr vom Spiel und mehr Torchancen hatten“, meinte der Rutesheimer Coach Christopher Baake, „wir können das Ergebnis aber akzeptieren. Neckarsulm ist eine starke Mannschaft.“
Auf dem großen Rasenplatz in Neckarsulm suchten beide Mannschaften von Beginn an spielerische Lösungen. Die Gäste waren in den ersten 30 Minuten feldüberlegen, hatten viele frühe Ballgewinne und kamen so zu Chancen, die aber nicht konsequent abgeschlossen wurden. Nach rund einer Viertelstunde luchste Marcel Held einem Abwehrspieler der Gastgeber den Ball ab und lief allein auf das Tor zu, brachte aus 15 Metern aber zu wenig Druck hinter seinen Schuss. Wenige Minuten später kam Pascal Maier im Strafraum von Neckarsulm von halblinks aus 14 Metern zum Abschluss, seinem Schlenzer fehlte es aber an Effet, um den Torhüter der Gastgeber zu überwinden.
Glück hatten die Rutesheimer, dass Jan Göbel zehn Minuten vor der Pause bei der besten Möglichkeit der Gastgeber in einer 1:1-Situation Sieger blieb und das 0:0 zur Pause rettete. Auch in der zweiten Hälfte hatte die SKV mehr vom Spiel, weil das Tempo über die Außenbahnen höher war als bei den Gastgebern. Allerdings kam wie zuvor der letzte Pass selten genau genug. Nach einer guten Stunde hatten die mitgereisten SKV-Fans den Torschrei schon auf den Lippen, als Tobias Gebbert nach einer Flanke von Flavio Heiler aus zehn Metern den Ball ins Tor lenken wollte, in letzter Sekunde aber noch ein Abwehrbein dazwischenkam.
In der 70. Minute ließ der Drittliga-erfahrene NSU-Kapitän Mattia Trianni (damals VfR Aalen) seine Torgefahr aufblitzen, als er nach einem Konter nach einem Rutesheimer Eckball von außen bedient wurde, das Spielgerät jedoch aus vollem Tempo aus fünf Metern am kurzen Eck vorbei setzte. In der 77. Minute war aus Rutesheimer Sicht aber nichts mehr zu retten: Bei einem langen Pass irritierten sich Tim Rudloff und Maxim Russ gegenseitig, der zweite Ball landete beim eingewechselten Luca Rott, der aus zwölf Metern zur 1:0-Führung für den Tabellensechsten traf.
SKV-Coach Baake reagierte umgehend und brachte eine Minute später in Mittelstürmer Markus Wellert für Maxim Russ noch mehr Offensivpower auf den Platz – und der Joker brauchte keine lange Anlaufzeit: Vier Minuten nach seiner Einwechslung vollendete er eine mit viel Tempo vorgetragene Kombination über Joshua Schneider, Flavio Heiler, Laurin Stütz und eine Flanke von Alexander Grau per Kopf aus sieben Metern zum 1:1-Ausgleich. „Das war klasse gespielt, weil Neckarsulm bei diesem Spielzug unserem Tempo nicht folgen konnte, sodass Markus Wellert am Ende ziemlich frei war“, lobte Baake sein Team. Zu mehr reichte es aber nicht mehr, am Ende mussten die Rutesheimer mit dem einen Zähler zufrieden sein. Nach der Osterpause steht am Freitagabend unter Flutlicht das Heim-Derby gegen den TSV Heimerdingen an. SKV Rutesheim: Göbel – Riedlinger, Rudloff, Schneider, Maier (65. Kiloko), Gebbert, Russ (78. Wellert), Grau, Held (90. Geist), Stütz, Heiler (86. Obert).