Fußball Landesliga SKV Rutesheim erwartet erneut ein Spitzenteam

Nichts sehen, nichts hören: Ernüchterung bei der SKV Rutesheim nach der Niederlage gegen den FSV Waiblingen. Foto: Andreas Gorr

Eine Woche nach dem 0:2 gegen den Klassenprimus FSV Waiblingen ist der Tabellenzweite TSV Ilshofen im Sportpark Bühl zu Gast. Es geht Schlag auf Schlag, aber die SKV kommt nicht in Tritt.

Gelungen ist der Start der SKV Rutesheim in die Landesligasaison nicht wirklich. Nach vier Spieltagen stehen nur vier Zähler zu Buche, das bedeutet Rang elf. Sorgen macht sich Trainer Christopher Baake aber deswegen nicht. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Die Ergebnisse haben zwar nicht gestimmt, das Auftreten stimmt mich absolut zuversichtlich“, gibt sich der Coach optimistisch.

 

Tatsächlich könnte die Mannschaft vier Zähler mehr auf dem Konto haben: Gegen die Sportunion Neckarsulm dominierten die Schwarz-Weißen die Partie über weite Strecken und lagen bis zur 88. Minute in Führung, ehe die Gäste durch einen stark geschossenen Freistoß zum 3:3 kamen.

Zuletzt hätten die Rutesheimer gegen den Klassenprimus FSV Waiblingen zur Pause deutlich führen können. Doch ein Foul im Strafraum an Tobias Gebbert wurde nicht geahndet und zweimal landete der Ball an der Latte des Gästetores. „Da war auch viel Pech dabei“, meint Baake, der mit ansehen musste, wie die SKV durch ein Standard-Gegentor nach einer Ecke und eine starke Einzelleistung in der Schlussphase 0:2 unterlag.

Das Manko der Rutesheimer: Trotz zahlreicher Möglichkeiten stehen nach vier Begegnungen nur sechs Tore auf der Habenseite. Also stand in dieser Woche im Training die Offensive verstärkt im Fokus. „Wir haben gezielt am Spiel im letzten Drittel gearbeitet und klare letzte Pässe trainiert“, verrät Coach Baake. Denn die nächste Aufgabe wird nicht leichter als die gegen den FSV Waiblingen. Im TSV Ilshofen gibt am Samstag (15.30 Uhr) der Zweite seine Visitenkarte im Sportpark Bühl ab, der aus den ersten vier Saisonspielen zehn von zwölf möglichen Zählern geholt hat.

Vorsicht vor Lukas Lindner

Den einzigen Punktverlust gab es im ersten Saisonspiel bei Neuling SG Weinstadt, es folgten drei Siege, unter anderem gegen so starke Teams wie den FV Löchgau (4:2) und SU Neckarsulm (4:1), auf die auch schon die SKV getroffen ist. Besonders zu beachten beim TSV Ilshofen ist Stürmer Lukas Lindner, der mit fünf Treffern die Torjägerliste mit zwei weiteren Akteuren anführt. „Er ist ein Unterschiedsspieler, der sich die Bälle im Mittelfeld holt, aber auch schnell wieder in der Box ist und kaltschnäuzig im Abschluss“, weiß Baake. Der spielende Co-Trainer des TSV Ilshofen hat auch eine Saison in der Oberliga beim ATSV Muschelbach gespielt.

Auch Lars Fischer hat mit drei Treffern ordentlich dazu beigetragen, dass Ilshofen mit 13 Toren derzeit die stärkste Offensive der Liga stellt. Oberligaerfahrung bringt auch Jonas Lausenmeyer mit, der mit dem TSV vier Jahre lang in der höchsten baden-württembergischen Liga gespielt hat. „Über ihn läuft viel beim Spielaufbau“, weiß Baake über den defensiven Mittelfeldakteur und Fitnesstrainer.

Rotsperre von Laurin Stütz beendet

Die größte Schwierigkeit für den Rutesheimer Trainer ist, dass er im zweiten Spitzenspiel in Folge erneut die Mannschaft umbauen muss. Joshua Schneider weilt in den Flitterwochen und Yannik Riedlinger ist privat verhindert – so fehlen gleich zwei Mann aus der Viererkette. Für sie könnten Lars Ludwig, der nach seinem Handgelenksbruch im Pokalspiel gegen Croatia Bietigheim ausgefallen war, und Constantin Kogel, dem nach langer Verletzungszeit die Spielpraxis fehlt, ins Team rücken. Im Sturm ist Laurin Stütz nach seiner Rotsperre wieder spielberechtigt. Dafür ist der Einsatz von Flavio Heiler unklar, der im Spiel gegen den FSV Waiblingen einen Schlag auf den Oberschenkel bekommen hat und in dieser Woche nicht trainieren konnte.

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