Das Schussglück war dem TSV Ehningen nicht hold: In dieser Szene versucht es Maurice Dreher ohne Erfolg. Foto: Harald Rommel
Mit einem Sieg gegen den TV Echterdingen hätte der TSV Ehningen in der Fußball-Landesliga, Staffel II, Platz zwei erobert. Dass er dies nicht schaffte, hatte gleich mehrere Gründe.
Erstmals seit dem 14. September müssen die Blau-Gelben damit wieder eine Heimniederlage aufarbeiten. „Einen Punkt hätten wir allemal verdient gehabt“ ,ließ Co-Trainer Manuel Schaitel die mitunter recht zerfahrene Angelegenheit Revue passieren. Seine Schützlinge scheiterten einerseits an der destruktiven Art und Weise des Gegners („aus ihrer Sicht haben die alles richtig gemacht“) und andererseits am eigenen Unvermögen („die Chancen auf unserer Seite waren vorhanden“).
In der Anfangsviertelstunde zeigt der TSV Ehningen Nachlässigkeiten
Mit der Anfangsviertelstunde war Schaitel ganz und gar nicht einverstanden. „Beide Male nicht gut verteidigt und es dem Kontrahenten viel zu einfach gemacht“, kommentierte er den Doppelpack von Steffen Schmidt infolge von Nachlässigkeiten in der eigenen Defensive. „Das darf uns einfach nicht passieren.“
Die bis dahin recht sorglosen Platzherren brauchten eine gewisse Zeit, um sich von den Nackenschlägen zu erholen. Dann nutzten sie mehr und mehr ihre spielerischen Vorteile. Nach einer Ecke von Marcel Berberoglu erzielte Maurice Dreher mit dem Hinterkopf den Anschlusstreffer. Die Schalkwiesenkicker wollten mehr, ließen allerdings – wie beispielsweise bei einer Großchance von Kenan Kasikci unmittelbar vor der Pause – den unbedingten Willen zum Erfolg vermissen.
Keeper Mustafa Görkem musste zwei verfrühte, faule Ostereier schlucken. Foto: Harald Rommel
TSV Ehningen versucht, den TV Echterdingen mit dessen Waffen zu schlagen
Dafür versuchten die Ehninger nach Wiederbeginn, die Echterdinger mit deren Waffen zu schlagen. Sie traten wesentlich aggressiver und entschlossener in den Zweikämpfen auf. Das hielt jedoch nur zehn Minuten, und in dieser Phase hatte weder Dreher noch Gabriel Körtge Corral das Visier richtig eingestellt.
Danach plätscherte die Partie lange vor sich hin. „Da waren wir nicht mehr zwingend genug“, ärgerte es Schaitel, dass sich seine Schützlinge nicht mehr aufs eigene Können konzentrierten, sondern sich zu sehr vom Rivalen den Schneid abkaufen ließen. „Die haben recht früh mit dem Zeitspiel angefangen, da fiel die Nettospielzeit recht gering aus“, monierte er zudem zurecht.
TSV Ehningen stemmt sich erst zum Schluss vehement gegen die Niederlage
Der TSV stemmte sich erst in den letzten Zügen vehement gegen die Niederlage. Ohne den gewünschten Effekt. Einzig der eingewechselte Gökhan Akyüz hatte in der Nachspielzeit noch den Ausgleich auf dem Schlappen, traf aber genau in die Arme von TVE-Keeper Marko Gaspar.