Fußball-Landesliga, Staffel II Leichtsinniger VfL Sindelfingen kann sich am Ende doch über Dreier freuen

In dieser Szene ärgert sich Tobias Kubitzsch vom VfL Sindelfingen: Ansonsten hatte der beste Mann auf dem Platz aber reichlich Grund zur Freude. Foto: Eibner/Oliver Schmidt

Der VfL Sindelfingen bringt sich in der Fußball-Landesliga, Staffel II, zunächst durch eigene Fehler selbst in Bedrängnis, landet aber beim TSV Bad Boll doch noch einen deutlichen und verdienten Auswärtserfolg.

„In Summe war das ein gut anzuschauendes Spiel von uns und ein verdienter Sieg“, war Thomas Dietsche, sportlicher Leiter beim VfL Sindelfingen, mit dem 5:2-Erfolg beim TSV Bad Boll zufrieden. Was ihm allerdings bei diesem Duell der Fußball-Landesliga, Staffel II, missfiel, war „dass wir uns zwischendurch durch leichtsinniges Verhalten immer wieder selbst in Bedrängnis gebracht haben“.

 

Am Fuße der schwäbischen Alb entwickelte sich von Beginn an eine offene Partie, in der die Gastgeber die erste gefährliche Szene für sich verbuchten. Doch Gäste-Keeper Lars Pfeifer war, nachdem seine Vorderleute in der Eröffnung gepatzt hatten, rechtzeitig zur Stelle. Auf der Gegenseite erzielten seine Kollegen gleich die Führung. Tobias Kubitzsch überraschte Schlussmann Alexander Lang mit einem schnell ausgeführten Freistoß, der ins lange Eck einschlug. Um ein Haar hätte Bünyamin Bakacs erhöht, als er nach einer Balleroberung das Ziel nur knapp verfehlte.

Die Daimlerstädter waren danach im Vorteil und hatten das Geschehen weitestgehend im Griff, leisteten sich jedoch punktuelle Aussetzer, beispielsweise bevor Pfeifer mit einer starken Parade nach einem Kopfball den Ausgleich verhinderte. Nachdem Agim Deskaj eine Vorlage von Andre Simao verpasst hatte, war es pures Glück, dass ein abgefälschter Standard der Einheimischen knapp neben dem Gehäuse landete. „Gegen Ende der ersten Hälfte waren wir nicht mehr so griffig und zu unpräzise in unseren Aktionen“, bemängelte Dietsche. Ein weiterer Patzer im Aufbau führte zum 1:1-Ausgleich, als Torjäger Baran Ates aus der Drehung Pfeifer keine Chance ließ.

Kurz nach Wiederanpfiff war es Kubitzsch, der nach Zuspiel von Deskaj mit einem herrlichen Treffer für das 1:2 sorgte. Ähnlich wie in Durchgang eins hätte der VfL kurz danach die Führung ausbauen können und hatte anschließend selbst Glück. Nachdem der Schuss von Gianluca Gamuzza kurz vor der Linie geklärt worden war, hob ein TSV-Stürmer das Leder über Pfeifer, aber auch über den Kasten.

Dem 2:2 durch Ates ging, wie bereits beim 1:1, ein Sindelfinger Lapsus in der eigenen Hälfte voraus. Aber quasi bereits im Gegenzug sorgte Gamuzza mit seinem 22. Saisontreffer für das 2:3. Danach behielt die Auswärtself endgültig die Oberhand und landete durch zwei Treffer von Simao – einmal nach Vorarbeit von Aaron Biedma-Andrades, einmal mit dem Assist des starken Kubitzsch – schließlich doch noch einen klaren Dreier. VfL Sindelfingen: Pfeifer, Schuckenböhmer (82. Maraslioglu), Simao (84. Schmidt), Behramaj, Gamuzza (84. Beurenmeister), Biedma-Andrades, Deskaj (70. Kasikci), Kubitzsch, Bakacs, Molitor, Kilinc. Tore: 0:1 (11.) Kubitzsch, 1:1 (43.) Ates, 1:2 (48.) Kubitzsch, 2:2 (62.) Ates, 2:3 (66.) Gamuzza, 2:4 (73.) Simao, 2:5 (80.) Simao. Zuschauer: 85.

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