Trainer Thomas Siegmund (li.) und der sportliche Leiter Bastian Bothner (re.) begrüßen Maurice-Tyron Zivny, Felipe Arellano Torres, Bjarne Hamann und Lennart Häßler (v. li.) beim VfL Sindelfingen. Foto: VfL Sindelfingen
Wenn im Amateurfußball ein Trainer den Verein wechselt, ist es nicht selten, dass ihm der eine oder andere Spieler folgt. So passiert es nun auch bei SV Böblingen und VfL Sindelfingen.
Michael Schwartz
26.02.2026 - 13:40 Uhr
Als Trainer Thomas Siegmund zu Beginn der Winterpause völlig überraschend innerhalb der Landesliga, Staffel II, von der SV Böblingen zum VfL Sindelfingen ging, erzeugte das in der lokalen Fußballszene nicht nur wegen des ungewöhnlichen Zeitpunkts einigen Wirbel.
Erstere drei stammen aus der eigenen Jugend. Hamann ist inzwischen sogar Kapitän des Teams, Häßler ist zwar erst 19, zählt aber seit zwei Jahren zu den absoluten Leistungsträgern, und Arellano Torres hat in der abgelaufenen Hinrunde einen Riesensprung gemacht. Zivny war erst vor der Saison vom VfL zur SVB gegangen und kommt nun zurück.
VfL Sindelfingen setzt auf Fußballer mit Potenzial im Jetzt und in der Zukunft
„ Alle vier stehen exemplarisch für die zukünftige Ausrichtung: regionale Topspieler mit Potenzial im Jetzt und in der Zukunft“, schreiben die Sindelfinger in einer Pressemitteilung. Mit den Innenverteidigern Bjarne Hamann und Lennart Hässler verstärken sie sich im Defensivzentrum doppelt. Nach dem feststehenden Abgang von Max Brendle zum VfL Nagold war den Verantwortlichen klar, dass diese Position insgesamt breiter aufgestellt werden soll.
„Wir wollten die Lücke nicht eins zu eins schließen, sondern strukturell reagieren“, so die sportlichen Leiter Thomas Dietsche und Bastian Bothner. „Mit Bjarne und Lennart gewinnen wir trotz ihres jungen Alters Führungsspieler, die Verantwortung kennen und Entwicklungspotenzial mitbringen.“
VfL Sindelfingen legt in der Innenverteidigung und auf dem Flügel nach
Trainer Thomas Siegmund ergänzt: „Max hat sportlich wie menschlich Maßstäbe in Sindelfingen gesetzt. Mit Bjarne und Lennart kommen zwei Spieler, die Tempo, spielerische Klasse und Perspektive vereinen – das gibt uns Stabilität und zusätzliche Optionen.“
Zwei für die Innenverteidigung, einer für den Flügel und einer fürs Tor
Auch auf den Flügeln legt der VfL personell nach: Felipe Arellano Torres ist ein flexibler Spieler, der Tempo und Eins-gegen-Eins-Qualität mitbringt. „Er passt mit seinem Profil sehr gut zu unserer Spielidee. Er ist ambitioniert und bringt genau die Dynamik mit, die wir auf den Außen sehen wollen“, erklären Bothner und Dietsche.
VfL Sindelfingen legt auch zwischen den Pfosten noch einmal nach
Komplettiert wird das Quartett durch Maurice-Tyron Zivny. Der junge Keeper sorgt für einen erhöhten Konkurrenzkampf zwischen den Pfosten. „Er kennt das Umfeld hier, und ich habe seine Qualitäten schätzen gelernt. Wir freuen uns, dass er sich erneut für den VfL entschieden hat“, ordnet Siegmund ein.
„Mit den vier Jungs gewinnen wir nicht nur sportliche Qualität, sondern auch tolle Persönlichkeiten“, steht in der Pressemitteilung des Vereins weiter zu lesen. „Sie alle zeichnen sich durch einen hervorragenden Charakter aus und überzeugen nicht nur auf dem Platz mit hoher Leistungsbereitschaft, Disziplin und der richtigen Einstellung zum Sport. Auch abseits des Spielfelds bringen sie sich engagiert ein.“