Fußball-Landesliga, Staffel II Selbstbedienungsladen Floschenstadion – 0:3-Heimpleite des VfL Sindelfingen

Immerhin eine positive Nachricht für den VfL Sindelfingen: Artan Ademi (re.) feierte sein Comeback nach längerer Verletzungspause. Foto: Eibner/Edward Cheung

Der VfL Sindelfingen ist in der Rückrunde der Fußball-Landesliga, Staffel II, die personifizierte Heimschwäche. Auch gegen den SC Geislingen verließ er den Platz als Verlierer.

Kein einziger Heimsieg in der gesamten Rückrunde für den VfL Sindelfingen in der Fußball-Landesliga, Staffel II. Auch beim letzten Auftritt vor eigenem Publikum kassierte der ambitionierte Klub mit dem 0:3 gegen den SC Geislingen eine Niederlage. Aus der einstiegen Festung Floschenstadion ist ein Selbstbedienungsladen geworden. Nach der jüngsten Schlappe äußerte sich Trainer Maik Schütt, der die Begegnung zu einer Art Charaktertest erklärt hatte, erneut enttäuscht: „Wie das heute zustande kam, tut mir persönlich sehr weh.“

 

Dabei startete seine Elf flott, als Gianluca Gamuzza eine Flanke von Bünyamin Bakacs nur knapp verfehlte. Doch bereits früh gingen die Gäste in Front. Nach einer Ballstafette über mehrere Stationen konnte VfL-Keeper Maurice Zivny den ersten Anlauf noch abwehren, doch gegen den Nachschuss von Patrick Niederberger war er machtlos.

Der SC war nach der Führung eindeutig am Drücker und ließ bei hochsommerlichen Temperaturen Kugel und Gegner laufen. „Das Spiel gegen den Ball ist auch eine Mentalitätsfrage“, kommentierte Schütt die Tatsache, dass seine Schützlinge häufig nur hinterherliefen. Offensiv hatten sie kaum zwingende Kombinationen und waren spätestens am gegnerischen Strafraum mit ihrem Latein am Ende.

Nachdem Damiano de Lucia nach einem Konter knapp vorbei gezielt hatte, reagierte der Coach und brachte früh Leon Rasic. Bis auf eine Flanke von Gamuzza, die Malik Eyüpoglu gerade noch zur Ecke klärte, änderte sich jedoch wenig. Im Gegenteil: Auf der Gegenseite musste Zivny in höchster Not gegen De Lucia klären.

Nach dem Seitenwechsel brachte Rasic das Leder nach einer Flanke von Phil Schmidt erst nicht unter Kontrolle, und auch als ihn Aaron Biedma-Andrades steil schickte, konnte er daraus kein Kapital schlagen. Schmidt selbst scheiterte nach einer sehenswerten Kombination mit Biedma-Andrades an Schlussmann Max Piegsa. Dazwischen vergaben Mert Özdemir und De Lucia weitere Chancen.

Das 0:2 fiel, als De Lucia aus kurzer Distanz zum Abschluss kam. Damit war das Ding entschieden, auch wenn Bakacs mit einem Freistoß und Schmidt nach einem Solo Piegsa nochmals prüften. Kurz vor dem Abpfiff sorgte Özdemir für das 0:3-Endergebnis.

„Heute wurden die Vorgaben null-komma-null umgesetzt, und in den letzten Spielen war keine Entwicklung erkennbar“, ging Schütt mit seinen Kickern hart ins Gericht. Dabei nahm er sich selbst allerdings genauso in die Pflicht, denn am Ende sei es schließlich er, der als Mann auf der Kommandobrücke die Verantwortung trage. VfL Sindelfingen: Zivny, Kasikci (28. Rasic), Gamuzza, Biedma-Andrades, Grbic, Deskaj (46. Schmidt), Kubitzsch (70. Beurenmeister), Bakacs, Horny (55. Ademi), Molitor (44. Kotecki), Kilinc. Tore: 0:1 (5.) Niederberger, 0:2 (63.) De Lucia, 0:3 (90.) Özdemir. Zuschauer: 250.

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