In der Hinrunde stand Slobodan Markovic noch bei der TSVgg Plattenhardt an der Seitenlinie: Ab der Rückrunde coacht er die SV Böblingen. Foto: Eibner/Daniele La Rocca
Die Trainerposition bei der SV Böblingen aus der Fußball-Landesliga, Staffel II, war nicht lange vakant. Der Verein hat einen neuen Coach unter Vertrag genommen, der die Liga gut kennt.
Der 38-Jährige kennt die Fußball-Landesliga, Staffel II, also gut. „Mit klarer Spielidee, hoher Intensität und großem Engagement soll er der Mannschaft neue Impulse geben“, schreibt der Verein in einer Pressemitteilung.
Trainer Slobodan Markovic soll die SV Böblingen weiterentwickeln
„Slobodan Marokovic passt sportlich und menschlich hervorragend zu uns“, findet SVB-Abteilungsleiter Detlef Büttner. „Wir sind überzeugt, dass er die Mannschaft weiterentwickeln wird.“ Der Übungsleiter selbst sagt: „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe. Die Gespräche mit dem Verein waren von Anfang an offen und ehrlich. Jetzt gilt es, gemeinsam hart zu arbeiten und als Team aufzutreten.“
Abteilungsleiter Detlef Büttner findet, dass Slobodan Marokovic sportlich und menschlich hervorragend zur SV Böblingen passt. Foto: Stefanie Schlecht
Der sportliche Leiter Ioannis Tsapakidis hat den Deal innerhalb von nicht einmal sieben Tagen eingefädelt. „Slobodan Markovic kennt die Liga, bringt frische Ideen mit und übernimmt Verantwortung“, erklärt er. „Das war uns in dieser Phase besonders wichtig.“ Dass es jetzt so schnell gehen würde, damit hatte er zunächst selbst nicht gerechnet. „Doch das zeigt, dass wir unsere Hausaufgaben gemacht haben. Ich bin lange genug im Fußball dabei, um zu wissen, dass am Ende des Tages jeder nach sich selbst schauen muss.“ Allein deshalb halte er seine Augen und Ohren immer offen.
Dazu kam, dass sich in den vergangenen Tagen rund 25 potenzielle Nachfolger bei ihm gemeldet und ihr Interesse bekundet haben. „Da waren sehr interessante Kandidaten dabei“, nickt er. Am Ende schafften es zwei bis drei davon in die engere Auswahl. Wichtig war für die Verantwortlichen: „Wir wollten keine Interimslösung bis zum Ende der Saison. Das wäre für uns nicht das Richtige gewesen. Wir brauchen gerade für unsere jungen Spieler eine langfristige Perspektive.“
Den neuen Trainer kennt Ioannis Tsapakidis bereits seit langer Zeit. Dessen Bruder Nemanja Markovic kickte bei Calcio Leinfelden-Echterdingen, als Tsapakidis dort in der Verantwortung stand. „Ich halte sehr viel von Slobodan und habe seinen Weg in den vergangenen Jahren verfolgt. Er hat in Plattenhardt einen super Job gemacht.“ Dort führte er ein ebenfalls junges Team von der Bezirksliga in die Landesliga, Staffel II.
Beim jüngsten Aufeinandertreffen am Silberweg ging dieses zwar mit 0:7 baden, doch zuletzt ging die Formkurve immer steiler nach oben. Höhepunkt war wohl der 2:0-Erfolg gegen den Tabellenzweiten 1. FC Eislingen kurz vor der Winterpause. „Da haben sie gezeigt, was sie können“, sagt Ioannis Tspakidis, der selbst vor Ort war.
Demzufolge waren sie beim Klassenkameraden wenig erfreut, dass sie nun wenige Tage nach der SVB in denselben sauren Apfel beißen und ihren Coach abgeben müssen. „Wir mussten ja schnell reagieren“, sagt der sportliche Leiter der Böblinger fast schon entschuldigend.