Als die Fußballer von SC Geislingen und SV Rohrau in Staffel II aufeinandertrafen, sahen die Zuschauer ein Spiel, das über die gesamte Dauer gesehen Mühe hatte, dem Anspruch Landesliga gerecht zu werden. Die Gastgeber nutzten ihre erste echte Möglichkeit zur Führung durch Ricardo Dias Matos, in der Nachspielzeit von Halbzeit eins erhöhte Mert Özdemir auf 2:0. Im zweiten Abschnitt blieb es trotz zahlreicher Wechsel auf beiden Seiten bei diesem Resultat, obwohl die Einheimischen noch drei, vier gute Chancen einschließlich Lattentreffer hatten.
Bei den Gästen stand Simon Müsel zum ersten Mal wieder in der Startelf, Kai Moser verteidigte rechts, Matthias Franz versuchte zwischendurch die Offensive zu unterstützen. Diese fand aber praktisch nicht statt. Die wenigen Bälle, die nach vorne kamen, trugen zum größten Teil die Aufschrift Befreiungsschlag oder Zufall. Zwei Torschüsse, zwei Möglichkeiten – mehr war für den Gäu-Klub nicht drin. Den Rückpass eines Mitspielers ließ SCG-Keeper Max Piegsa unter den Stollen in Richtung Toraus durchrutschen, später war er bei einem Heber von Müsel auf dem Posten. Bezeichnend: Auf den ersten Eckball im zweiten Abschnitt mussten die mitgereisten SVR-Fans bis zur vorletzten Minute warten.
Die Geislinger übten Dauerdruck aus. Die Rohrauer Viererkette mit Knoß, Dennis Gauß, Maximilian Geiger und Moser wurde permanent beschäftigt, das Mittelfeld war durchgehend damit beschäftigt, die Löcher zu stopfen, die es zum größten Teil durch schlampige Zuspiele selbst verursacht hatte. Die Offensive mit Noel Hellmann, Müsel und Jonathan Fiscella hing in der Luft. Müsel ging zwar öfters als Sieger in Kopfballduellen hervor, aber seine Kollegen waren nicht in der Lage, aus der einen oder anderen Ablage etwas Zählbares zu generieren.
Dennoch blieb es bis kurz vor Ende des ersten Abschnitts beim knappen Rückstand, was immer noch Hoffnungen offen ließ. Umso ärgerlich war der zweite Gegentreffer, als das Schlusslicht Ansätze zeigte, sich etwas Luft zu verschaffen. Im zweiten Abschnitt verflachte die Begegnung schnell. Die einen taten nicht mehr als nötig, die anderen waren zu schwach, um daraus Kapital zu schlagen. Einzig Geiger, Gauß, Franz und Schlussmann Lucas Kroker verdienten sich gute Noten. Letzterer verhinderte gegen Dias Matos, Özdemir und Manuel Kranz Schlimmeres, und als Julius Boni einmal durch war, rettete die Latte.
SV Rohrau: Kroker, Moser, Geiger, Gauß, Franz, Widmayer (81. Krauel), Hellmann (72. Kleih), M. Knoß (63. Tropsch), Marques Moreira, J. Fiscella, Müsel (88. Jonas).
Tore: 1:0 (9.) Dias Matos, 2:0 (45.+2) Özdemir.
Zuschauer: 190.