Entscheidende Aktionen waren Mangelware: Alban Dodoli und die SV Böblingen schauen in der Tabelle wieder nach unten. Foto: Eibner/Ulmer
Nur noch vier Punkte Polster auf den Relegationsplatz. Nach der zweiten Niederlage in Folge in der Fußball-Landesliga, Staffel II, wird der Druck auf die SV Böblingen wieder größer.
Kevin Schuon
19.04.2026 - 19:42 Uhr
Bei den Fußballern der SV Böblingen geht der Blick wieder klar nach unten. Mit dem 1:4 beim TSV Bernhausen verlieren sie in der Landesliga, Staffel II, zum zweiten Mal in Folge. Damit haben sie nur noch vier Punkte Vorsprung auf den vermeintlichen Relegationsplatz.
Wie schnell es in dieser Klasse gehen kann, hat der Gegner in den vergangenen Wochen gezeigt. Mit dem vierten Sieg in Serie ist die Truppe von den Fildern wieder auf den zweiten Rang geklettert. Der einzige Qualitätsunterschied, den SVB-Coach Slobodan Markovic auch nach diesem deutlichen Ergebnis zwischen beiden Teams ausgemacht hat: „Die sind abgezockter als wir. Uns fehlt genau dieser Killerinstinkt.“
Bei der SV Böblingen fehlen gleich mehrere Stammkräfte
Dass es für seine Schützlinge schwer wird, beim TSV zu bestehen, war bereits vor dem Anpfiff klar. Mit Filip Hlebec, Adrian Körtge Corral und Felipe Arellano Torres fielen drei Stammspieler kurzfristig aus. „Da fehlt uns so langsam natürlich sehr viel an Qualität.“ Dennoch begann die Partie mit einer Riesenchance für die Gäste: Anton Lendl fing einen zu kurzen Rückpass auf Matej Livancic ab, brachte die Kugel aber nicht am Keeper vorbei. Eine Szene, die sinnbildlich für diesen Auftritt war.
Denn statt eine frühe Führung zu bejubeln, lagen die Böblinger im nächsten Moment zurück, nachdem Mihael Tomic zu viel Platz hatte, um eine Hereingabe flach in die Maschen zu ballern. „Emotional ist das natürlich ganz schwierig“, betonte Markovic.
Die SV Böblingen sollte dringend wieder in die Spur finden. Foto: Imago/Maximilian Koch
SV Böblingen lässt sich von Führung des TSV Bernhausen nicht unterkriegen
Doch seine Jungs ließen sich davon immerhin nicht unterkriegen. Einen Freistoß von Lendl konnte Livancic noch parieren, doch Kosmas Gkiagkiakev stand richtig und staubte zum 1:1 ab. Auch danach investierten die Mannen vom Silberweg viel. „Wir haben alles versucht“, fand Markovic. Oftmals wurde es auch gefährlich. Doch entscheidende Aktionen waren Mangelware.
Ganz anders bei den Einheimischen, bei denen Ivan Matanovic im Nachschuss das 2:1 markierte. „Das müssen wir zuvor besser klären“, ärgerte sich Markovic, dass einmal mehr eine Flanke durchgerutscht war.
Noch unglücklicher aus seiner Sicht war der Treffer zum 3:1, als der Freistoß von Matanovic unhaltbar von der Mauer abgelenkt wurde. Seinen dritten Treffer erzielte der Bernhausener Goalgetter, als er beim 4:1 einmal mehr goldrichtig stand.
SV Böblingen erlebt gegen den TSV Bernhausen dieselbe Leier erneut
Unter dem Strich war es dieselbe Leier wie vor einer Woche gegen Waldstetten: „Wir investieren mehr als der Gegner. Aber in den entscheidenden Momenten machen wir zu viele Fehler“, analysierte der Coach.