Fußball-Landesliga, Staffel II VfL Sindelfingen blamiert sich beim zweifach dezimierten Schlusslicht

Trainer Maik Schütt und seine Schützlinge gehen mit einem unschönen Erlebnis in die Winterpause. Foto: Eibner/Andreas Ulmer

Im letzten Fußballspiel vor der Winterpause der Landesliga, Staffel II, blamiert sich der VfL Sindelfingen in doppelter Überzahl beim bislang sieglosen Schlusslicht FV Sontheim/Brenz.

Im Mannschaftskreis danach waren die Köpfe der Fußballer des VfL Sindelfingen gesenkt. Bemerkenswert ruhig und zurückhaltend angesichts der vorhergehenden Blamage in der Landesliga, Staffel II, sprach Trainer Maik Schütt auf sie ein. Die peinliche Niederlage in doppelter Überzahl beim bislang sieglosen Schlusslicht FV Sontheim/Brenz konnte das aber nicht rückgängig machen. „Die Enttäuschung ist groß“, räumte der Coach ein. „Das war teils zu unruhig und kopflos. Außerdem haben wir uns oft in Einzelaktionen verstrickt.“

 

Die Gäste übernahmen anfangs die Initiative, doch die Pässe im letzten Drittel kamen nicht an. Bei zwei Szenen klappte es doch. In der ersten steckte Tobias Kubitzsch zu Tahir Bahadir durch, in der zweiten leitete letzterer weiter auf Artan Ademi. Aber in beiden Fällen war Tom Ebert im Kasten der Gastgeber die Endstation.

VfL Sindelfingen müht sich, FV Sontheim/Brenz trifft

Wie das häufig so ist: Die eine Mannschaft müht sich, die andere trifft beim zweiten gefährlichen Angriff. Nach einem langen Ball – das bevorzugte Mittel der Platzherren – war Jakob Gläser auf und davon und ließ Emil Lüdemann-Ravit zwischen den Pfosten bei seinem 1:0 keine Chance. „Keine Frage, wir müssen davor selbst in Führung gehen“, winkte Schütt ab.

Für den VfL kam zum fehlenden Glück auch noch Pech dazu. Gianluca Gamuzza legte sich das Leder zu weit vor, sodass der herausstürzende Ebert es ihm abjagen konnte, wobei sich der Offensivmann verletzte und raus musste. Zu allem Überfluss fand Bünyamin Bakacs beim Nachschuss seinen Meister im überragenden Schlussmann.

Der FV bolzte weiter Langholz, Lüdemann-Ravit musste gegen Matthias Schnürch retten. Dieser und seine Kollegen profitierten von einigen Stellungsfehlern des Gästeteams, bei dem nun die Zuspiele in die Spitze nicht mehr funktionierten. Dass es hektischer wurde und viele Fouls den Rhythmus störten, kam den Sontheimern zugute. Die Sindelfinger konnten ihre optischen Vorteile nicht in Zählbares ummünzen. Auch nicht, als Bahadir nach Ademis Rückgabe von der Grundlinie den Pfosten traf. Nach dem Wiederanpfiff wollte der VfL sofort wieder Druck aufbauen, aber mit zu vielen Ungenauigkeiten klappt das eben nicht. Wenn es doch mal Abschlüsse gab, war Ebert zur Stelle, beispielsweise bei einem Freistoß von Bakacs. Weitere Schüsse oder Kopfbälle von Bakacs, Kubitzsch, Ademi und Aaron Biedma-Andrades führten ebenfalls nicht zum gewünschten Einschlag.

Schütt forderte seine Schützlinge wiederholt auf, dass Klein-klein zu unterlassen und die Kugel in die Box zu bringen. Bei diesem Unterfangen hatte der VfL deutlich mehr Räume, nachdem innerhalb kurzer Zeit Elias Oberling und Caner Otabasi vom FV mit Gelb-Rot zum Duschen geschickt worden waren. Natürlich verteidigten deren Kollegen nun mit allem, was sie hatten, und schlugen die Pille nur weg. Jede bereinigte gefährliche Lage wurde bejubelt, und nachdem auch Arbes Bytyci drüber geballert hatte, war der erste Sieg des Schlusslichts tatsächlich unter Dach und Fach.

VfL Sindelfingen: Lüdemann-Ravit, Maraslioglu (61. Horny), Bahadir (61. Bytyci), Gamuzza (38. Kizilagil), Biedma-Andrades, Kubitzsch (72. Krauß), Bakacs, Molitor, Ademi, Brendle, Edelmann.

Tor: 1:0 (21.) Gläser.

Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rot Oberling (67./FV) wiederholtes Foul, Otabasi (70./FV) taktisches Foul.

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