Rudolf Buxmann? Verletzt. Marius Riedmiller? Auch verletzt. Haris Gudzevic? Gesperrt. Lars Ruckh? Verfügbar. Immerhin ein echter Stürmer ist beim TSV Heimerdingen vor den Spitzenspiel beim VfR Heilbronn an diesem Freitag (19.30 Uhr) fit und einsatzbereit. „Wir haben einen breiten Kader“, sagt der 34 Jahre alte Torjäger, „wir können die Ausfälle kompensieren.“ Ruckh liegt damit exakt auf der Linie von Trainer Daniel Riffert, der vor dem Gastspiel in Heilbronn bemerkt: „Klar, bei den klassischen Stürmern ist es bei uns gerade eng – aber wir haben natürlich Alternativen.“
Ob nun Furtan Yumurtaoglu als Stürmer agiert, wie er das schon bei Röchling Völklingen gespielt hat, oder ob der pfeilschnelle Casian Ulici die VfR-Abwehr mit seinen Temposprints beschäftigt oder ob der TSV seine Grundordnung auf ein 4-5-1 mit einem offensiven Mittelfeldspieler umstellt, das alles sind Optionen, die Daniel Riffert in seiner Auswahl hat. Viel wichtiger ist dem Coach allerdings die Einstellung seiner Mannschaft in dem Kräftemessen mit den Heilbronnern, die auf Platz drei stehen. „Wir müssen selbstbewusst auftreten und dürfen uns von der Stimmung dort nicht einschüchtern lassen“, betont Riffert, „und wir müssen bereit sein, alles in diese Partie reinzuwerfen.“
Es handelt sich eher um ein Problemchen im Sturm. Mit 35 Toren stellt der Club den besten Angriff und mit elf Gegentreffern die zweitbeste Verteidigung der Liga. Wir haben uns Respekt bei den Gegnern erarbeitet“, sagt der Coach des Tabellenführers. Lars Ruckh kann der Situation einiges abgewinnen. „Letzte Saison waren wir der Jäger“, sagt der letzte Mohikaner im TSV-Sturm, „aber mir gefällt die Rolle des Gejagten besser.“
Platz der Knoten bei der SKV Rutesheim?
Bei der SKV Rutesheim ist die aktuelle Lage im Sturm wohl eher ein Problem – vor der schweren Auswärtspartie beim SV Kaisersbach an diesem Sonntag (15 Uhr) plagt Trainer Christopher Baake die Quote in der Chancenverwertung. In elf Spielen kommt die SKV lediglich auf 18 Treffer. Nicht nur beim höchst ärgerlichen 1:1 gegen die SpVgg Satteldorf vergangene Woche ließ die Offensivabteilung mehrere Möglichkeiten aus, das Spiel für die SKV zu entscheiden. „Wir trainieren das seit einigen Wochen“, sagt der Coach, „ich hoffe, dass der Knoten in Kaisersbach endlich platzt.“ Immerhin ein Lichtblick für die Rutesheimer: Der seit Anfang September verletzte Stürmer Janis Lamatsch kehrt schrittweise ins Team zurück, gegen Satteldorf wurde er sieben Minuten vor Schluss eingewechselt. „Wir setzen große Hoffnung in ihn, ein Einsatz von Beginn an in Kaisersbach käme noch zu früh“, sagt Baake, „aber er ist eine Option.“
Heimstarker SV Kaisersbach
Die Auswärtspartie in der kleinen Gemeinde (2700 Einwohner) bei Welzheim ist erstens ein Verfolgerduell, in der der Vierte (SV) auf den Fünften (SKV) trifft, und zweitens ein schwieriges Pflaster für Gästemannschaften – das Team von Trainer Hakan Keskin ist zu Hause in fünf Begegnungen noch ungeschlagen. Dabei haben die Rutesheimer recht gute Erinnerungen an das bislang letzte Aufeinandertreffen. In der ersten Runde im WFV-Pokal besiegte die SKV durch Tore von Tobias Gebbert und Flavio Heiler das Team aus Kaisersbach mit 2:1, allerdings war es ein Heimspiel im Sportpark Bühl. „Die haben einige starke Spieler“, bemerkt Baake, „aber wir wissen, wie sie zu schlagen sind.“