Fußball Landesliga TSV Heimerdingen holt Punkt im Topspiel
Im Spitzenspiel der Fußball-Landesliga trennen sich der TSV Heimerdingen und der FSV Waiblingen torlos – trotz einiger guter Chancen der Gastgeber sowie der Gäste.
Im Spitzenspiel der Fußball-Landesliga trennen sich der TSV Heimerdingen und der FSV Waiblingen torlos – trotz einiger guter Chancen der Gastgeber sowie der Gäste.
Der FSV Waiblingen hat als Aufsteiger für Furore gesorgt. Sechs Siege aus den ersten sechs Spielen holte die Mannschaft des ehemaligen VfB- und Kickers-Profis Giuseppe Catizone, der seit der vergangenen Saison an der Seitenlinie die Kommandos gibt. Zwölf Neuzugänge haben die Verantwortlichen geholt, die Hälfte davon mit Oberliga- oder Verbandsligaerfahrung. Das Ergebnis: Seit dem vierten Spieltag steht der FSV an der Spitze – und das hat sich auch nach dem siebten Spieltag nicht verändert, obwohl es Verfolger TSV Heimerdingen als erstem Club gelang, den Waiblingern beim 0:0 einen Zähler abzuknüpfen.
Und unterm Strich ging das Ergebnis in Ordnung. „Mit dem 0:0 kann ich gut leben“, meinte TSV-Abteilungsleiter Uwe Sippel nach der Partie. Allerdings trauerte er ebenso wie die 250 Zuschauer den vergebenen Chancen der Grün-Weißen in der ersten Halbzeit nach. „Da hat uns die Effektivität gefehlt“, konstatierte er. Tatsächlich hatten die Hausherren schon in der 2. Minute eine Doppelchance durch Schüsse von Filip Milos und Pascal Dos Santos Coehlo, die jedoch beide geblockt wurden – und im Gegenzug Glück, dass Schlussmann Lukas Emmrich bei einem Schuss von Alessio Allkollari aus 14 Metern auf dem Posten war.
In der Folge brannten die Heimerdinger ein Offensiv-Feuerwerk ab: Erst schoss Robin Reichardt nach einem zu kurz abgewehrten Eckball aus 17 Metern über das Tor (4.). Sechs Minuten später scheiterte Lars Ruckh nach einer Flanke aus kurzer Distanz am starken Waiblinger Keeper Mario Peric. Und weitere acht Minuten später war Peric erneut zweimal zur Stelle, als Rudolf Buxmann einen zu kurz abgewehrten Ball aus aussichtsreicher Position aufs Tor brachte. Nach dem folgenden Eckball strich ein Kopfball von Filip Milos aus acht Metern knapp am langen Pfosten vorbei.
Die nächste Chance in der 20. Minute hatte erneut Ruckh, der nach einer Ecke einen wuchtigen Kopfball knapp über die Latte setzte. Zehn Minuten später wurde Buxmann aus sieben Metern nach einer Coehlo-Flanke geblockt, der Nachschuss-Schlenzer von Reichardt strich erneut wenige Zentimeter am langen Pfosten vorbei. Erst in der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit gelang es den Gästen, die Heimerdinger nicht mehr in die gefährlichen Zonen kommen zu lassen. Die Zuschauer quittierten die Leistung der Heimelf zur Pause mit wohlwollendem Applaus. „Wir hatten von Anfang an Zugriff und haben gute Passstaffetten gespielt“, meinte Co-Trainer Dos Santos Coehlo.
Das wussten die Gäste in der zweiten Hälfte besser zu unterbinden, und sie setzten immer wieder gefährliche Nadelstiche. In der 47. Minute hatte der TSV Glück, nicht in Rückstand zu geraten, als Marcel Zimmermann mit einem Heber den zu weit vor dem Tor postierten Emmrich überwand, der Ball jedoch auf dem Tornetz landete. Christian Stagel hatte anschließend zweimal auf Heimerdinger Seite noch Chancen (50., 51.). Doch dem FSV Waiblingen gelang mit guter Raumaufteilung immer mehr, die Partie in seine Richtung zu biegen. „Waiblingen hat schon ein paar wirklich gute Eins-gegen-Eins-Spieler, die technisch versiert und schwer zu greifen sind“, lobte Dos Santos Coehlo den Gegner. Die Spieldynamik habe sich in der zweiten Hälfte anders entwickelt.
Lukas Emmrich rettete in der 64. Minute mit einer bärenstarken Fußabwehr gegen den durchgebrochenen Igor Jelic. Wenige Minuten später eroberte Jelic in der eigenen Hälfte den Ball und leitete einen Konter ein, seine Flanke stocherte Marcel Zimmermann am Fünfmeterraum haarscharf am Heimerdinger Tor vorbei. Erst in der Schlussphase kamen die Gastgeber noch einmal zu Möglichkeiten: Der eingewechselte Casian Ulici schoss nach einem Ball aus dem Halbfeld aus acht Metern über das Tor (80.), Robin Reichardt traf drei Minuten später aus spitzem Winkel nur den Außenpfosten. So blieb es am Ende bei einem gutklassigen 0:0 und einem Fünf-Punkte-Rückstand der Heimerdinger auf Rang eins. TSV Heimerdingen: Emmrich – Pellegrino, Bytyci (66. Oniha), Bortel, Fota – Reichardt, Dos Santos Coehlo, Stagel (58. Ulici), Milos – Ruckh, Buxmann (63. Gudzevic).