Fußball-Landesliga TSV Köngen hat trotz 1:3 noch alles in der eigenen Hand: „Killerinstinkt fehlte“

Kurz hängen bei den Köngenern die Köpfe, dann wird die Niederlage aufgearbeitet und der Blick wieder nach vorne gerichtet. Foto: Michael Treutner

Der TSV Köngen verliert in der Fußball-Landesliga gegen den 1. FC Eislingen mit 1:3, kann den Aufstiegsrelegationsplatz zwei aber weiter aus eigener Kraft sichern.

Spätestens beim Gegentor zum 1:3 knapp zehn Minuten vor dem Ende der Partie war allen Fußballern des TSV Köngen klar, dass es an diesem Tag keine Punkte mehr geben würde. Die Landesliga-Partie gegen den 1. FC Eislingen ging schließlich auch mit diesem Ergebnis verloren, nachdem es zur Pause noch Unentschieden gestanden hatte.

 

TSV Köngen will beim MTV Stuttgart Rang zwei sichern

Doch trotz der 1:3 (1:1)-Niederlage sind für die Köngener in Sachen Aufstieg in die Verbandsliga weiterhin alle Türen offen, zumal auch der Konkurrent und nun Viertplatzierte TSV Bernhausen Punkte liegen ließ. Somit haben die Fußballer aus Köngen am letzten Spieltag beim bereits abgestiegenen MTV Stuttgart alles in der eigenen Hand, um Relegationsrang zwei zu sichern. Das erwähnte auch Köngens Spielertrainer Domenic Brück nach der Partie: „Es ist schade, aber noch ist es ja nicht vorbei.“ Insgesamt erkannte er den Sieg der Eislinger neidlos an, zumal sein Team nach dem Wechsel den Faden verloren habe. „Uns fehlt leider zurzeit der Killerinstinkt, dass wir zum richtigen Zeitpunkt die Tore machen“, trauerte Brück zwei dicken Chancen im ersten Spielabschnitt nach.

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Bereits nach wenigen Minuten nahm Köngens spielender Co-Trainer Yannik Kögler den Ball nach einer Flanke im Strafraum gekonnt mit der Brust an, doch sein Abschluss geriet zu zentral, sodass Eislingens Keeper Dominik Kuhn keine Mühe hatte. Etwas besser machte es Kögler einige Zeit später, als er nach einem sehenswert herausgespielten Angriff der Grün-Weißen von der Strafraumgrenze abzog. Diesmal brachte er den Ball am Torhüter vorbei aufs Tor, doch der Abschluss sprang vom linken Innenpfosten genau in die Arme von Kuhn. Vom Tabellenfünften aus Eislingen war in den ersten 40 Minuten – bis auf zwei gefährliche Standards – wenig im gegnerischen Strafraum zu sehen, auch wenn die Gäste deutlich mehr Ballbesitz hatten und die Köngener viel laufen ließen. Kurz vor dem Wechsel umkurvte Eislingens Innenverteidiger Marco Bühler jedoch mehrere Grün-Weiße im Strafraum, es gab einen leichten Kontakt, und die Pfeife des Unparteiischen ertönte – Elfmeter für die Gäste. Aykut Durna ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte eiskalt zum 0:1 für Eislingen (41.).

Köngens spielender Co-Trainer Yannik Kögler erzielt den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich gegen den 1. FC Eislingen. Foto: Nico Bauhof/Archiv

Köngen hat die schnelle Antwort parat

Doch im Gegenzug hatten die Köngener die richtige Antwort parat. Nach einem Steilpass auf Kögler überlupfte dieser zunächst Kuhn im Eislinger Gehäuse, doch die Kugel sprang von der Latte zurück ins Feld. Der Ball landete bei Nikita Jason Hindennach, doch auch dieser brachte ihn nicht im Tor unter. Den Abpraller schnappte sich Noah Schadt, der zu Fall gebracht wurde – auch hier entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß. Kögler blieb eiskalt und traf souverän zum 1:1 (44.).

Wer nun dachte, dass dieser direkte Ausgleich dem Heimteam Auftrieb geben würde, wurde nach dem Wechsel enttäuscht. „Wir haben im zweiten Spielabschnitt minimale Korrekturen vorgenommen, auch wenn wir bereits in der ersten Hälfte gut bis ins letzte Drittel kombiniert haben“, erzählte Eislingens Trainer Tim Schöller und fühlte sich bestätigt: „Durch unser hohes Pressing haben wir die Köngener aus dem Spiel genommen, das war das Ziel.“

1. FC Eislingen übernimmt nach der Pause die Kontrolle

Und das gelang dem 1. FCE sehr gut. Köngen bekam keinen Zugriff mehr auf die Partie, und Eislingens Kapitän Thomas Arngold durfte eine Flanke unbedrängt zum 1:2 in die Maschen drücken (57.). Spätestens ab diesem Moment kontrollierten die Eislinger das Geschehen, während die Köngener kaum noch gefährlich in die gegnerische Hälfte kam. TSV-Torhüter Marc Vogelmann war dagegen immer wieder gefordert und musste ein ums andere Mal eingreifen.

In der 82. Minute fiel dann die endgültige Entscheidung: Einen Ball aus der eigenen Hälfte erlief Durna, umspielte Vogelmann und schob zum 1:3-Endstand ein. In einem Punkt waren sich die beiden Trainer anschließend einig. Schöller formulierte es so: „Es war ein Momentumspiel. Kriegen wir die Gegentore am Anfang, läuft das Spiel komplett anders.“

Und Brück bestätigte: „Wenn wir in der ersten Hälfte zumindest eine der beiden hundertprozentigen Chancen machen, läuft das Spiel anders.“ Genau das muss den Köngenern am kommenden Wochenende gelingen: „Killerinstinkt“ beweisen und Chancen verwerten – dann sollte es auch mit Rang zwei und dem Erreichen der Aufstiegsrelegation klappen.

TSV Köngen: Vogelmann – Lander, Herz (77. Schäberle), Dobler, Kimi Hindennach (58. Vrljicak) – Schadt (63. Rüttinger), Brück, Durst – Nikita Jason Hindennach (71. Intemperante), Kögler, Panne.

1. FC Eislingen: Kuhn – Cseri (83. Trebuth), Bühler (46. Gromer), Reichert, Leonhardt – Hölzli, Allmendinger, Köse – Arngold (67. Pauen), Durna (85. Mandir), Hodzic (79. Öztürk).

Schiedsrichter: John Köber (Stuttgart).

Zuschauer: 280.

Tore: 0:1 Durna (41., Foulelfmeter), 1:1 Kögler (44., Foulelfmeter), 1:2 Arngold (57.), 1:3 Durna (82.).

Beste Spieler: Lander, Herz / Durna, Köse.

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