Fußball-Landesliga: TSV Weilimdorf Dreierpack: Coach Manuel Fischer macht es selbst
Eigentlich ist er nur noch Trainer, nun rettet der 34-Jährige dem Landesligisten TSV Weilimdorf drei Punkte und die Aufstiegschance.
Eigentlich ist er nur noch Trainer, nun rettet der 34-Jährige dem Landesligisten TSV Weilimdorf drei Punkte und die Aufstiegschance.
Bis Samstagnachmittag hatte Manuel Fischer 16 Einsatzminuten als Feldspieler in dieser Fußball-Landesligasaison. Eigentlich möchte der Trainer des TSV Weilimdorf nicht mehr auflaufen, schreibt sich aber grundsätzlich als Option auf den Spielberichtsbogen – und davon hat er gegen den SV Neresheim Gebrauch gemacht. Zur zweiten Hälfte wechselte sich der 34-jährige Ex-Profi selbst ein. Das Ergebnis: drei Treffer von ihm. Er schoss sein Team zum 4:2-Sieg gegen den Tabellenvorletzten.
In Durchgang eins waren die Gäste früh durch Hakki Yildiz in Führung gegangen, die Weilimdorfer rannten vergeblich an. „Wir kamen gut bis zum Sechzehner, dann hat aber die Gefahr gefehlt“, sagt Fischer. „Unabhängig von meiner Person, wollte ich einen Strafraumstürmer bringen.“ Diese waren auf der Bank allerdings rar gesät, Dino Mujcic saß dort wegen einer Knieverletzung nur mit Krücken. Fischer, früherer Knipser des VfB Stuttgart, stellte daraufhin eindrücklich unter Beweis, dass er seinen Torriecher nicht verloren hat. „Ich habe die Chancen eben gemacht, die meine Jungs in der ersten Halbzeit liegen gelassen haben“, sagt er.
Erst waren es zwei verlängerte Einwürfe, dann vollendete er nach einem starken Zuspiel von Fadel Boukari. „Er steht da vorne drin, macht wenig, ist dann aber zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle“, erkennt der Neresheimer Trainer Andreas Mayer, der Fischer aus einer kurzen gemeinsamen Phase in der Sommervorbereitung 2017 beim SSV Reutlingen kennt.
Einen Foulelfmeter überließ Fischer in der Nachspielzeit dann Tamer-Harun Fara, der sicher verwandelte. Kurz darauf wechselte der Trainer sich wieder aus. Soll erfüllt. „Ich war platt“, gesteht er ein. Mit dem Sieg haben die Weilimdorfer den Relegationsplatz zwei behauptet, Türkspor Neu-Ulm bleibt nach eigenem Erfolg zwei Spieltage vor dem Saisonende aber punktgleich.
Manuel Fischer. Wenn jemand drei Tore schießt und damit die Wende einleitet, kann nur er als Matchwinner gelten. Der Ex-Profi hat seine Treffsicherheit erneut bewiesen und konnte an seine klasse Leistungen in der Baller League anknüpfen. (Nominierungen: 1)
TSV Weilimdorf: Ferdek – Biljeskovic (83. Boukari), Bozoglu, Sadikovic – Krasniqi, Schieber, Genc, De Sousa Lourenco – Joas (46. Fischer, 90.+4 Ataman), Fara, Offei (46. Baierle).
SV Neresheim: Aubele – Bayraktar, Kazymov, Joos, Herzberger – Mahmoud Omeirat, Mango, Kempf, Yildiz – Krasniqi (70. Bojang), Pfeifer.