Fußball-Landesliga: TV Echterdingen Der Angstgegner schlägt zweimal zurück
Nach intensivem Kampf muss sich der TV Echterdingen im Verfolgerduell in Buch mit einem 2:2 begnügen. Folgt nun eines der spannendsten Aufstiegsrennen der Staffelgeschichte?
Nach intensivem Kampf muss sich der TV Echterdingen im Verfolgerduell in Buch mit einem 2:2 begnügen. Folgt nun eines der spannendsten Aufstiegsrennen der Staffelgeschichte?
Wer weiß, vielleicht wird dieser Punkt irgendwann noch Gold wert sein. Eines scheint jetzt schon sicher: Die Staffel 2 der Fußball-Landesliga steuert auf eines der spannendsten Aufstiegsrennen ihrer Geschichte zu – und der TV Echterdingen ist weiter mittendrin statt nur dabei. Und so will der Trainer Giuseppe Iorfida über das 2:2 am Sonntag im Verfolgerduell beim TSV Buch auch nicht meckern, gleichwohl seine Mannschaft zweimal eine Führung verspielte. Iorfidas Fazit: „Zu sagen, dass ich zufrieden bin, wäre hiernach übertrieben. Aber es ist okay.“
Okay auch unter dem Aspekt, dass es sich ja um den Echterdinger Angstgegner handelte. Gegen jenen hat es für die Gelb-Schwarzen in der jüngeren Vergangenheit auch schon ganz andere Ergebnisse gegeben. Siehe vor allem im Hinspiel. Noch in düsterer Erinnerung ist beim Filderclub die damalige 0:5-Schlappe auf eigenem Platz. Insgesamt reichte es im direkten Duell mit dem Kontrahenten aus dem Landkreis Neu-Ulm nun zum sechsten Mal nacheinander nicht zum Sieg. Zwei Remis, vier Niederlagen. Doch, wie sagt Iorfida: „Dort müssen auch andere erst einmal punkten.“ In der Tabelle sind es von Platz zwei bis acht inzwischen gerade einmal drei Zähler. Lediglich der Spitzenreiter TSV Oberensingen hat sich ein Stück weit abgesetzt.
Freilich, zur Wahrheit gehört ebenso, dass für die Echterdinger mehr möglich gewesen wäre. Wie gesagt: Sie waren es, die in der aktuellen Partie jeweils vorlegten. Erst verwandelte Marvin Kuhn einen an Alexander Schmidt verursachten Foulelfmeter (6.). Dann staubte Florian Dölker nach einem Freistoß seines Teamkollegen Caglar Celiktas ab (33.). Dölker – richtig. Der Mann, der eigentlich schon vor Wochenfrist seine Abschiedsvorstellung hatte. Nun war er vor seinem beruflich bedingten Umzug nach Villingen-Schwenningen doch noch einmal dabei. „Ein kurzfristig freies Wochenende von ihm“, erläutert Iorfida.
Doch schlugen die Gastgeber, mit ihrem bisherigen zweiten Rang die große Überraschung der Saison, beide Male zurück. Und zwar jeweils nach für sie typischem Strickmuster: Flanke beziehungsweise Einwurf, Strafraumgetümmel, Kopfball, Tor. Die Schützen hießen Fabian Zeh und Manuel Schrapp (26./72.). „Gefühlt“ gab es für Iorfida auf dem kleinen, engen Rasenplatz „alle 15 Sekunden einen Zweikampf und pro Halbzeit 50 Einwürfe und 20 Eckbälle.“ Kurzum: „Es war das intensivste Spiel, das man haben kann.“ Aufstiegskampf – mit Betonung auf der Silbe „Kampf“.
Ärgerlich für die Echterdinger: Einem weiteren eigenen Treffer verweigerte der Schiedsrichter die Anerkennung. Der Grund: Ugur Yilmaz soll den Ball mit der Hand gespielt haben – was man auf Seite der Gäste energisch dementierte. Und: In der Nachspielzeit sah der Abwehrchef Kuhn für ein taktisches Foul Gelb-Rot. Damit ist er für die gleich nächste Topbegegnung gesperrt. Weiter geht es für das Goldäcker-Team schon am Donnerstag (19.30 Uhr), dann zuhause gegen den Tabellendritten JC Donzdorf. Zum Verschnaufen bleibt also nicht viel Zeit. Und auch nicht zum Sinnieren über gewonnene oder doch eher verlorene Punkte.
Florian Dölker. Zum Abschied Torschütze. Aber nicht nur deshalb verdiente der 27-Jährige sich die Auszeichnung. Dölker wartete mit großer Präsenz und großem Laufpensum auf – bis zu seiner Auswechslung nach gut 70 Minuten. „Am Ende war er platt“, sagt der Trainer Iorfida. (Nominierungen: 4)
TSV Buch: Patrick Negele – Spann (81. Motzke), Dominik Amann, Zwar, Trum (75. Salger) – Sailer (65. Kurz), Zeh, Freybott, Bolkart (57. Egle) – Schrapp, Leitner. TV Echterdingen: Tröger – Schmidt, Müller, Kuhn, Hertel, Gerxhaliu (65. Miller) – Dölker (72. Deutsche), Bulut, Bey (78. Vran) – Celiktas, Yilmaz.