Der Coach bleibt trotz anhaltender sportlicher Krise im Amt. Gleichwohl übt die sportliche Leitung deutliche Kritik.
Der Trainer bleibt, gegenüber der Mannschaft wird der Ton dagegen rauer – das ist das aktuelle Krisenmanagement-Ergebnis beim Landesligisten TV Echterdingen. Trotz des verpatzten Saisonstarts mit dem 0:5-Tiefpunkt am Wochenende zuhause gegen den TSV Ehningen steht für den sportlichen Leiter Sascha Härtenstein fest: „Valentin Haug wird auch am nächsten Sonntag beim Spiel in Waldstetten bei uns auf der Bank sitzen.“ Er sei nach wie vor der richtige Mann. Stattdessen sieht Härtenstein „die Spieler verstärkt in der Pflicht“. Vor allem an ihnen liege es, „das vorhandene Potenzial“ abzurufen. Härtensteins Kritik: „Ein 0:5 auf eigenem Platz geht gar nicht. Da muss sich jetzt jeder in der Mannschaft mal hinterfragen.“
Für Haug selbst ist ein Rücktritt nach eigener Aussage derzeit kein Thema. „Ich habe mir natürlich auch meine Gedanken gemacht. Aber der Verein ist mir viel zu wichtig, um jetzt einfach hinzuschmeißen“, sagt er. In den nächsten Wochen müsse man weiterschauen. Klar ist auch ihm: Um wieder Ruhe auch ins Umfeld zu bekommen, braucht es nun schnell Erfolgserlebnisse.
In der Liga stehen die Echterdinger nach drei Spieltagen mit null Punkten da. Der nach dem Verbandsliga-Abstieg erhoffte Umschwung in wieder bessere Zeiten ist bislang ausgeblieben. Insgesamt haben die Gelb-Schwarzen von 18 Pflichtspielen in diesem Kalenderjahr nur eines gewonnen und 15 verloren. Nach der Ehningen-Schlappe hatten sich sowohl Abteilungsleitung als auch Coach erschüttert gezeigt.