Fußball Landesliga Wie entfesselt: Die SKV Rutesheim feiert 6:0-Kantersieg
Nach dem 6:0 seiner Fußballer ist Christopher Baake stolz auf sein Team, das Platz zwei festigt – der Coach will sich jedoch nicht zu sehr auf die Tabelle fokussieren.
Nach dem 6:0 seiner Fußballer ist Christopher Baake stolz auf sein Team, das Platz zwei festigt – der Coach will sich jedoch nicht zu sehr auf die Tabelle fokussieren.
Nach torarmen Spielen gegen Löchgau und Ilshofen meldet sich die SKV Rutesheim zurück und fertigt Kellerkind Kaisersbach mit 6:0 ab, wodurch Rutesheim den besten Angriff der Fußball-Landesliga stellt.
Wenngleich davon zur Pause noch nichts zu sehen war, beide Mannschaften gingen torlos in die Kabinen. Trainer Christopher Baake erzählte, er habe seine Mannschaft auf einen tief stehenden Gegner eingestimmt.
Mit geduldigem Ballbesitz und schnellen Spielverlagerungen riss die SKV etliche Lücken in die Abwehr der Gäste, vor allem die langen Bälle von Joshua Schneider sorgten für Gefahr. Jedoch wusste die Mannschaft im ersten Durchgang keine der hochkarätigen Möglichkeiten zu nutzen.
Das änderte sich nach der Pause schlagartig, der SKV genügten zehn Minuten für vier Treffer. Den ersten markierte Marcel Held in der 48. Minute, nach einem langen Schneider-Ball traf er aus knapp zehn Metern zur Führung. Damit schien der Bann gebrochen, Patric Vaihinger erhielt von der rechten Seite einen Ball von Alexander Grau, den er überlegt im Tor versenkte (50.).
Nach einem Ballgewinn des eingewechselten Pascal Maier und einer Hackenablage von Markus Wellert fand ein tiefer Ball Laurin Stütz, der Gäste-Torwart Cihan Büber im direkten Duell bezwang (56.). Unmittelbar danach traf auch Wellert selbst (57.). „Dann war die Messe gelesen“, meinte Baake und fügt an: „Das Schöne war, dass wir weiterhin Bock hatten, Tore zu schießen.“
Das tat seine Mannschaft auch, Grau erhielt einen Chipball von Held, nutzte seine Schnelligkeitsvorteile im Sprintduell und traf zum 5:0 (82.). Zwei Minuten später zwang der eingewechselte Lars Ludwig Gegenspieler Luis Bauer mit einer scharfen Hereingabe zu einer Rettungsaktion, da in seinem Rücken einschussbereite Rutesheimer lauerten. Unglücklich legte sich der SV-Kapitän den Ball jedoch ins eigene Netz.
6:0, das war laut Baake in der Höhe verdient und hätte sogar noch höher ausfallen können. Den unschönen Schlusspunkt setzte Kaisersbach-Verteidiger Emre Topal, als er in der 86. Minute Wellert bei einer Flanke mit offener Sohle am Knöchel traf und direkt des Feldes verwiesen wurde. Baake unterstellte ein Frustfoul und bemerkte: „Ich kann das ein Stück weit nachvollziehen, aber beim 6:0 natürlich unnötig, das weiß er selbst.“ Glücklicherweise konnte der SKV-Stürmer unverletzt den Heimsieg genießen, für den Trainer war’s ein Pflichtsieg.
„Wer am Ende was reißen möchte, muss solche Spiele gewinnen. Es ist nicht selbstverständlich gegen solche Gegner zu gewinnen, in der Höhe sowieso nicht. Deswegen bin ich auch stolz auf die Jungs“, lobte Baake sein Team, das damit weiterhin Spitzenreiter Löchgau auf den Fersen bleibt. Darauf gibt er jedoch nichts: „Auf Löchgau gucken wir gar nicht“, betont Baake, der vielmehr mit seiner Mannschaft aus den letzten drei Spielen vor der Winterpause noch das Maximum herausholen will. SKV Rutesheim: Göbel – Schneider (64. Walter), Rudloff, Riedlinger (62. Ludwig) – Vaihinger (52. Maier), Held, Obert (60. Beqiri), Grau – Stütz (58. Savvoulidis), Wellert, Crepaldi