Fußball-Landesliga Wieder kein Sieg für den SV Bonlanden

Danach erst einmal tief Luft holen: Sascha Häcker und der SV Bonlanden gaben den Sieg noch aus der Hand. Foto: Yavuz Dural
Danach erst einmal tief Luft holen: Sascha Häcker und der SV Bonlanden gaben den Sieg noch aus der Hand. Foto: Yavuz Dural

Der SV Bonlanden leistet sich beim 3:3 gegen Bad Boll erneut zu viele Aussetzer und hadert zuletzt auch mit dem schwachen Schiedsrichter.

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Bonlanden - Das Warten auf den ersten Saisonsieg in der Fußball-Landesliga geht für den SV Bonlanden weiter, auch wenn in der aktuellen Heimpartie am Samstag gegen den TSV Bad Boll nicht viel gefehlt hat. In der Nachspielzeit lagen die Filder­städter noch mit 3:2 in Front – unter dem Strich stand dann aber im vierten Anlauf nur ein Unentschieden, womit der letztjährige Spitzenreiter unverändert im Tabellenkeller steckt. Sekunden vor dem Abpfiff gelang dem Gegner in einer überhaupt turbulenten Schlussphase noch ein umstrittener Treffer zum 3:3-Ausgleich.

Der SV Bonlanden leistet sich zu viele Ballverluste

Dass seine Mannschaft erneut nicht ihren besten Tag erwischt hatte, das war dem Bonlandener Trainer Klaus Kämmerer bewusst. Seine Kritik: „Wir haben uns wieder zu viele Fehler und Ballverluste geleistet. Und: wenn du dreimal in einem Heimspiel in Führung liegst und diese nicht über die Ziellinie bekommst, musst du dich am Ende auch nicht über andere Dinge beschweren.“ Eine Schelte in Richtung des Schiedsrichtergespanns hatte Kämmerer damit elegant umdribbelt, gleichwohl diese durchaus berechtigt gewesen wäre. Dem Backnanger Unparteiischen Dennis Verbaeken und seinen beiden Assistenten unterlief eine ganze Reihe von Fehlentscheidungen.

Ugur Yilmaz scheiter mit seinem Kopfball am Pfosten

Doch der Reihe nach. Begonnen hatte die Partie mit einem Traumstart der Platzherren. Diese lagen nach einem Kopfballtor von Sascha Häcker schon nach fünf Minuten in Führung. Der Innenverteidiger netzte nach einer Freistoßflanke des aus dem Urlaub zurückgekehrten Kapitäns Andreas Pottmeyer (siehe auch Spieler des Spiels) ein. Weitere Chancen gegen danach besser aufkommende Gäste ließen die Bonlandener aber aus. Obendrein hatte Ugur Yilmaz wie schon zuletzt beim 0:2 in Waldstetten kurz vor dem Pausenpfiff Aluminiumpech – bei seinem Kopfball stand ihm erneut der Innenpfosten im Weg.

Nach dem 2:1 überschlagen sich die Ereignisse

Ebenfalls zum Pechvogel geriet dann im zweiten Durchgang der Torschütze Häcker, der zum zweiten Mal traf – diesmal allerdings in die falsche Richtung. Der Routinier köpfte den Ball unbedrängt zum 1:1-Ausgleich ins eigene Netz. Damit war die bis dahin zähe Partie immerhin auf Touren. Yilmaz brachte die Heimelf mit einem verwandelten Foulelfmeter erneut in Front, ehe sich die Geschehnisse überschlugen.

Der Spielfilm: erst traf der Gäste-Kapitän Mario Feldmeier ebenfalls vom Punkt zum 2:2 (86.) – beide Strafstöße waren im Übrigen vertretbar. Dann sorgte postwendend der eingewechselte Steffen Schmidt mit einem strammen Flachschuss für das 3:2, ehe Julian Unger per Kopf den erwähnten glücklichen Bad Boller Punktgewinn sicherte. Zuvor waren jedoch der Bonlandener Schlussmann Luca Wiedmann und dessen Sturmkollege Yilmaz jeweils regelwidrig angegangen worden. Ein Pfiff des Schiedsrichters war aber beide Male ausgeblieben.

Heißt für den SV Bonlanden: nur zwei Zähler aus vier Spielen. Ob am nächsten Wochenende im Auswärtsspiel beim TSV Neu-Ulm die Wende gelingt?

SV Bonlanden: Wiedmann – Kranz, Schilling (81. Gyselincks), Häcker (58. Schmidt), Baradel (76. Pein) – Fröschle, Andretti, Pottmeyer, Pehlivan – Yilmaz, Hiller (90. Kühfuss). TSV Bad Boll: Lang – Ceküc, Schöll, Topolovec, Feldmeier – Ruther, Sönmez (60. Müller), Unger – Mädel, Colic (46. Ungureanu), Quattrone (66. Nicastro).

Spieler des Spiel

Andreas Pottmeyer
Der Bonlandener Kapitän zeigte gegen Bad Boll eine sehr ordentliche Leistung. Unter anderem bereitete der Urlaubsrückkehrer bei seiner Punktspiel-Saisonpremiere das 1:0 mit einem perfekt getimten Freistoß vor. Um aber alle Löcher in der eigenen Defensive zu stopfen, in welche der Gegner vor allem in der Schlussphase gefährlich stieß, hätte es an diesem Tag mehrere Pottmeyers gebraucht.




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