Fußball-Nachlese SV Fellbach/TV Oeffingen Ein Torschütze ist nicht genug

Charalambos Parharidis  (links) kann trotz  seiner     starken Vorstellung die fünfte Saisonniederlage  des SV Fellbach nicht verhindern. Foto: Patricia Sigerist
Charalambos Parharidis (links) kann trotz seiner starken Vorstellung die fünfte Saisonniederlage des SV Fellbach nicht verhindern. Foto: Patricia Sigerist

Zum wiederholten Mal vergeben die Fußballer des SV Fellbach in der Verbandsliga ihre Chancen. Die Oeffinger verteilen in der Landesliga Geschenke, und der ehemalige Oeffinger Patrick Haaf ist nicht mehr Trainer des TSV Rudersberg.

Fellbach - Die Offensivbemühungen waren bei den Verbandsliga-Fußballern des SV Fellbach am Samstagnachmittag deutlich zu erkennen, ebenso aber die Abstimmungsprobleme zwischen den Offensivkräften. Oftmals passte es nicht im Zusammenspiel, wenn Tamas Herbaly, Claudio Paterno oder auch Dominic Sessa auf das gegnerische Gehäuse zuliefen. Die 1:2-Niederlage gegen die Gäste des SSV Ehingen-Süd war – wie schon so mancher Misserfolg zuvor – nicht den mangelnden Tormöglichkeiten zuzurechnen, sondern vielmehr der mangelhaften Chancenverwertung.

Nach Meinung des SVF-Trainers Giuseppe Greco war die Niederlage selbst verschuldet

Auch Charalambos Parharidis reihte sich am Samstag zunächst in die Riege der torlosen Akteure ein, als er kurz vor der Pause scheiterte. Doch der Mittelfeldspieler war am neunten Spieltag der Einzige aus dem Fellbacher Team, der dann doch noch zum Torerfolg kam. Im Anschluss an einen Eckball von Nikola Jelic sprang ihm der Ball nach einem Abwehrversuch vor die Füße, er schob in der 68. Spielminute zur 1:0-Führung ein. Später trafen nur noch die Gäste: Ilir Tupella (78.) und Semir Telalovic (90.). Nach Meinung des SVF-Trainers Giuseppe Greco war die Niederlage selbst verschuldet, weil sie aus individuellen Fehlern resultierte. Mit unserem Spieler des Tages war er jedoch zufrieden. Charalambos Parharidis ackerte im Mittelfeld wie gewohnt. „Er ist wie ein Stehaufmännchen; wenn er einen Fehler macht, bügelt er ihn wieder aus. Wir bräuchten ihn auf mehreren Positionen“, sagte Giuseppe Greco.

Die Offensive ist derweil das Paradestück der Landesliga-Fußballer des TV Oeffingen. Am Sonntag egalisierten die Angreifer im heimischen Sami-Khedira-Stadion gegen den SV Salamander Kornwestheim einen Zwei-Tore-Rückstand. 22-mal hat die Mannschaft um Trainer Haris Krak in acht Spielen ins Netz getroffen.

Topstürmer Drago Durcevic führt mit neun Treffern die Torschützenliste an

Nur Tabellenführer Türkspor Neckarsulm und der SV Breuningsweiler, derzeit auf Rang zwei, sind mit je 25 Toren erfolgreicher als die Oeffinger, deren Topstürmer Drago Durcevic mit neun Treffern die Torschützenliste anführt. Die Rechnung des Übungsleiters ist logisch und einfach. „Wenn wir in der Abwehr stabil stehen und nicht wie gegen den SV Kornwestheim Geschenke an den Gegner verteilen, können wir mit unserer Torgefährlichkeit jedes Spiel gewinnen“, sagt Haris Krak. Die wegen der 15 Gegentreffer verlorenen Punkte ärgern den 40-Jährigen. Zumal die vielen Treffer selbst verschuldet seien, sagt der Trainer. „Manchmal sind wir einfach zu ungestüm. Anstatt auf den richtigen Moment für den Pass zu warten, stürmen meine Jungs los und verlieren dabei ab und an Ball und Übersicht.“ Das kann passieren, auch wenn die Mannschaft nicht wirklich unerfahren ist. Die Oeffinger liegen mit im Schnitt 24,5 Jahren vom Alter her im Mittelfeld der Liga. Einer der Jungen im Team, der 19-jährige Mandip-Pal Singh, der immer präsent war und die Bälle gut verteilte, ist unser Spieler des Tages.

Im Sommer 2018 hatte Patrick Haaf das Traineramt beim TSV Rudersberg übernommen

Die Fußballer des TSV Rudersberg haben am Sonntag in der Kreisliga A (Staffel 2) erstmals in dieser Saison gewonnen – mit 10:2 gegen die Gäste von Victoria Backnang. Patrick Haaf war da schon nicht mehr dabei. Der 32-jährige Trainer hatte sich Anfang der vergangenen Woche mit dem Abteilungsleiter Rüdiger Augustin auf ein Ende der Zusammenarbeit geeinigt. Zuvor hatte die Mannschaft die ersten vier Saisonspiele verloren. „Aus meiner Sicht musste ein Neustart her, und ich wollte nicht im Weg stehen“, sagte Patrick Haaf, der bis zu seinem Umzug nach Winnenden im Juli dieses Jahres in Oeffingen wohnte. In der Jugend spielte er für den TV Oeffingen und auch für den TSV Schmiden. Im Sommer 2018 hatte Patrick Haaf das Traineramt beim TSV Rudersberg übernommen, es war seine erste Trainerstation. In der ersten Saison führte er das Team auf den dritten Tabellenplatz, in der vergangenen Runde belegte es am Ende den siebten Rang. „Wir haben nach und nach die Mannschaft umbauen müssen, zuletzt hat uns ein Häuptling gefehlt“, sagte er. Jetzt möchte er ein paar Wochen durchschnaufen und sich dann einer neuen Aufgabe widmen. Entweder schon in der Winterpause oder eben im nächsten Jahr zu Beginn der neuen Saison.




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