Fußball-Nationalmannschaft Kapitän Kimmich witzelt über seine dünnen Oberarme

Von red/dpa 

Joshua Kimmich führte die Fußball-Nationalmannschaft gegen Argentinien erstmals als Kapitän auf das Feld. Nach der Partie sprach der Bayern-Profi mit einem Augenzwinkern über die Probleme mit der Binde und seinen Bizeps.

Joshua Kimmich trug gegen Argentinien erstmals von Beginn an die Kapitänsbinde. Foto: AP/Martin Meissner
Joshua Kimmich trug gegen Argentinien erstmals von Beginn an die Kapitänsbinde. Foto: AP/Martin Meissner

Dortmund - Für Joshua Kimmich war es einfach „ein besonderer Moment“. Joachim Löw verband die Kapitänsrolle für den 24 Jahre alten Münchner im Länderspiel gegen Argentinien mit einem speziellen Lob. „Er ist ein Vorbild in seiner ganzen Einstellung“, sagte der Bundestrainer nach dem 2:2 der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Mittwochabend in Dortmund zu Kimmich.

Zweimal hatte der Bayern-Profi beim Confed Cup 2017 die Kapitänsbinde schon während eines Länderspiels übernommen. Jetzt trug Kimmich sie von Beginn an. „Das ist ein überragendes Gefühl. Es war ein besonderer Moment in meiner Karriere“, bemerkte Kimmich stolz. Auf die nicht ganz ernst gemeinte Frage, ob die Binde von Manuel Neuer nun übernimmt, reagierte der Allrounder mit Humor. „Manu passt die fast ein bisschen besser. Vielleicht muss der DFB mal eine in XS herstellen. Mir ist sie in der ersten Halbzeit immer wieder runtergerutscht. Da muss ich Morgen mal meinen Bizeps aufpumpen.“

Mit 45 Länderspielen war der gebürtige Rottweiler gegen Argentinien der nach Einsätzen erfahrenste Akteur im nach vielen Verletzungsausfällen neu zusammengestellten Löw-Team. Doch für den Bundestrainer waren andere Kriterien ausschlaggebend, Kimmich als Kapitän auf den Dortmunder Rasen zu schicken. „Ich schaue nicht darauf, wer die meisten Länderspiele hat. Der kriegt die Binde - das war früher mal“, sagte Löw.

„Er ist ein Vorbild an Einsatz. Und er hat mittlerweile auch eine gewisse Erfahrung. Und er kann auch verbal eine Mannschaft auf dem Platz führen. Er ist in der Organisation sehr klug und gibt Anweisungen. Er ist immer omnipräsent auf dem Platz“, lobte der DFB-Chefcoach seinen Antreiber, dessen Auftritt gegen Argentinien mitunter so wirkte, als sei Kimmich durch die Kapitänsbinde sogar ein Stück zu motiviert. „Das Wichtigste wäre ein Sieg gewesen, das haben wir leider nicht geschafft“, kommentierte Kimmich am Ende: „Dann wäre es perfekt gewesen.“