Die erste Hälfte von Halbzeit eins und die zweite Hälfte von Halbzeit zwei gehörte den A-Junioren-Fußballern der SV Böblingen. In der restlichen Zeit kam zu wenig, um den Platz gegen den Offenburger FV als Sieger zu verlassen. Das 2:2 im Kellerduell der Oberliga bezeichnete Trainer Daniel Fredel als Minimum und fügte hinzu: „Mit mehr Einsatz und Intensität hätten wir auch drei Punkte holen können. So geht das Unentschieden letztlich in Ordnung.“
Seine Jungs kamen ganz gut rein in die Partie und hatten diese im Griff, sodass das 1:0 (8.) verdient erschien. Niko Lucic flankte aus dem Halbfeld hinter die Kette, Maximilian Bresic lief ein, nahm die Kugel an, umkurvte den Keeper und lochte aus spitzem Winkel ein. Oliab Calemba und Joel Malungo hatten kleinere Möglichkeiten, die Führung auszubauen, ehe die Gäste, die davor nicht richtig in die Offensive kamen, einen Elfmeter erhielten. „Die Grätsche war außen im Sechzehner, also unnötig“, kritisierte Fredel angesichts des Fouls, das zu diesem Strafstoß und dem 1:1 (31.) durch Jamie Stopp führte. „Das alles sorgte für einen Bruch bei uns.“ Zumindest konnte der Gegner aus seiner Überlegenheit mit einigen Passstationen und Standards kein Kapital schlagen.
Nach Wiederanpfiff entwickelte sich „ein ausgeglichenes Geplätscher im Mittelfeld“, beschrieb Fredel. Das Auswärtsteam steigerte sich und verbuchte in einer guten Phase einen Aluminiumtreffer. „Danach haben wir wieder mehr Druck draufbekommen und das Geschehen sowie das Tempo kontrolliert“, nickte der SVB-Coach.
Seine Schützlinge waren eigentlich am Drücker, als das 1:2 (82.) fiel. Beide Mannschaften waren zu diesem Zeitpunkt nach jeweils einer Fünf-Minuten-Zeitstrafe in Unterzahl. Die Einheimischen bekamen zunächst die Kugel nicht geklärt, weil sie es spielerisch versuchten, ehe sie das Leder Maximilian Maier quasi selbst vor die Füße legten, der nur noch einschieben muste.
In Überzahl – der temporär des Feldes verwiesene Böblinger durfte früher wieder rein als der Offenburger – gelang Bresic das 2:2 (86.). Eigentlich sollte es eine Hereingabe an den langen Pfosten werden, doch die Pille zappelte schließlich im Netz. „Mit etwas mehr Glück wäre auch ein Sieg drin gewesen“, haderte Daniel Fredel. „So stehen wir jetzt mit dem Rücken zur Wand und müssen gegen den FC 08 Villingen unbedingt gewinnen“, blickt er auf das nächste Duell am Sonntag um 14 Uhr.