Fußball-Oberliga: Calcio Leinfelden-Echterdingen Calcio: der zuverlässigste Leistungsträger geht

Steht nur noch bis Saisonende im Calcio-Tor: Maximilian Otto. Foto: Archiv Günter Bergmann

Der Fußball-Oberligist Calcio Leinfelden-Echterdingen beschäftigt sich nicht mehr vordergründig mit dem Thema Klassenverbleib. Derweil beginnt für einen Akteur mit der Partie beim TSV Essingen die Abschiedstour bei den Italo-Schwaben.

Auch wenn es beim Oberligisten Calcio Leinfelden-Echterdingen durchaus häufig kurios zugeht, der Blick für die fußballerische Realität scheint aktuell nicht verloren gegangen zu sein. Nach der jüngsten 1:2-Niederlage bei Normannia Gmünd sei es das, rein nüchtern betrachtet, mit dem Klassenverbleib gewesen, sagt der Sportliche Leiter Achim Kiesel. Nun wird in kurzen Zeitfenstern gedacht oder „von Spiel zu Spiel“, wie er es beschreibt. Und da taucht als nächstes die Auswärtspartie am Samstag (15 Uhr) beim TSV Essingen auf. Mit einer Vorgabe vom Sportchef: „Wir wollen gewinnen.“ Zugleich ist die Partie für einen Akteur der Auftakt seiner Abschiedstour vom Filderclub.

 

Das mit dem Gewinnen in Essingen ist so eine Sache. Zum einen werden die Kicker von der Ostalb versuchen, dem Aufsteiger die 19. Saisonniederlage beizubringen, um ihrerseits zumindest den zwölften Platz zu sichern. Im schlechtesten Fall aller Fälle bedeutet dieser die sichere Liga-Zugehörigkeit. Zum anderen sind die Italo-Schwaben auswärts an Harmlosigkeit kaum zu überbieten. Drei Teilerfolge gab’s, neun Niederlagen. Und Siege? Fehlanzeige. „Die Zeit ist nun reif, vielleicht gäbe das noch einmal einen Schub“, sagt Kiesel und fügt achselzuckend an: „Die Hoffnung stirbt eben zuletzt.“

Auch wenn die Calcio-Kicker zuletzt gegen Gmünd im vierten von fünf Spielen nach der Winterpause wieder ohne Punkte dastanden, hat wenigstens ihr Auftreten gepasst, haben sie sich teuer verkauft. Sicherlich, das Mindeste, was man von einer Oberliga-Belegschaft erwarten darf – was aber nicht immer selbstverständlich bei den Echterdingern ist. So haben die personellen Veränderungen auf sechs Positionen wohl gefruchtet. Dennoch: Auch wenn die Startelf in Gmünd ihre Sache gut gemacht hat, könne erneut eine veränderte Formation auflaufen, so Kiesel. Konkreter wird er nicht, denkbar ist sicherlich eine Rückkehr von Kapitän Charalampos Parharidis. Zuletzt saß dieser zum Verschnaufen auf der Ersatzbank. Dorthin gesellt sich vorerst wieder der zuletzt formschwache Spielmacher Nedim Pepic. Gegen die Normannia hatte er einen spielfreien Nachmittag, wurde aus dem Aufgebot gestrichen. So ergeht es an diesem Samstag Salvatore Varese. „Leistungsbedingt“, sagt Kiesel, schaue er nur zu.

Derweil ist der Platz zwischen den Pfosten weiter fest vergeben: Maximilian Otto hat dort bisher einen starken Job gemacht, auch wenn Calcio in dieser Saison bereits 59 Gegentore hinnehmen musste. Sein Können steht dennoch außer Frage. Bei einer ligainternen Umfrage in der Winterpause wurde er trotz der Gegentor-Häufung zum besten Keeper gewählt. Nach dieser Saison räumt Otto jedoch seinen „Pfostenplatz“ bei Calcio. Der 23-Jährige, der im Sommer von den Stuttgarter Kickers am Sportpark Goldäcker anheuerte, hat beim Liga-Konkurrenten VfR Aalen unterschrieben. Bereits in der Winterpause bestand der Kontakt. „Damals konnten wir ihn noch umstimmen“, sagt Kiesel. In Anbetracht der Tendenz Verbandsliga seien jedoch die Argumente ausgegangen.

Vorerst keinen Zugriff gab es bei Mert Özdemir und Melih Caliskan aus der „Konkursmasse“ des JC Donzdorf. Beide sind zu anderen Vereinen in der Landesliga-Staffel 2 gewechselt. Erstgenannter zurück zum SC Geislingen, Letzterer zum TSV Bad Boll. Doch das letzte Wort sei dabei noch nicht gesprochen. „In bin weiter mit beiden in Verhandlung, eben für die kommende Runde“, sagt Kiesel.

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