Die Fußballerinnen des VfL Herrenberg haben in letzter Minute den 1:0-Erfolg beim 1. FC Mühlhausen eingefahren. Nun winkt am kommenden Samstag der Oberliga-Titel. Dann steht das Saisonfinale gegen Absteiger TSV Neckarau an. „Jetzt wollen wir den letzten Schritt gehen“, betonte VfL-Trainer Steven Riechers.
Diese Möglichkeit hat sich seine Mannschaft hart erarbeitet. „Das war der beste Gegner dieser Rückrunde“, zollte der Coach den Gastgeberinnen großen Respekt. Diese ließen den Favoriten kaum zur Entfaltung kommen. Für die Gäste verpasste Annika Schmidt eine Hereingabe haarscharf, ehe die Torjägerin kurz vor Ende der ersten Halbzeit unglücklich fiel und sich den Arm brach. „Danach standen wir unter Schock und mussten uns in die Pause retten.“
Nach Wiederanpfiff hatte der Gäu-Klub Glück, als das Leder einmal gegen den Pfosten krachte. „Wir haben viel probiert und irgendwann alles nach vorne geworfen.“ Dieser Mut wurde belohnt: Ein Eckball entwickelte sich zur Bogenlampe, Christina Riechers legte ab auf Lea Furac, und die hämmerte das Ding aus kurzer Distanz in die Maschen (89.). Der Rest war grenzenloser Jubel. „Durch solche Siege wird man Meister“, sagte Riechers.
Das Verbandsliga-Gastspiel des VfL Sindelfingen Ladies beim VfB Stuttgart II war bei der 0:8-Schmach eine klare Sache. „Sie waren uns deutlich überlegen“, sagte Team-Manager Marc Pflieger. Immerhin: Sein Team hat alles gegeben, um dagegenzuhalten. Jetzt lautet das Motto: „Kopf hoch. Nächste Woche sieht das Ergebnis hoffentlich wieder anders aus.“
Der Titelkampf in der Regionenliga, Staffel IV, ist nach der 1:3-Niederlage des TSV Grafenau bei der SG Sulgen/Hardt wieder offen. „Da merkt man einfach, dass wir aktuell auf dem Zahnfleisch daherkommen“, sagte Trainerin Nina Steger, die nur 13 Spielerinnen zur Verfügung hatte. Zunächst brachte Yvonne Wurmbrand das Team per Handelfmeter mit 1:0 in Führung, doch in der Schlussphase schlugen die Hausherrinnen dreimal zu. „Natürlich sind wir enttäuscht, aber noch haben wir alles in der eigenen Hand.“
Auch der SV Nufringen musste mit dem 0:1 bei der SG Neubulach/Schönbronn einen empfindliche Dämpfer einstecken. Da sei alles schiefgelaufen, was vier Tage zuvor beim 4:0 im Nachholspiel gegen die TSG Wittershausen noch funktioniert habe, analysierte Trainerin Kerstin Schmid. Das erste Duell unter der Woche sei spielerisch und kämpferisch stark gewesen, das zweite dann das das komplette Gegenteil. Zwar hatte ihre Mannschaft mehr vom Spiel, „Chancen haben wir allerdings nur sehr wenige zustande gebracht.“